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Im Kursaal des Torfstechers

Konzert der Egerländer Musikanten begeisterte das Publikum

Foto: Ulrich Gresser
veröffentlicht am: 15.05.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Wurzach – In schöner Regelmäßigkeit treten die Egerländer Musikanten der Stadtkapelle Ochsenhausen um ihren musikalischen Leiter Werner Hutzel im Kursaal in Bad Wurzach auf und haben sich damit hierzulande mit ihrer Musik eine treue Fangemeinschaft geschaffen.

Am zweiten Maisamstag (09.05.) war es wieder einmal soweit: Werner Hutzel und seine Egerländer Musikanten traten wieder einmal im Kursaal des Torfstechers in Bad Wurzach auf. Gleich drei Musiker aus der Großgemeinde waren dabei mit von der Partie: Anja Vincon an der Klarinette aus Bad Wurzach, Roland Schuppan und Herbert Rodi spielen auch in Hauerz Flügelhorn.

Das Orchester eröffnete den Auftritt mit dem „Andulka Marsch“, dem Hutzel und seine Musiker die Original Ernst Mosch Polka „Sterne der Heimat“ folgen ließen, bei der Werner Hutzel und Sängerin Margit Schiele erstmals zum Mikrophon griffen. So wie bei vielen anderen Polkas wie „Mondschein an der Eger“ oder der „Lieblingspolka“. „Ich möchte so gern Trompete spielen“, heißt eine relativ neue Komposition von Peter Schad, bei der sich Werner Nothelfer mit seiner Trompete gemeinsam mit Sängerin Margit Schiele als Solist auszeichnen konnte.

Werner Hutzel bewies auch ein gerüttelt Maß an Selbstironie, als er die Polka „Hutzelmännle“ mit ins Programm nahm. Denn als solches wird im Schwäbischen gemeinhin ein älteres, runzliges Männchen bezeichnet. Beide Attribute treffen auf den Dirigenten der Egerländer jedoch nicht zu …

Moderiert von Richard Nothelfer

Richard Nothelfer, der Ansager der Gruppe, konnte einige Informationen Anekdoten zu den Titeln beisteuern – die meisten stammen aus aus dem Repertoire von Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten oder von dessen Nachfolger Ernst Hutter. Mosch selbst war zweifellos auch für die Ochsenhausener Egerländer einst das große musikalische Vorbild.

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2025 wurde der 100. Geburtstag von Ernst Mosch mit einer Tournee von Ernst Hutter mit den Original-Egerländer Musikanten gefeiert. Gleichzeitig war es die Abschiedstournee von Ernst Hutter. Er übernahm damals nach dem Tod von Ernst Mosch die Leitung des weltberühmten Orchesters und gab diese nun 2025 in jüngere Hände weiter.

Mit „Carpe diem“, dem Konzertmarsch von Alexander Pfluger, frei übersetzt bedeutet das: „Genieße den Tag“, starteten die Egerländer in den zweiten Teil. Immer wieder streute Werner Hutzel Stücke aus der Feder von Peter Schad ein, so die Kuschelpolka oder den selten gespielten Walzer „Der alte Lindenbaum“ oder im dritten Teil die Polka „Ewig Schad.“ Aber auch einige andere Komponisten aus der Region kamen zu Ehren.

Die Steeephans-Polka oder der Küsschen Walzer stammen von Alexander Pfluger. Von Michael Kuhn, einem gebürtigen Seibranzer, Flügelhornist bei den Oberschwäbischen Dorfmusikanten stammt die Polka „B wie böhmisch“. Ebenfalls von Kuhn stammt das Arrangement der Polka „Ein junger Egerländer“. Wer kennt sie nicht, die Polka „Böhmischer Traum“, mit der Norbert Gälle einen Klassiker der Blasmusik geschaffen hat, der rund um den ganzen Erdball bekannt sein dürfte und den die Egerländer an diesem Abend als erste Zugabe präsentierten. Das Arrangement von „Unser Bänkchen“ und „Musikantenfrauen“ stammt ebenfalls von Gälle.

Die Uhr zeigte inzwischen fast 23.00 Uhr, als das Gesangs-Duo Hutzel / Schiele für die zweite Zugabe „Bis bald auf Wiedersehen“ – einem echten Ernst Mosch-Titel – zum letzten Mal zum Mikrophon griffen.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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