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Nachträge zur Gemeinderatssitzung am 27. Juli

Neue Computer im Schulzentrum

veröffentlicht am: 05.08.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Bad Wurzach – Im Schulzentrum sind fünf Computerräume sowie weitere Fachräume mit insgesamt 123 Computern ausgestattet. Die Computer waren in den Jahren 2016 bis 2018 beschafft worden. Eine notwendige Installation von Windows 11 kann auf diesen Rechnern nicht vorgenommen werden, deshalb müssen sie ersetzt werden. Die Ausgabe ist im Haushaltsjahr eingeplant. Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am 27. Juli der Beschaffung zu.

Das wirtschaftlichste Angebot habe die Firma TechniData IT-Service GmbH Markdorf vorgelegt; es liege mit netto 99.161,00 € um 5 % über den kalkulierten Kosten, damit aber noch in einem vertretbaren Rahmen. Dezernent Ulrich Möllmann fügte hinzu, dass die Stadt Bad Wurzach mit dem Unternehmen bereits gute Erfahrungen gemacht habe.

Stadträtin Petra Greiner (CDU) fragte nach, wie groß der Lieferumfang der Firma sei. TechniData liefere nur die Rechner. Die IT der Stadt installiert dann während der Sommerferien die Software und, falls es knapp werden sollte, während der Herbstferien. Möllmann zeigte sich zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werde, das gehe „nach Schema F“. Der Gemeinderat stimmte per einstimmigem Votum zu.

In Dietmanns mit Pellets über den Winter

Am 15. Juni 2026 hatte der Gemeinderat die Erneuerung der Heizung für Grundschule/Feuerwehr/OV/MZH Dietmanns beschlossen. Um die Wärmeversorgung für den nächsten Winter sicherzustellen, war beschlossen worden, zunächst zum schnellstmöglichen Zeitpunkt eine Pelletsheizung einzubauen, die später im Verbund mit Wärmepumpen die Wärmeversorgung sicherstellen soll. Der Einbau der Pelletsheizung soll ab Anfang August erfolgen und bis Mitte September (Schuljahresbeginn) fertiggestellt sein. Die Ausschreibung für die Wärmepumpen für die Mehrzweckhalle soll im Herbst/Winter erfolgen, die Vergabe bald danach.

Stadtbaumeister Andreas Heine-Strahl stellte das Ergebnis der beschränkten Ausschreibung für die Pelletsheizung vor. Den Zuschlag habe die Fa. R. Dieing GmbH aus Argenbühl-Christazhofen mit 91.521,16 € (brutto) bekommen. Das Angebot habe sogar um 4,66 % unter der vorberechneten Marke gelegen.

Bürgermeister Florian Schiller sieht zur vorgesehenen Variante keine Alternative. Rainer Deuschel (Grüne) erklärte, er freue sich, dass mit Pellets geheizt werde. Diese seien ja ein Abfallprodukt bei der Verwertung von Holz und damit ein nachwachsender Rohstoff. Die Dietmannser Ortsvorsteherin Monika Ritscher sagte, sie sei sehr dankbar, dass jetzt die neue Heizung so schnell umgesetzt werde. Die Zustimmung erfolgte einstimmig.

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Baurechtliche Änderung in Truilz

Die Aufhebung einer alten Abrundungssatzung im Ortsteil Truilz wurde bereits vom Ortschaftsrat Unterschwarzach befürwortet, berichtete Baurechtexperte Andreas Haufler. Die seit dem 18.04.1998 gültige Abrundungssatzung im westlichen Bereich von Truilz diente dem Zweck, auf einzelnen Grundstücke Wohnbebauung zu ermöglichen. Dieser Zweck sei inzwischen erfüllt worden, allerdings lässt die Satzung nur Wohngebäude, Garagen und Nebengebäude zu. Die Eigentümer eines Anwesens im Geltungsbereich der Satzung beabsichtigen, im ehemaligen Ökonomie-Teil ein Gewerbe mit dem Zweck Wohnmobile einzurichten. Das Anwesen war zum Zeitpunkt der Satzungsaufstellung bereits vorhanden – ohne Satzung wäre die jetzige Nutzungsänderung baurechtlich zulässig. Daher wurde von den Eigentümern ein Antrag zur Aufhebung der Satzung gestellt. Durch die Aufhebung der Satzung würde im Geltungsbereich gleiches Baurecht gelten, wie im restlichen Teil von Truilz. Neben Wohngebäuden wären damit auch landwirtschaftliche und gewerbliche Nutzungen zulässig. Die Planungskosten werden vom Antragssteller übernommen. Der Gemeinderat stimmte zu.

Einbau des Kindergartens in die Grundschule Seibranz

Nach dem Abschluss des aufwändigen, wegen der europaweiten Ausschreibung zwingend erforderlichen sogenannten VgV-Verfahrens konnten die Planungsleistungen Architektur, Freianlagen, Heizung-Lüftung-Sanitär und Elektro für den Umbau der Grundschule Seibranz ausgeschrieben werden. Stadtbaumeister Heine-Strahl betonte, dass grundsätzlich so gut wie alle Büros geeignet gewesen wären, die sich dem Gremium gestellt hatten, es sei um Nuancen gegangen. Petra Greiner (CDU), Ortsvorsteherin von Seibranz, zeigte sich froh darüber, dass jetzt Bewegung in das Projekt kommt: „Das Verfahren hat viel Zeit und Arbeit gekostet.“ Ihr Kollege Kurt Miller (Freie Wähler), Ortsvorsteher von Hauerz, bestätigte Greiner: „Dieses VgV-Verfahren hat nur unnötig viel Zeit und Arbeit gekostet.“ Rainer Deuschel (Grüne) sagte: „Dafür war mir die Zeit zu schade.“ Der Vergaben wurde vom Gemeinderat einstimmig gebilligt.

Stimmen der Räte

Gisela Brodd (Freie Wähler) bemerkte zu den Einlassungen von Dr. Wolfgang Hübner (der Bürger hatte Kostenklarheit bei der Bewirtschaftung sämtlicher städtischer Hallen in Stadt und Land gefordert), die Hallen in den Ortschaften würden vorwiegend von den Schulen und Vereinen genutzt und seien gut ausgebucht.

Rainer Deuschel (Die Grünen) sagte zum neuen Bürgermeister, dass dieser einen großen Vertrauensvorschuss erhalten habe. Er erwarte von ihm Dialogbereitschaft und dass er, wenn kontrovers abgestimmt werde, dies nicht gleich als Majestätsbeleidigung ansehe. Zum Thema Transparenz sagte er, „dass wir nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden wollen“. Und er hoffe, dass Florian Schiller Visionen habe, weil er (Deuschel) in Bad Wurzach ein gewisses Maß an Stagnation festgestellt habe. „Ich würde mich freuen, wenn wir gemeinsam die Stadt voranbringen würden.“
Uli Gresser

Unter „Lesen Sie hierzu auch“ finden Sie unsere gesamte Berichterstattung zur Gemeinderatssitzung am 27. Juli

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