Bad Wurzach – Stehenden Applaus erntete Bürgermeisterin Alexandra Scherer beim traditionellen Frühstück im Kursaal für prominente Gäste und Blutreiter-Veteranen. Ihre Ansprache am Morgen des Blutfreitages war ihr letzter offizieller Auftritt; am 15. Juli endet ihre Amtszeit.
Gudrun Bosch aus Schlier hat uns dieses Foto von der neunköpfige Schwanenfamilie, die in Bad Waldsee am Stadrsee lebt, zukommen lassen. Für Ortskundige: Oben rechts ist die Brücke über den Pfaffenbach erkennbar.
Bad Wurzach – Bei schönstem Sommerwetter, erträglich gemacht durch ein laues Lüftchen, feierte eine große Wallfahrergemeinde das Pontifikalamt am Bad Wurzacher Blutfreitag. Hauptzelebrant war Abt Dr. Marianus Bieber OSB aus Niederaltaich. Pater Wolfgang Sütterlin SDS fungierte erstmals als Gottesberg-Superior und begrüßte die große Schar der Gläubigen. Namentlich hieß er auch einige Ehrengäste willkommen, darunter den Patronatsherrn des Gottesberges, SD Erich Fürst von Waldburg-Zeil. Eigens begrüßt wurde auch die scheidende Bürgermeisterin Alexandra Scherer; ihr dankte Pater Wolfgang für ihren Einsatz für das Heiligblutfest.
Am Schluss des Gottesdienstes wies Stadtpfarrer Stefan Maier darauf hin, dass man im nächsten Jahr das 100. Heiligblutfest feiern könne. Zugleich bestehe die Pfarrkirche St. Verena dann seit 250 Jahren. Die beiden Jubiläen habe man zum Anlass genommen, eine fünfte Glocke für den Turm von St. Verena in Auftrag zu geben. Diese werde dem Heiligen Blut geweiht sein und werde als Umschrift die Zeile „Segne uns o Blut der Gnaden“ tragen. Die Glocke kostet 125.000 € und wird zu 100 Prozent aus Spenden finanziert. Pfarrer Maier bat darum, dieses Projekt mit großherzigen Spenden zu unterstützen. Nach dem Gottesdienst wurden Faltblätter mit Überweisungsträgern verteilt. Den Spenden-Flyer haben wir hier unter dem roten Download-Balken in der rechten Spalte hinterlegt.
Berlin / Bad Waldsee – Mehr Tempo bei Bauprojekten von Autobahnen, Schienen und Wasserwegen: Darauf zielt das Infrastruktur-Zukunftsgesetz, das nach dem Bundestag vor zwei Wochen, am Freitag (10.7.) der Bundesrat beschlossen hat. Die Initiative B 30 um Franz Fischer (Gaisbeuren) sieht das Infrastruktur-Zukunftsgesetz im Hinblick auf die Entlastung von Gaisbeuren und Enzisreute, die unter dem starken Verkehr auf der B 30 leiden, kritisch. Franz Fischer schreibt:
Zum gestern (10.7.) vom Bundesrat verabschiedeten Infrastruktur-Zukunftsgesetz schreibt Franz Fischer nachstehenden Kommentar. Fischer, der in Gaisbeuren wohnt und seit vielen Jahren für eine Entlastung der an einer Verkehrslawine erstickenden Ortschaften Gaisbeuren und Enzisreue kämpft, beurteilt das Infrastruktur-Zukunftsgesetz skeptisch:
Bisher standen Verkehrsprojekte – vereinfacht gesagt – in einer Warteschlange. Maßgeblich waren dabei in der Theorie vor allem der verkehrliche Nutzen, der Bedarf und die Dringlichkeit eines Projekts. Nun wird diese Warteschlange neu sortiert. Entscheidend ist künftig nicht mehr allein, wo der Verkehr und die Menschen die dringendste Entlastung benötigen und wo ein leistungsfähiges Verkehrsnetz besonders notwendig ist. Ausschlaggebend wird vielmehr, ob es sich um eine Autobahn oder Bundesstraße handelt, ob ein Neu- oder Ausbau vorgesehen ist und ob ein Projekt unter bestimmte gesetzliche Kategorien fällt.
Welche Folgen hat das? Plötzlich verliert über Nacht eine Ortsumgehung, die im Vordringlichen Bedarf eingestuft ist, ihre bisherige Priorität – sofern sie nicht als Autobahn oder vierstreifige Bundesstraße geplant ist. Die jahrelange Planung, die Bewertung des verkehrlichen Nutzens und die festgestellte Dringlichkeit verlieren an Bedeutung, wenn die neue Systematik andere Kriterien höher gewichtet. Das betrifft nahezu alle Ortsumgehungen in Deutschland.
Wer künftig nicht Gefahr laufen möchte, weit nach hinten zu rutschen, erhält einen Anreiz, Projekte entsprechend anzupassen. Aus zwei- oder dreistreifigen Ortsumgehungen könnten Autobahn-Neubauprojekte werden. Ressourcenschonende Ausbauten bestehender Straßen verlieren an Bedeutung, während neue Trassen bevorzugt werden – auch dort, wo ein Ausbau der vorhandenen Strecke ausreichen würde: Dann wird zwanzig Meter neben der alten Straße eben eine neue Autobahn gebaut. Statt die bestehende Infrastruktur sinnvoll weiterzuentwickeln, könnte künftig häufiger vierstreifig neu gebaut werden, auch wenn dies verkehrlich nicht erforderlich ist.
Damit besteht die Gefahr, dass der nächste Bundesverkehrswegeplan vor allem durch Autobahnneubauten geprägt wird: Ortsumgehungen werden durch Autobahnprojekte ersetzt, Ausbauten durch Neubauten, Bundesstraßenprojekte durch Autobahnprojekte – und die neue höhere Priorisierung ist dahin. Nicht die beste verkehrliche Lösung entscheidet dann über die Zukunft eines Projekts, sondern seine Einstufung innerhalb einer neuen Systematik.
Damit droht eine Verkehrspolitik, bei der nicht mehr der Nutzen für Menschen, Umwelt und Verkehrsfluss im Mittelpunkt steht, sondern formale Kriterien. Wenn dadurch unnötige Neubauten entstehen und vorhandene Infrastruktur nicht sinnvoll weiterentwickelt wird, bleibt am Ende nur ein Ergebnis: Pfusch bleibt Pfusch. Franz Fischer
Die Fahrt im Tretboot in Form eines Cabrios auf dem Stadtsee in Bad Waldsee verspricht bei den hochsommerlichen Temperaturen eine willkommene Abkühlung! Gesehen am 10. Juli von Eva Zitzl.
Bad Wurzach – Wie immer setzte sich um Schlag sieben Uhr der Heiligblutwagen von der in diesem Jahr wegen der Kirchturmsanierung bizarr erscheinenden St. Verena-Stadtpfarrkirche mit dem Kernstück des Glaubensfestes, der Heiligblut-Reliquie, den Pagen mit den Leidenswerkzeugen Christi sowie den Gardisten in altwürttembergerischer Uniform zum ersten Stationsaltar beim Schloss in Bewegung. Dort übernahm Abt Dr. Marianus Bieber OSB von der Benediktinerabtei Niederaltaich gemeinsam mit dem Salvatorianer-Provinzial Pater Friedrich Emde SDS die Reliquie aus den Händen von Pater Konrad Werder SDS.
Bad Wurzach (rei) – Der Klosterplatz ist beim Heiligblutfest der Hotspot am Nachmittag. Im Zelt wirtet die TSG, vor dem Zelt steht der Blutwagen, ein blumengeschmückter Landauer. Nachstehend Impressionen vom Heiligblutwagen, ein Kunstwerk für einen Tag. Genauer gesagt: bis 16.00 Uhr. Denn so lange darf man keine Blume entnehmen. Ab dann ist die Entnahme von Blumen erlaubt und in den Minuten vor 16.00 Uhr versammeln sich Dutzende von Blumenliebhabern an der Kutsche und warten auf 16.00 Uhr. Dann wird zugegriffen und die Blumen wandern in die Hände der Floristikfans. Eine junge Musikantin sagte: „Die lege ich aufs Grab von meinem Opa.“
Bad Wurzach (rei) – Nach der verregneten Lichterprozession am vergangenen Sonntag nun ein Bilderbuch-Wetter: hochsommerlich, durchweht von einem lauen Lüftle. Angenehm für Mensch und Tier. Gut tausend Pferde (gemeldet waren 1035), mehrere Tausend Pilger und ein Prediger, der das Kreuzesopfer Jesu in Bezug zur Jetztzeit brachte: die Bildschirmzeitung „Der Wurzacher“ wird das Heiligblutfest noch in Wort und Bild ausführlich darstellen. Unser Reporter Ui Gresser war in aller Frühe auf den Beinen und wird drei Berichte liefern: von der Reiterprozession, vom Blutfreitagsfrühstück und vom Pontifikalamt. Von der Bergpredigt mit Pfarrer Manuel Hammer wird Gerhard Reischmann berichten. Hier nun erste Foto-Eindrücke vom großen Fest:
Abt Dr. Marianus Bieber beim Einzug zum Pontifikalamt. Er trägt die Reliquie.
In Bad Wurzach aufgewachsen, nun Pfarrer in Ochsenhausen: Michael Schönball. Er ritt mit der Blutreitergruppe seiner Pfarrei.
Franziska hält den Abtsstab.
Das Bad Wurzacher Jugendrotkreuz hielt Getränke bereit.
Die Gebrüder Wahl. Beide haben als Stadtpfarrer gewirkt, Norbert (links) in Bad Wurzach, Wilhelm in Wangen.
Die gelb-weiße Fahne der Katholischen Kirche flattert auf dem eingerüsteten Kirchturm der Stadtpfarrkirche St. Verena ganz oben. Wer da wohl hinaufgestiegen ist, um den „Zachäus“ anzubinden?
Reute – Wie die Kernstadt, so durfte auch Reute seine urkundliche Ersterwähnung – war im gleichen Jahr (926) – würdig feiern. Genau genommens entstand die Ersterwähnung im Weißenburger Codex einen Tag nach der Erwähnung Waldsees, fand Stadtarchivar Michael Tassilo Wild heraus. Den Reutener Festakt am vergangenen Samstag (4.7.) gestalteten der Fanfarenzug Reute, Oberbürgermeister Matthias Henne, der Musikverein Reute-Gaisbeuren, Staatssekretär Raimund Haser, Stadtarchivar Wild, Ortsvorsteher Achim Strobel gemeinsam mit Josef Bösch und Max Huchler vom Arbeitskreis Heimatpflege der Solidarischen Gemeinde, der Kirchenchor Reute und der Chor Reutissimo unter der Leitung von Felicia Wieland, Generaloberin Maria Hanna vom Kloster Reute und die Dance Kids sowie die Jugendtanzgruppe Passion des TSV Reute unter Leitung von Annette Schreiber.
Isny (mp) – Isny bekommt eine Freiluftsporthalle. Nachdem der Gemeinderat in seiner Mai-Sitzung einstimmig grünes Licht für die Pläne gegeben hat, geht es für die Projektgruppe jetzt darum, die Finanzierung auf stabile Beine zu stellen.
Isny – Kinderfest – das heißt: vier Tage Ausnahmezustand in der alten Reichsstadt. Die Bildschirmzeitung „Der Isnyer“ gibt einen Überblick. Die Programmübersicht und den Text haben wir der Stadt-Webseite entnommen.
Unter dem roten Download-Balken in der rechten Spalte haben wir das ganze Programm im PDF-Format hinterlegt.
Unter dem roten Link-Balken in der rechten Spalte haben wir den reich bebilderten Artikel zum Festzug des Vorjahres (2025) hinterlegt.
Nachstehend die chronologischen Abläufe der vier Festtage:
Bad Wurzach – Am Freitag, 10. Juli, fand in Bad Wurzach das Heilig-Blut-Fest statt. Bei der seit 1928 stattfindenden Reiterprozession werden rund tausend Reiter und mehrere tausend Wallfahrer erwartet. Das Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach ist die zweitgrößte Reiterprozession in Mitteleuropa. Heuer stand die Musikkapelle Seibranz an der Spitze der Reiterprozession. Ihr folgten 62 Reitergruppen. An 62. Position standen die Blutreiter und Musikanten aus Dietmanns; sie bildeten diesmal die Nachhut. – Die Festschrift zum diesjährigen Heiligblut-Fest haben wir unter dem roten Download-Balken in der rechten Spalte hinterlegt. – Nachstehend die diesjährige Prozessionsordnung:
Dieser Tage fiel die Eschach in Leutkirch-Kernort teils trocken. Folge: viele tote Fische. Über-lebensräume für Wassertiere bieten derzeit noch die Stauanlagen von Wasserkraftwerken – mit tiefem Wasser drin. Die Bildschirmzeitung fragte dazu den Wasserkraftwerksinhaber und Diplomingenieur Josef Dennenmoser aus Uttenhofen.
Leutkirch – Mit einem festlichen Abend feierte das Hans-Multscher-Gymnasium am Samstag, 4. Juli, in der Leutkircher Festhalle den erfolgreichen Abschluss des Abiturjahrgangs 2026. Nachstehend die Namen der Absolventen:
Isny – Wegen des großen Festzugs am Kinder- und Heimatfest ist am Sonntag, 12. Juli, von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr die Innenstadt von Isny gesperrt: Ab Leutkircher Straße/Abzweigung Nordring über Bahnhofstraße, Wassertorstraße, Lindauer Straße, Karl-Wilhelm-Heck-Straße. Die Umleitungen sind ausgeschildert, überörtlich über B12 und L318.
Isny (mp) – Der neue Stadtseniorenrat Isny kann seine Arbeit für die kommenden drei Jahre aufnehmen. Bürgermeister Rainer Magenreuter bedankte sich während der konstituierenden Sitzung im historischen Sitzungssaal des Rathauses bei den fünf Mitgliedern für ihre Bereitschaft, sich um die Interessen der Seniorinnen und Senioren in Isny zu kümmern.
Leutkirch – Leichte Verletzungen hat ein 36-Jähriger am Mittwoch (8.7.) kurz vor 16.30 Uhr erlitten, als er im Rahmen eines Streitgesprächs von einer 17-Jährigen mit einem Messer angegriffen worden sein soll. Die beiden Beteiligten hatten sich ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge am ehemaligen Krankenhaus zu einer Aussprache getroffen.
Ravensburg – Neue Wohn- und Gewerbegebiete auf sensiblen Flächen, landwirtschaftlich genutzte Moorböden, Windkraft im Wald – die Konflikte, wie die Flächen in der Region Bodensee-Oberschwaben am sinnvollsten genutzt werden sollten, spitzen sich zu. Das Förderprojekt „Zukunft Flächennutzung“ des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben (RVBO) befasst sich mit genau diesem Thema. Am 7. Juli fand der Auftakttermin des Projekts statt. Hier die Mitteilung hierzu von Seiten des RVBO:
Wangen – August Braun, bedeutender Maler aus Wangen, wäre heuer 150 Jahre alt geworden. Am 10. Juli begibt man sich in Wangen auf Spurensuche. Günter Brutscher, Theologe, ehemaliger Schulleiter und ein sehr guter Kenner der hiesigen Sakralkunst, spricht über August Braun und seinen Neffen Josef Braun. Im Verbreitungsgebiet der Bildschirmzeitung gibt es Werke von Braun unter anderem in den Pfarrkirchen Arnach, Schloß Zeil und Rötenbach – und selbstredend vieles in Brauns Geburtsort Wangen.
Reute – Im Vorfeld des Brunnenfestes in Reute nutzten örtliche Vereine die Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und Einblicke in ihre Arbeit zu geben. Bei sommerlichen Temperaturen bauten die Beteiligten ihre Stände und Mitmachstationen auf und kamen mit Interessierten ins Gespräch. Ein Anziehungspunkt war der Stand des Sozialverband VdK Ortsverband Reute.