Bad Wurzach erhält 220.000 Euro für die Bahnlinie nach Roßberg
Stuttgart / Bad Wurzach – Mit mehr als 18 Millionen Euro fördert das Verkehrsministerium Baden-Württemberg die Instandhaltung und Verbesserung der Infrastruktur von nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE-Bahnen) und stärkt die kleineren Bahnen für die Zukunft. Die Stadt Bad Wurzach, Besitzerin der Bahnlinie von der Riedstadt bis Roßberg, erhält 224.431 Euro für Pflege und Wartung der Strecke.
Auf Anfrage der Bildschirmzeitung „Der Wurzacher“ hat Wenke Böhm vom Verkehrsministerium erläutert, was auf und für die Strecke gemacht wird. Sie schreibt: „Folgende Maßnahmen zur Instandhaltung des Oberbaus und der Leit- und Sicherungstechnik wird die Stadt Bad Wurzach für die Roßbergbahn in 2026, gefördert mit LEFG-Mitteln, durchführen (LEFG = Landeseisenbahnfinanzierungsgesetztes):
Notwendige Kleine Gleisunterhaltung und Sofortmaßnahmen
Weichenwartung – und instandhaltung
Vegetationskontrolle
Maßnahmen an Bauwerken (Durchlässe, Brücken, Stützwände, Erdbauwerke, Bahngräben)
Streckensicherung Wartung und Entstörung inklusive Ersatzstoffe
Kleine Maßnahmen an Bahnsteigen
Signalmittel für Baustellen
Erweiterung TuZ (technische Einrichtung zur Unterstützung des Zugleitbetriebes)
Hinzu kommen Anteile an Planungs- und Ingenieurleistungen
Die Förderung ist auf das Jahr 2026 begrenzt, die Maßnahmen werden also noch (natürlich auch witterungsbedingt) in diesem Jahr durchgeführt.
Die Stadt Bad Wurzach erhält 224.431 Euro. In der Regel werden 75 % der bewilligten Zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst.“
Verkehrsministerin Razavi: „Förderung der NE-Bahnen ist wichtig“
Die Investitionen im Rahmen des Landeseisenbahnfinanzierungsgesetztes (LEFG) unterstreichen das Engagement der Landesregierung, den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken und die Schienenverkehrsinfrastruktur im Land zu verbessern, heißt es in der Mitteilung des Landesverkehrsminuisteriums. Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL machte deutlich: „Die Förderung der NE-Bahnen ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, den öffentlichen Personennahverkehr im Land zu stärken. Sie verbessert die Schienenverkehrsinfrastruktur, auch für den Güterverkehr. Diese Investition kommt nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern zugute, sondern auch der Wirtschaft, besonders auch im ländlichen Raum. So sichern wir flächendeckend die Zukunft starker Eisenbahnen und Logistikmöglichkeiten, auch abseits der großen Routen.“
Die Infrastrukturen der nichtbundeseigenen Eisenbahnen erfüllen in Baden-Württemberg eine wesentliche Aufgabe für den regionalen Verkehr und werden durch verschiedene Förderprogramme unterstützt. Die Zuständigkeit für diese Infrastrukturen liegt bei den jeweiligen nichtbundeseigenen Eisenbahninfrastrukturunternehmen, die sich um den Ausbau und laufenden Unterhalt kümmern.
Unter „Lesen Sie hierzu auch“ finden Sie eine Erinnerung an eine der seltenen Personenfahrten auf der Roßbergbahnlinie nach der Einstellung des regulären Personenverkehrs im Jahre 1963. DBSZ-Redakteur Gerhard Reischmann, damals tätig für das Amtsblatt der Stadt Bad Waldsee, fuhr am 7. September 2008 beim bodo-Erlebnistag mit der Bahn von Bad Wurzach nach Bad Waldsee.






