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Blutspenderehrung des DRK Bad Wurzach

Erich Bixenmann hat 150-mal sein Blut gegeben

Foto: Uli Gresser
Sie dienen den Nächsten, indem sie ihr Blut geben.
veröffentlicht am: 12.06.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Bad Wurzach – Die Stadt Bad Wurzach und der DRK-Ortsverein hatten alle Mitbürger eingeladen, die 10-, 25-, 50-, 75-, 100-, 125- und 150-mal ihr Blut gespendet haben, um damit kranken und verletzten Mitmenschen zu helfen. Für 150-maliges Blutspenden wurde Erich Bixenmann geehrt. Bereits seit 1962 werden in Bad Wurzach Blutspenden durchgeführt.

Bürgermeisterstellvertreter Karl-Heinz Buschle und die DRK-Ortsvereinsvorsitzende Petra Greiner freuten sich, auch in diesem Jahr wieder langjährige Blutspender im Rahmen einer kleinen Feierstunde im DRK-Heim ehren zu dürfen. 

„Für mich ist diese Veranstaltung jedes Jahr etwas ganz Besonderes. Denn heute stehen Menschen im Mittelpunkt, die sich über viele Jahre mit großer Selbstverständlichkeit für andere einsetzen. Menschen, die helfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, die Verantwortung übernehmen, ohne zu wissen, wem ihre Hilfe eines Tages zugute kommen wird,“ sagte Greiner in ihrer Begrüßung.

Die eingeladenen Spender hatten insgesamt 1700 Blutspenden geleistet, bei etwa einem halben Liter Blut pro Spende ergebe das über 850 Liter gespendetes Blut. „Blut kann nicht künstlich hergestellt werden. Es gibt dafür keinen Ersatz. Greiner rechnete vor, dass für eine größere Standardoperation mindestens vier Blutkonserven benötigt werden, also vier Spender erforderlich seien.

Täglich werden rund 15.000 Blutspenden benötigt

Die eingeladen Spender seien Vorbilder – gerade auch für die jüngere Generation. Der Bedarf an Blutkonserven sei ungebrochen, täglich würden rund 15.000 Blutspenden benötigt. Leider nehme die Bereitschaft, Blut zu spenden, immer mehr ab. „Sie zeigen seit vielen Jahren eindrucksvoll, wie gelebte Solidarität aussieht.“ Sorgen bereite vielmehr die Frage, wer in Zukunft – also in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren – die Blutkonserven bereitstellen, die unsere Krankenhäuser dringend benötigen? „Wer wird Verantwortung übernehmen, wenn die Generation der heutigen Mehrfachspender irgendwann nicht mehr spenden darf?“ Denn die Blutversorgung sei kein Thema, das nur dann wichtig werde, wenn die Reserven knapp werden: „Sie ist jeden einzelnen Tag wichtig!“

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Wie wichtig, zeigte sich bereits an diesem Tag, als nämlich die Helfer des DRK Bad Wurzach und des Kreises zu einem sehr schweren Verkehrsunfall mit mehreren sehr schwer verletzten jungen Leuten gerufen worden waren.

Aber zur Blutspende gehörten nicht nur die Spender, sondern auch Menschen, die diese Aktionen organisieren und durchführen. Daher wurde neben Frank Fässler, der die Aktionen in Bad Wurzach organisiert auch Christa Kaiser-Angele, die die Blutspendeaktionen in Seibranz organisatorisch verantwortet, mit einem Präsent geehrt.

Karl-Heinz Buschle, der gemeinsam mit seiner Frau auch selbst regelmäßig zur Blutspende geht, betonte in seinem Grußwort in seiner Funktion als Stellvertreter der Bürgermeisterin: „Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn Blut ist etwas lebendiges.“ Auch er wies auf die Wichtigkeit der Blutspende hin. Umfassende Hilfe sei nur gewährleistet, wenn regelmäßig gespendet werde. „Sie haben mit ihren Spenden Leben gerettet.“ Leider sei es in der heutigen schnelllebigen  und freizeit-orientierten Welt so, dass immer weniger Menschen bereit seien, freiwillig Opfer zu bringen, wie etwa Blut zu spenden. „Sie haben das Gegenteil bewiesen und ich meine, das ist aktive Nächstenliebe. “ Dafür sprach er den Spendern den Dank der Stadt aus. Sein Dank ging auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer beim DRK, ohne die die Aktionen nicht möglich wären. Die Spender erhielten neben einer Urkunde und einer Ehrennadel Präsente vom DRK sowie der Stadt überreicht.

Die Geehrten

Für 10maliges Blutspenden wurden ausgezeichnet: Kathrin Binder, Alexandra Fetscher, Hannah Futscher, Emine Kalin, Umit Kilic und Wolfgang Müller. 

Für 25 Blutspenden wurden geehrt: Franz Merk, Alois Sauter, Nadine Zacharias. Für Alois Sauter hat Blutspenden auch eine positive Seite für die eigene Gesundheit: er verglich es mit einem Ölwechsel etwa beim Auto.

Bereits für 50 Blutspenden geehrt wurden: Markus Angele, Stephanie Bachmann, Erika Schwarz, Klaus Sigg und Hubert Weishaupt.

75 wertvolle Blutkonserven haben gespendet: Wolfgang Gebauer, Martina Kibler, Marika Mackrodt und Bärbel Nadig.

Die enorme Zahl von 100mal Blutspenden hatten erreicht:  Hubert Brauchle, Joachim Braun, Margarethe Adelheid Räth, Hubert Reichle und Andreas Schichan.

Gar 125mal gespendet hat Manfred Mönig.

Blutspenderkönig mit der sehr seltenen Anzahl von 150 Blutspenden war an diesem Abend Erich Bixenmann.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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