Der Kurbetrieb wird seine Rechtsform wechseln
Bad Wurzach (rei) – Der Tagesordnungspunkt 6 der Gemeinderatssitzung am Montag, 15. Juni, hatte es in sich: Änderung der Rechtsform beim Städtischen Kurbetrieb, der in den Jahren 2023 und 2024 Verluste von insgesamt 1,9 Millionen € eingefahren hat und nach wie vor rote Zahlen schreibt. Bisher ist der Kurbetrieb – seit einigen Jahren geführt unter der Marke „FeelMOOR“ – als Eigenbetrieb der Stadt organisiert. Der Eigenbetrieb unterhält ein Hotel, ein Restaurant, die FeelMOOR-Therme mit Sauna, ein Fitnessstudio sowie ärztliche Einrichtungen. Gestern nun hat der Gemeinderat entschieden, den Kurbetrieb in eine GmbH überzuführen. Hierfür hatte die Rechtsanwalts- und Steuerberatungsgesellschaft Baker-Tilly im Auftrag von Gemeinderat (Beschluss am 18. Mai 2026 in nichtöffentlicher Sitzung) und Verwaltung ein Konzept erarbeitet. Das Konzept sei mit dem designierten Bürgermeister Florian Schiller abgestimmt, wurde in der Sitzung von Stadtkämmerer Stefan Kunz betont. Er stellte das Konzept, das seit Monaten nichtöffentlich beraten wurde, im Gemeinderat vor. Der Wechsel der Rechtsform entbindet die Stadt aber nicht von der Verpflichtung, für die Verluste des Kurbetriebes vorerst weiterhin geradezustehen.
Ein ausführlicher Bericht über den weitreichenden Grundsatzbeschluss folgt.






