Arnach – Erfreulich stark war der Besuch des Fronleichnamsfestes in Arnach. Zelebrant war heuer Pater Mariusz vom Gottesberg. Vier Altäre waren aufgebaut und geschmückt worden – eine Leistung, zu der viele fleißige Hände beitrugen. Das farbenfrohe Glaubensfest, zu dem die fahnentragenden Arnacher Vereine angetreten waren, wurde vom Musikverein und vom Kirchenchor sowie dem Organisten Markus musikalisch gestaltet. Am Schluss der zweistündigen Liturgie dankte Pater Mariusz allen, die in irgendeiner Weise zur so gelungenen Gestaltung des Arnacher Fronleichnamstages beigetragen hatten.
Links vom Tabernakel stand die barocke Strahlen-Monstranz, unbeachtet, noch ohne eingesetzte Hostie. Bevor Pater Mariusz zur Predigt ansetzte, ging er zurück zum Hochaltar, ergriff die Monstranz und stellte sie demonstrativ auf den Volksaltar. Dann begann er zu sprechen: „Die Könige dieser Welt tragen Kronen. Gefertigt aus Gold und Silber, geschmückt mit Edelsteinen. Auch wir Christen haben so etwas wie eine Krone.“ Es sei die Monstranz, „die Krone des Glaubens“. Wenn am Ende des Gottesdienstes die konsekrierte Hostie in das Schaugefäß eingesetzt werde, dann berge die Monstranz das Kostbarste, das Allerheiligste, wertvoller als alle Edelsteine dieser Welt. In dem kleinen Brot, das dort zu sehen sei, sei die Rettung, das Heil. „Das ist die Speise für das ewige Leben.“
Als am Ende der Eucharistie dann in das bis dahin leere Schaugefäß die konsekrierte Hostie eingesetzt wurde, sang die Gemeinde: „Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir. Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier. Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir, doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir.“
Dann, das Lied Thomas von Aquins im Ohr, zogen die Gläubigen hinaus auf die Straße, um den Glauben vor der Welt zu bekennen. An jedem der vier Altäre wurde ein Evangeliumsabschnitt gelesen, erklang ein Lied des Kirchenchores (Leitung: Thomas Räth), wurde der Segen gespendet. Auf den Wegstrecken zwischen den Altären intonierte der Musikverein Fronleichnamschoräle.

Der 1. Altar, aufgebaut von Klaus und Monika Schneider. Den Blumenteppich legten die Ministranten, angeleitet von den Oberministranten Anton Baumann und Gabriel Grad. Foto: Gerhard Reischmann

Der 2. Altar am Feuerwehrhaus wurde geschmückt von Wally Kible und Anita Gut. Foto: rei

Der 3. Altar am Anwesen Gut wurde von Klaus und Wally Gut und Gerhard und Margit Fimpel geschmückt. Foto: rei

Den 4. Altar an der Bank schmücken traditionell die Erstkommunionkinder. Sie wurden angeleitet von Andrea Braun, Kathrin Natterer, Vicky Riedl, Johanna Schellhorn und Anja Wirth. Foto: rei
Zurück in der Kirche, positionierten sich Fahnen und Standarten im Chor, davor der Musikverein, dirigiert von Gerhard Längst. Mächtig aufbrausend erklang das „Großer Gott“, in das die ganze Gemeinde einstimmte.
Im Anschluss gab es einen Frühschoppen, ausgerichtet von der Soldaten- und Schützenkameradschaft. Im Zelt auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus saß man gerne zusammen. Eine Abordnung des Musikvereins spielte dazu auf.
Gerhard Reischmann
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