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Heiligblutfest-Bericht 3

Reitersegnung durch Abt Dr. Marianus Bieber

Foto: Uli Gresser
Am Schloss-Portal: Abt Dr. Marianus Bieber von der Benediktiner-Abtei Niederaltaich (Niederbayern) hält die Reliquie segnend in Händen. Ganz links Pater Konrad Werder, der seitherige Superior, der 48 Jahre nach seiner Primiz wieder im Blutwagen Platz nahm. Rechts neben Pater Konrad Pater Wolfgang Sütterlin, sein Nachfolger als Gottesberg-Superior. Das diesjährige Heiligblutfest ist seine Premiere. Ganz rechts Pater Dr. Friedrich Emde, der Provinzial der Salvatorianer, die 1928 das Heiligblutfest ins Leben gerufen hatten.
veröffentlicht am: 10.07.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Wurzach – Wie immer setzte sich um Schlag sieben Uhr der Heiligblutwagen von der in diesem Jahr wegen der Kirchturmsanierung bizarr erscheinenden St. Verena-Stadtpfarrkirche mit dem Kernstück des Glaubensfestes, der Heiligblut-Reliquie, den Pagen mit den Leidenswerkzeugen Christi sowie den Gardisten in altwürttembergerischer Uniform zum ersten Stationsaltar beim Schloss in Bewegung. Dort übernahm Abt Dr. Marianus Bieber OSB von der Benediktinerabtei Niederaltaich gemeinsam mit dem Salvatorianer-Provinzial Pater Friedrich Emde SDS die Reliquie aus den Händen von Pater Konrad Werder SDS.

48 Jahre nach der Primiz

Pater Konrad ist der seitherige Superior des Gottesberges und ebenfalls ein langjähriger Blutreiter. Er durfte 48 Jahre nach seiner Primiz wieder im Blutwagen Platz nehmen und das Fest damit aus einer ganz besonderen Perspektive kennenlernen. Gemeinsam mit einem Ministranten und – erstmals – einer Ministrantin. Auf dem rund acht Kilometer langen Prozessionsweg mit den Stationsaltären beim Josenhof, in Truschwende und in Reinstein durfte er mit der Reliquie die Felder und Fluren am Prozessionsweg rund um Wurzach segnen. Bei den Stationsaltären machte der Blutwagen, begleitet von den Gardisten und den Mitgliedern des Großen Handwerks, jeweils für eine kurze Andacht Halt. Die Musikkapelle Molpertshaus sorgte an allen drei Außenaltären für die würdevolle musikalische Begleitung.

Beim Schloss segnete Abt Marianus Bieber die erste, aus Richtung Biberacher Straße, Ravensburger Straße und Breite kommende Abteilung der Reiterprozession. Die zweite Abteilung, die ihren Segen dann am Fuße des Gottesberges erhielt, kam danach aus dem östlichen Teil der Stadt von der Vorstadtstraße, der Memminger Straße und der Kirchbühlstraße und zog über die Schulstraße zum Rathaus, wo die Prozession der 62 Reitergruppen mit 1000 Pferden in Richtung Mühltorstraße und Achbergstraße und Richtung Truschwende abbog. In der Stadt begleitet von 23 Musikkapellen, die später bei der Rückkehr die Reitergruppen wieder hinab in die Stadt musikalisch begleiteten.

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Das musikalische Geleit beim Gang von der Stadtpfarrkirche und beim Pontifikalamt oblag der Stadtkapelle unter der Leitung von Petra Springer. Die beiden Tribünen, am Rathaus die der Ehrengäste, ihnen gegenüber die der langjährigen Blutreiter-Veteranen und Musikanten,  waren beide sehr gut besetzt.

Während die Musikanten beim Festzelt der TSG-Fußballer ihr erstes Frühstück einnehmen konnten, wurde die Geistlichkeit bei den Salvatorianern im Rentamt verköstigt. Die Ehrengäste und Veteranen wiederum trafen sich beim Frühstück im Panorama-Saal-des „Torfstecher“ – vulgo: im Kur-Saal – zum „politischen“ Frühstück (hierzu kommt ein gesonderter Bericht).
Text und Fotos: Uli Gresser

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