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Fronleichnam

Große Beteiligung an Fronleichnamsgottesdienst und -prozession

Foto: Uli Gresser
Die Prozession auf dem Weg von der Eucharistiefeier zu den Altären in der Parkstraße.
veröffentlicht am: 04.06.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Bad Wurzach – Die überwältigende Beteiligung von Vereinen und Gläubigen am diesjährigen Fronleichnamsgottesdienst und der anschließenden Prozession durch die Stadt zu den drei Stationsaltären beim Schloss, bei St. Hedwig und gegenüber der ehemaligen Spitalkapelle ließ Stadtpfarrer Stefan Maier geradezu euphorisch das diesjährige „Hochfest des Leibes und Blutes Jesu“ feiern.

Die Stadt hatte sich mit der Wurzacher Trikolore in Rot, Gelb und Blau herausgeputzt, als Stadtpfarrer Stefan Maier, Martin Tapper als Vertreter der Stadtverwaltung, gemeinsam mit den Gemeinderäten mit der Stadtfahne sowie den Fahnen-Abordnungen von großem Handwerk, der Landjugend, der Stadtkapelle, des Liederkranzes, der TSG, der Blutreiter und der Feuerwehr von der Stadtkapelle bei idealem Sommerwetter vom Treffpunkt beim Rathaus zur Eucharistiefeier in die Konzertmuschel beim Kurhaus geleitet wurden.

Mit seinen großen festinstallierten Sonnenschirmen bot die Konzertmuschel den Hauptakteuren Pfarrer, Ministranten, Stadtkapelle, Kirchenchor und Kommunionkinder guten Sonnenschutz. Die Stadtkapelle mit ihrer Dirigentin Petra Springer und der Kirchenchor unter der Leitung von Robert Häusle sorgten beim Gottesdienst an der Konzertmuschel und während der Prozession für den feierlichen musikalischen Rahmen.

Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Schon in seiner Begrüßung brachte Pfarrer Maier seine Freude über dieses Hochfest der Katholiken deutlich zum Ausdruck: Fronleichnam: Hochfest des Leibes und Blutes Christi. „Wenn man´s mal durchdrungen hat, dann wird man sagen können: ,Was für ein grandioses Fest!´“ Dazu zitierte er den im vergangenen Jahr gewählten Papst Leo: „Der größte Fehler, den wir als Christen begehen können, besteht darin, so zu tun als bestünde die Gnade Christi in seinem Beispiel und nicht in der Gabe seiner Person. Wie oft haben wir diese Wahrheit vergessen und das christliche Leben als eine Reihe von Vorschriften dargestellt, die es zu befolgen gilt, und die wunderbare Erfahrung der Begegnung mit Jesus Christus, durch eine moralische Religion ersetzt, die schwer, unattraktiv und in gewisser Weise in der Konkretheit des täglichen Lebens unerreichbar ist.“

„Leib und Blut Christi werden uns gegeben, damit wir selber Leib Christi, blutsverwandt mit ihm werden.“

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In seiner Predigt nahm das Evangeliumswort vom Wunder der Brotvermehrung auf. Die 5000 Männer und all die anderen, Frauen und Kinder, folgten ihm an den abgelegenen Ort. Diese seien „hungrig“, nämlich sinnhungrig gewesen. Sie erhofften sich etwas von diesem Jesus, der sie „zeichenhaft“ sättigt. Er stillt ihren Sinnhunger etwa mit Antworten auf Fragen wie „Was soll in meinem Leben zählen? Worauf kommt es an?“ Das wird deutlich, wenn er sagt: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Das Brot, das ich geben werde ist mein Fleisch – ich gebe es hin für das Leben der Welt.“ Die Frage, die sich die Anhänger Jesu damals stellten und über die auch wir nachdenken sollten: „Wie kann er seinen Leib austeilen und sein Blut?“ Er tat dies, indem er so seinen Tod vorwegnahm. Dieser war von außen betrachtet eine brutale Hinrichtung, von innen her ist er ein Akt der Lebenshingabe , ein Akt der Liebe, die eigentliche Wandlung: Gewalt wird in Liebe umgewandelt. Denn wenn das geschehe, werde der Tod von innen her entmachtet, wandele sich Tod in Leben.

Nach dem Empfang der Kommunion, jenem gewandelten Brot, zum Abschluss der Eucharistiefeier und dem Segen mit der Hostie in der Monstranz, führte der Prozessionsweg zu den geschmückten Stationsaltären bei den Wachhäuschen vor dem Schloss, zum Eingang von Haus St. Hedwig und beim Modehaus Michelberger gegenüber der ehemaligen Spitalkapelle. Dort gab der Pfarrer jeweils nach einer kurzen Lesung und einem Lied des Kirchenchores mit der Monstranz den Segen, um danach gemeinsam mit den Gläubigen die Prozession in  St. Verena zu beenden.

Zurück in der Kirche gab Stadtpfarrer Stefan Maier den letzten Segen der Fronleichnamsprozession in lateinischer Sprache: „Panem de caelo praeistitisti eis!  Brot vom Himmel hast Du ihnen gegeben! “ Worauf die Gemeinde antwortete: „Omni Delectamentum in se habentem, Das alle Erquickung in sich trägt!“ 

Zum Abschluss dankte er allen Beteiligten und Helfern. Mit dem zu einem jeden Festgottesdienst gehörenden „Großer Gott wir loben Dich“ endete der liturgische Teil der Prozession, ehe die Stadtkapelle musikalisch die Fahnen- und Vereinsabordnungen wieder zurück zu ihrem Startpunkt beim Rathaus geleitete.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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