Bad Wurzach – Das Luxeuil-Komitee des Partnerschaftsvereines Bad Wurzach hatte alle Interessierten zum diesjährigen Dîner en Blanc (Picknick in Weiß), zu dem rund 45 Personen ganz in Weiß kamen, wohlweislich ins Pius-Scheel-Haus eingeladen. Denn die Schafskälte hatte Bad Wurzach an diesem Freitagabend noch voll im Griff, in den Partnerstädten Wallingford und Luxeuil konnten sich die Teilnehmer über Sonne und angenehmere Temperaturen freuen.
Videokonferenz mit den Freunden
Via Videokonferenz konnten die Feiernden in Bad Wurzach mit den Teilnehmern in Wallingford und Luxeuil Grüße austauschen. Da in St. Helier auf Jersey gerade ein neuer Bürgermeister gewählt worden war, konnten die dortigen Freunde der Partnerschaft sich leider nicht beteiligen.
Sommer 1988: Als der Pariser Francois Pasquier seine völlig überfüllte private Gartenparty kurzerhand in den nahegelegenen Bois de Boulogne verlegt hatte, war überhaupt nicht absehbar, was für eine Lawine er damit lostrat. Bei späteren der alljährlich im Juni stattfindenden Treffen wurden an selbst mitgebrachten weiß gedeckten Tischen und Stühlen, die zu langen Tafeln zusammengestellt wurden, das von allen Teilnehmern selbst mitgebrachte Essen und Trinken genossen. Diese Diner en blanc traten alsbald ihren Siegeszug über Europa an, wurden auch in Deutschlands Großstädten, aber auch auf den Schiffen der Weißen Flotte auf dem Bodensee, immer beliebter.
Nach dem Erfolg des Vorjahres, wo man per Handy mit den Partnern in England und Frankreich kommuniziert hatte, wurde die Sache in diesem Jahr professioneller angegangen; auf einem größeren Monitor wurde mit den beiden zugeschalteten Partnern sogar im Splitt-Screen kommuniziert. Dies war – weil in England die Umstellung auf Sommerzeit nicht erfolgt – erst ab 20.00 Uhr möglich.
Gundula Blattner zeigte sich über den Erfolg hochzufrieden: zum einen über den Zuspruch im Saal, in dem vom 17jährigen Azubi bis zur inzwischen 94jährigen Martha Wild so gut wie alle Altersgruppen vertreten waren. Aber auch dass die Kommunikation zwischen den Partnerstädten – dank des technischen Know-How´s von Familie Spieler – so reibungslos geklappt hatte.
Aber nicht nur die „Besetzung“ des Dîner en Blanc war international, auch die Speisenauswahl erfüllte diesen Anspruch durchaus. An der Küchenseite des Saales war ein langer Büffett-Tisch aufgebaut, von dem sich jeder bedienen konnte und sollte. Selbiges galt auch bei den Getränken: Vom zumeist französischen Wein war über ein Stamperl Starkbier bis zum Champagner alles vertreten. Aber natürlich gab es auch eine große Auswahl an nicht alkoholischen Getränken.
Die Terassenbenutzung des Pius-Scheel-Hauses war aufgrund der Witterung nicht möglich. Dennoch entwickelten sich an den – natürlich weiß-dekorierten – Tischen viele nette Gespräche, bis es dann nach 22.00 Uhr Zeit war aufzubrechen.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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