Hans-Christian Hauser spielte kleine Werke von Johann Sebastian Bach

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Isny-Großholzleute – Beim Pralinékonzert am Himmelfahrtstag (14.5.) spielte Hans-Christian Hauser mit seiner Violine kleine Schmuckstücke aus Johann Sebastian Bachs „Notenbüchlein für Anna Magdalena“. 20 Besucher füllten die im Jahre 1480 errichtete Kapelle St. Wolfgang vollständig.
Sie erlebten mit, wie die Klänge der Violine, schlicht und doch strahlend, schlackenlos und sauber den Raum erfüllten: der bezaubernde kleine historische Raum selbst war gewissermaßen das Musikinstrument: so hatte Hans-Christian Hauser, wie er berichtete, Hunderte von Kapellen und Kirchen im Alpenraum und in Oberitalien bespielt von deren Akustik erforscht. Jede Akustik befügelt in eigener Weise die Spiel-Fantasie. Auch die optischen Formen regen zur Klanggestaltung an. In St. Wolfgang sind es barocke Gestaltungsformen, die den spätgotische Kern gewissermaßen ummanteln.
Die Mesnerin der Kapelle, Frau Sohler, hatte eingangs die aus dem späten 15. Jahrhunderts stammenden Holzskulpturen des Hochaltars vorgestellt: die zur Himmelskönigin gekrönte Muttergottes samt dem Jesuskind sowie die Heiligen Wolfgang, Sebastian, Leonhard und Georg. Schlicht und ausdrucksstark; etwas vom Schönsten, was das Allgäu zu bieten hat. Gegen Ende des Programms erklang die Kapelle – mit Sätzen aus Bachs Solopartiten und Violinsonaten – in Sphären unterschiedlicher Tonarten: in dunkel-virtuosem d-Moll und in strahlendem E-Dur.
Und Meinrad Hieble lud zu den vielfältigen weiteren Konzerten und Aufführungen des Isny Opernfestivals ein.



























