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exakt 50 Jahre her

Sigrid und Dieter Schulz feierten Goldene Hochzeit

Foto: Uli Gresser
Bürgermeisterstellvertreter Klaus Schütt gratuliert Sigrid und Dieter Schulz zur Goldenen Hochzeit.
veröffentlicht am: 17.06.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Wurzach – Am 12. Juni waren es exakt 50 Jahre her, dass sich Sigrid Sofie und Dieter Paul Schulz das Ja-Wort gaben. Bürgermeisterstellvertreter Klaus Schütt überbrachte dem Jubelpaar die Glückwünsche der Stadt Bad Wurzach.

Klaus Schütt überbrachte die Glückwünsche und einige Geschenke der Stadt. Und eine Glückwunsch-Urkunde vom erst vor kurzem in sein Amt eingeführten neuen Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Cem Özdemir.

Das Paar lernte sich 1974 kennen, weil Paul Schulz gemeinsam mit dem Bruder von Sigrid, die aus Gaisbeuren stammt, in Ausbildung war. Bei einem der vielen Treffen, die nach der Ausbildung stattfanden, funkte es dann zwischen den Beiden und so wurde am 12.06. 1976 dann „bei wunderbarem Wetter“, wie sich die beiden erinnern, geheiratet.

Was allerdings aus verschiedenen Gründen gar nicht so einfach war. Denn Sigrid war zum Hochzeitstermin noch nicht 18 Jahre alt, sie feierte erst im Oktober ihren 18. Geburtstag. Sie benötigte also die Einwilligung der Brautmutter, einer Witwe. Und um sich vom damaligen Stadtpfarrer Matthias Mayer in Bad Wurzach kirchlich trauen zu lassen, brauchte das Paar zusätzlich einen „Brautunterricht“ beim Kollegen in Reute und ein Einwilligungsformular für Pfarrer Mayer. Damals war es Vorschrift, dass im Heimatort der Braut die kirchliche Trauung stattfand. „Es war gut, dass der Reutener Pfarrer zur Maiandacht musste, “ erinnert sich Dieter Schulz an die nicht eben freundliche Atmosphäre bei diesem Gespräch. Und so wurde dann an diesem 12. Juni um 9.00 Uhr standesamtlich und um 11.30 Uhr in Bad Wurzach in St. Verena kirchlich geheiratet. Eine weitere Schwierigkeit musste auch im Vorfeld überwunden werden: Das Paar stieß bei der Wohnungssuche schon vorab auf Widerstand: „Ohne Trauschein – keine Wohnung.“

Der Wurzacher Dieter Schulz fuhr am Anfang mit dem Moped und später mit dem Auto, einem uralten Käfer, nach Gaisbeuren. Dazu hat der „Bräutigam“, der noch immer und auch gerne für Ehrmann Reisen Bus fährt, auch gleich eine Geschichte parat: „Mein Lehrherr hat sich darüber echauffiert, dass ich schon als Lehrling mit einem Auto zur Arbeit kam.“ Einem Auto, für das er sehr lange und intensiv gespart hatte. Man traf sich also regelmäßig bei ihr zu Hause. „Wir waren eine Clique von 10 oder 12 Leuten. Meine Mutter war eine junggebliebene Witwe, die uns fast alles erlaubte (außer Alkohol) und bei vielem selbst dabei war. Ich möchte diese Zeit nicht missen, “ erinnert sich Sigrid, die bis zur Rente 25 Jahre bei Myonic in Leutkirch gearbeitet hat, gerne an diese lustige Zeit.

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Dieter Schulz hat seine Frau auch bald dazu gedrängt, den Führerschein zu machen, was ihr lange Zeit als unnötig erschienen war. Heute ist sie sehr froh darüber.

Aus der Ehe gingen zwei Kinder, eine Tochter und ein Sohn und sechs Enkelkinder, jeweils drei Mädchen und drei Jungen, hervor. „Die Enkelkinder schauen gerne bei Opa und Oma vorbei.“

Heute, nach fünfzig glücklichen Ehejahren, sinniert Sigrid Schulz darüber nach, dass es wohl Schicksal war, wie sie ihren Mann kennengelernt hatte, als dieser mit ihrem Bruder in die Lehre gegangen ist.

Die große Familienfeier zu ihrer goldenen Hochzeit wird dann im Juli steigen, wenn alle Ferien beziehungsweise Urlaub haben werden.

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