Arnach – Im Bildungshaus Arnach ging in der vergangenen Woche eine große Verwandlung vor sich: Anstelle von Schülern tummelten sich Akrobaten, Clowns und Piraten in den Klassenzimmern. Gemeinsam mit echten Akrobaten und Zirkuspädagogen erarbeiteten die Kinder ein Programm, das sie am Freitag (3.7.) und Samstag (4.7.) in einem echten Zirkuszelt präsentieren durften. Unser Reporter Uli Gresser hat die Vorstellung am Freitag besucht und 100 Bilder gemacht – siehe Bilder-Galerie am Ende seines Berichts.
230 Kinder eingebunden
Das Team der Zirkuspädagogen des „Zirkus Zappzarapp“ aus Leverkusen forderte und förderte in dieser Zeit alle 230 Kinder von KiTa über Grundschule bis zur Sprachheilschule. Es sei eine Herausforderung gewesen, mit drei verschiedenen Bildungseinrichtungen gleichzeitig zu arbeiten. Dass diese Herausforderung souverän gemeistert wurde, zeigte sich am vergangenen Freitagnachmittag, als nämlich die große Stunde der Kinderartisten und Clowns schlug: Im von 30 Vätern und Müttern in der Woche zuvor unter fachmännischer Anleitung aufgestellten Zirkuszelt fand die Premiere des Bildungshaus-Zirkus statt. „Ganz ohne Kamel“, bemerkte Bildungshausleiter André Radke schmunzelnd, der sich als Kartenabreißer verdingte.
Popcorn aus schuleigener Herstellung
Was in den eineinhalb Stunden unter dem Sternenhimmel der Zirkuskuppel folgte, war für das natürlich mit ausreichend Popcorn aus schuleigener Herstellung versorgte Publikum im Alter von zwei bis über 80 Jahren schon sehr beeindruckend.
Clowns, Akrobaten, Feuerschlucker, Fakire …
Den Anfang machten, wie beim Zirkus üblich, die Clowns. Inklusive dem Running Gag, als einer immer wieder versuchte, vor versammelter Mannschaft eine Flasche auf einem Stab zu jonglieren – solange bis es ihm Ende reichte und er die Flasche der Einfachheit halber am Stab festklebte …
Jonglier-Akrobaten wechselten sich mit Turnakrobaten ab, ehe es ab ins Reich der Fakire ging: Über Glasscherben gehen meisterten sie ebenso problemlos wie Turnübungen auf dem berühmten Nagelbrett.
In mystisches Licht getaucht spielten die Nachwuchsakrobaten mit riesigen Luftballonen oder mit leuchtenden Keulen. Oder sie jonglierten auf großen Gymnastikbällen stehend mit Reifen an den Armen. Nicht fehlen durfte natürlich der Nervenkitzel: Mit ellenlangen Krummschwertern durchbohrten die Magier eine verschlossene Kiste, in die zuvor gut sichtbar einer der Ihren gestiegen war und die er am Ende nach Entfernung der Waffen auch wieder putzmunter verlassen konnte.
Nach dem wunderbar anmutigen, von Lichteffekten getragenen Tüchertanz enterten die wilden Piraten das Zirkusschiff, hingen akrobatisch in den Rahen ihres Piratenschiffes und entzückten mit ihren akrobatischen Leistungen das Publikum.
Was dann folgte war Nervenkitzel pur: Es folgten die mutigen Feuerschlucker, die mit echten Flammen hantierten. Kein Wunder, dass gleich neben dem großen Vorhang zwei Feuerlöscher deponiert waren. Und noch jemanden riefen die Feuerschlucker auf den Plan: Wegen einer angeblich vergessenen Kerze waren die Clowns mit Tatüttata und Feuerwehrspritze zur Stelle.
Ein Höhepunkt jagte den nächsten: Die Hochseilakrobaten übernahmen die Manege und zeigten was sie in der Woche gelernt hatten. Das Publikum im vollbesetzten Zelt kam gar nicht aus dem Applaudieren heraus. Und freute sich beim großen Finale, als sich noch einmal alle Artisten in der Manege versammelten, über die gezeigte artistischen, anmutigen oder lustigen Darbietungen.
Die Kinder werden mit dem Zirkus Zappzarapp immer unvergessliche Momente verbinden.
Text und Fotos: Uli Gresser
Viele Fotos in der Galerie












































































































