Dietmanns – Den ganzen Freitag über war es trocken geblieben, doch als es in Dietmanns beim Festzelt des Frühlingsfestes an diesem Freitagabend (15.05.) Zeit für den Jubiläumsgesamtchor wurde, musste rasch gehandelt werden. Markus Riß und Bernd Butscher und ihr Organisations-Team ließen die Musiker der 14 Kapellen nicht im Regen stehen.
Die Schilder für die einzelnen Register waren schon aufgestellt, auch die Technik hatte Bernd Butscher schon auf dem Dirigentenwagen installiert, doch exakt zu der Zeit, wo die Musikanten sich aufstellen sollten, kam der Regen. Die Dietmannser Organisatoren wären nicht die Dietmannser, wenn sie nicht dafür einen Plan B gehabt hätten. Also wurde es im Zelt erst einmal richtig kuschelig: Die rund 500 Musikanten füllten mit ihren Instrumenten einfach die vordere Hälfte des Zeltes vor der Bühne.
Auf der Bühne versammelte sich blasmusikalische Kompetenz: Neben dem Kreisverbandvorsitzenden Rudi Hämmerle ließen sich dessen Stellvertreter Dagmar Drumm und Klaus Wachter, Walter Engeser, der stellvertretende Kreisvorsitzende des Blasmusikkreisverbandes Biberach sowie die drei Dirigenten, die in der jüngeren Vergangenheit der 180jährigen Geschichte des Musikvereines Dietmanns die musikalischen Geschicke des Vereins leiteten: Neben Anja Vincon und dem aktuellen Dirigenten Florian Renz war dies Wolfgang Huber, der wie seine Nachfolger die Kapelle viele Jahre dirigiert hatte.
Dazu gesellte sich noch geballte Politprominenz: MdB a.D. Josef Rief ließ sich kaum ein Frühlingsfest der Dietmannser entgehen. Auch der frischgekürte Staatssekretär im Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg, Raimund Haser, der just an diesem Tag dort seinen ersten Arbeitstag hatte, ist immer ein gern gesehener Gast beim Traditionellen Dietmannser Frühlingsfest.
Bürgermeisterstellvertreter Klaus Schütt war ebenso gekommen wie natürlich – qua Amtes – die Ortsvorsteherin Monika Ritscher. Eine wichtige Besucherin war auch Petra Greiner, die beim LEADER-Programm auch über Projekt-Zuschüsse mitentscheidet. Und natürlich der Organisationsleiter des Festes, Markus Riss sowie das aktuelle Vorstandsteam mit Petra Kibler, Christina Weißenberger und Thomas Berle.
Mit dem Bozener Bergsteigermarsch, energisch dirigiert von Anja Vincon, stiegen die Musiker der 14 Kapellen nach einem wie immer humorvollen Grußwort des Kreisverbandsvorsitzenden Rudi Hämmerle in das Programm ein. Wolfgang Huber übernahm für das nächste Stück, die Polka „Wir Musikanten“ den Dirigentenstab. Danach sprachen Klaus Schütt, der auch die Jubiläumsgabe der Stadt dabei hatte, und Monika Ritscher ihre Grußworte. Beide zeigten sich sehr beeindruckt von dem überwältigenden Anblick, der sich ihnen bot. Als dritter Dirigent durfte der aktuelle musikalische Leiter des Geburtstagskindes, Florian Renz, die Peter Schad-Polka „Jubiläumsklänge“ dirigieren. Ihm war es auch vorbehalten, die 500 Musiker zum Musikantengruß aufzufordern.
Die Zugabe schließlich mit dem bezeichnenden Titel „Beim Frühlingsfest“ durfte schließlich der Komponist und gebürtige Dietmannser Bernd Butscher dirigieren.
Dieser war dann auch im Anschluss gemeinsam mit seinen Mühlenfestmusikanten stark gefordert: Denn wie es sich für ein Musikfest gehört, gab es noch einen zünftigen Fahneneinzug, der vom Vorstandstrio kommentiert, von Butscher und seinen Mühlenfestmusikanten musikalisch begleitet wurde.
Insgesamt 16 Fahnenabordnungen wurden vom Spalier der auf den Bänken stehenden Musikanten frenetisch auf ihrem Weg nach vorne zur Bühne angefeuert. Den Auftakt machten die Dietmannser Blutreiter, gefolgt von der Fahnenabordnung des heimischen Kriegervereins. Die erste Fahne einer Musikkapelle war diejenige der Ziegelbacher Musikanten, gefolgt von derjenigen aus Willerazhofen und der Fahnenabordnung aus Unterschwarzach und der aus Seibranz. Aus dem Landkreis Biberach vertreten waren die Musikkapellen aus Mühlhausen, Ellwangen und Eberhardzell. Aus der Großgemeinde mit dabei waren Hauerz, Haidgau, Eintürnen, Eggmannsried und die Stadtkapelle Bad Wurzach.
Den Abschluss bildete das Geburtstagskind, das nach der Fahnenabordnung von Arnach in das Zelt einmarschierte. Gemeinsam mit den Mühlenfestmusikanten, der in klassischer Blasmusik-Besetzung angetretenen Gruppe Quattro Poly, die danach und zum Ausklang des Abends für beste Stimmung bei den Musikanten und Gästen sorgten.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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