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Dieser Tage fiel die Eschach in Leutkirch-Kernort teils trocken. Folge: viele tote Fische. Über-lebensräume für Wassertiere bieten derzeit noch die Stauanlagen von Wasserkraftwerken – mit tiefem Wasser drin. Die Bildschirmzeitung fragte dazu den Wasserkraftwerksinhaber und Diplomingenieur Josef Dennenmoser aus Uttenhofen.
Frage 1
Die Eschach im Bereich Kernstadt Leutkirch war die vergangenen Tage zum Teil ausgetrocknet. Das bedeutete den Tod vieler Fische. In Staubereichen von Wasserkraftanlagen unserer Gegend steht teils noch tiefes Wasser. Also Platz für Fische. Kann man sagen, dass Wasserkraft so Fische rettet?
Antwort von Josef Dennenmoser: Mit Sicherheit.
Frage 2
Beispiele – wo in unserer Gegend?
Josef Dennenmoser: Ex-Fackler-Stausee Urlau, Wuhrmühle Kißlegg, Rotis.
Frage 3
Demnach wäre es richtig, zu sagen, dass ein Abbau von Wasserkraftanlagen folglich auch Fische tötet?
Josef Dennenmoser: In manchen Bereichen mit Sicherheit. Zum Beispiel bei „renaturierten“ Bächen und Flüssen.
Frage 4
Warum?
Josef Dennenmoser: Weil dort das Wasser schneller abfließt, nachdem die Stauwehre beseitigt worden sind. Dann gibt es dort auch kaum noch „Gumpen“, wo sich Fische aufhalten können.
Frage 5
Gab es früher mehr Wasserkraftanlagen im schwäbischen Oberland?
Josef Dennenmoser: Ja. Als Beispiel: An der oberen Eschach oberhalb von Urlau mindestens sechs. Und heute sind’s noch zwei.
Frage 6
Wo wurden im Raum Leutkirch in den vergangenen 30 Jahren Wasserkraftanlagen abgebaut?
Josef Dennenmoser: Emerlander Mühle und Schmidsfelden. Jahre zuvor auch die Friesenhofen Säge.
Die Fragen stellte Julian Aicher
Diplomingenieur Josef Dennenmoser aus Leutkirch-Uttenhofen ist Inhaber von drei Wasserkraftanlagen. Diese hatte Dennenmoser wieder aktiviert. Eines davon in Gemeinschaftsbesitz. Ein weiteres im Allgäu.
Transparenzhinweis: Bildschirmzeitung-Reporter Julian Aicher ist Inhaber des Wasserkraftwerks Rotismühle.



























