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Vom Versehrtenheim zum modernen sozialen Dienstleister

Ausstellung 80 Jahre Stephanuswerk: Keine Insel

Die Isnyer Museen (links Ute Seibold, die Leiterin der Städtischen Museen) und das Stephanuswerk (rechts Regionaldirektor Mario Dusemund) haben am Sonntag (17.5.) die Ausstellung „Keine Insel“ eröffnet.
veröffentlicht am: 18.05.2026
Autor: Sebastian Kuon, Stephanuswerk / dbsz
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Isny – Das Stadtmuseum und das Stephanuswerk haben die Sonderausstellung „Keine Insel“ am Sonntag, 17. Mai, im Isnyer Schloss eröffnet. Mit Stimmen, Bildern und Filmen erhalten Besucherinnen und Besucher einen Eindruck über die jahrzehntelange Geschichte der Einrichtung. Vom Start in der Nachkriegszeit als Heim für Kriegsversehrte zum modernen sozialen Dienstleister mit den Bereichen Bildungszentrum, Wohnen und Werkstatt für Menschen mit Behinderung reicht der Bogen.

Die Sonderausstellung blickt zurück auf die wechselvolle Geschichte des Areals rund um das heutige Stephanuswerk. Die Ausstellung geht auch auf die Vorgeschichte in der NS-Zeit ein, als es dort ein SA-Hilfswerklager gab, später Truppführerschule für den Reichsarbeeitsdienst. 1946 – vor 80 Jahren – wurde das Areal Anlaufstelle für Schwerkriegsbeschädigte und Heimkehrer. Es entstand das Versehrtenheim Isny, das mehr war als ein Heim. Für viele wurde es zur neuen Heimat. Umschulung, Arbeit und Gemeinschaft helfen bis heute vielen Menschen und tragen maßgeblich zur Bildung und Inklusion bei.

Über Jahrzehnte entwickelte sich ein Kompetenzzentrum für ganzheitliche Bildungswege, besonders im Bereich der beruflichen Rehabilitation und der gesellschaftlichen Teilhabe. Bauliche Veränderungen, inhaltliche Neuausrichtungen und die Übernahme des Sportsanatoriums sind gut dokumentiert. Mit der Sonderausstellung im Stadtmuseum erhalten Besucherinnen und Besucher erstmals einen Einblick in die umfassenden Entwicklungen der letzten Dekaden und das sehr breit gefächerte Spektrum des Stephanuswerk in der Gegenwart. Klientinnen und Klienten, ehemalige und heutige Mitarbeitende berichten über früher und heute, über Beruf und Berufung und geben persönliche Einblicke in ihren Alltag.

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Teil der Stadtgesellschaft

Das Stephanuswerk versteht sich heute nicht mehr nur als Einrichtung, sondern als wichtiger Teil der Stadtgemeinschaft. Das Wirken als moderner sozialer Dienstleister ist „Keine Insel“, sondern ist im ständigen Austausch mit der Stadt Isny. In den verschiedenen Bereichen werden komplexe Strukturen aufgebrochen, um echte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die Ausstellung im Stadtmuseum verdeutlicht dabei die Rolle des Stephanuswerk im Allgäu. Als wichtiger Lebens- Arbeits- und Bildungsort sowie als verlässlicher Partner für regionale Unternehmen, prägt es die soziale Landschaft der Region maßgeblich.

Das Stephanuswerk

Als moderner sozialer Dienstleister unterstützen wir Menschen mit körperlichen, seelischen oder psychischen Beeinträchtigungen dabei, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten – oder ganz neu zu beginnen. Ob Bildung, Arbeit oder Wohnen: Wir schaffen Perspektiven für mehr Teilhabe in allen Lebensbereichen. Seit 1946 gestalten wir dies mit Fachwissen, Herz und als fester Teil der Isnyer Gemeinschaft.

Das Isnyer Stephanuswerk ist eine von 170 Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung GmbH (www.ev-heimstiftung.de). Als Evangelische Heimstiftung beschäftigen wir 11.350 Mitarbeitende, 1020 Auszubildende und 150 FSJler, die 15.955 Menschen in 170 Einrichtungen betreuen. Als Dienstleisterin bieten wir Menschen gute Pflege in 11 Residenzen, 93 Pflegeheimen, 35 Mobilen Diensten, 28 Tagespflegen, 64 Betreuten Wohnanlagen und schaffen Perspektiven in einer Einrichtung der Eingliederungshilfe, einem Bildungszentrum und einer Rehaklinik. Unseren Mitarbeitenden garantieren wir den bundesweit höchsten Personalschlüssel, faire Bezahlung nach Diakonietarif, berufliche Sicherheit und Weiterbildung. Mit unserer Tochtergesellschaft ABG verfügen wir über einen bundesweiten Einkaufsverbund mit 8000 Mitgliedern. Unsere Tochter HDG übernimmt als gemeinnütziges Serviceunternehmen mit 800 Mitarbeitenden hauswirtschaftliche Dienstleistungen. Gegründet wurden wir 1952 und sind Mitglied im Diakonischen Werk.

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Sebastian Kuon, Stephanuswerk / dbsz
veröffentlicht am
18.05.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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