Bad Wurzach – Die 4er-Musig lud zu ihrem 30-jährigen Jubiläum am Samstag, 25. April, zu einem ganz besonderen Jubiläumskonzert in den Kursaal der Kurhaus-Kulturschmiede ein. Es wurde ein Fest der Volksmusik mit Stars der internationalen Volksmusikszene, aber auch vielen einheimischen Musikern.
Die Vier von der 4er-Musig, das sind: Gregor Holzmann (Steirische Harmonika), Siegfried Hermann (Basstuba), Michael Kuhn (Flügelhorn) und Stefan Merk (Tenorhorn). Nicht fehlen durfte natürlich Peter Schad, selbst Gründungsmitglied der 4er-Musig, der durch das Programm führte und der durch seine Zeit bei den Oberschwäbischen Dorfmusikanten mit Fug und Recht als Brückenbauer zwischen der heimischen und der internationalen Volksmusik gelten kann.
Als Stargäste mit dabei war der zweimalige Weltmeister auf der Steirischen Harmonika Hermann Huber mit seiner Frau und Sängerin Eva. Josef Gandler, bekannt durch die „Stanglwirtsmusiker“ und langjähriger Leiter der Landesmusikschule Brixental hatte wie schon vor 10 Jahren beim 20jährigen der 4er-Musig im Ziegelbacher Dorfstadel neben seiner Steirischen auch seinen Kontrabass mitgebracht. Die heimische Musikszene war durch die Alberser Musiker-Familie Grösser vertreten: Wolfgang am Tenorhorn, Mutter Rosl mit Tochter Brigitte Minsch, die gemeinsam beim Wirtshausmusizieren immer als Alberser Zwiegesang auftreten. Gisela Hecht, die an diesem Abend mal die 4er-Musig, mal die Gruppe der Steirischen an der Gitarre begleitete. Und natürlich Peter Schad, der neben seinen Ansagen auch mal selbst zum Akkordeon griff, und dabei auch von Conny Schuler, der ehemaligen Sängerin der „Oberschwäbischen“ und ihrer Cousine Gaby (aus Balingen, nicht aus Rottweil, wie Peter Schad sie in seiner Ankündigung fälschlicherweise verortete) als ganz besondere „Special guest´s“ unterstützt wurde.
Doch zurück zur Musik: Selbstverständlich eröffneten die vier von der 4er-Musig ihr Jubiläumkonzert selbst. „Die Kapelle hat gewonnen“, das passte wunderbar zu diesem Abend, der gerne noch den einen oder anderen Zuhörer mehr verdient gehabt hätte. Gregor Holzmann hatte die folgende Polka extra für das Jubiläum geschrieben, es wurde also eine vom Publikum begeistert aufgenommene Premiere.
Moderiert von Peter Schad
In seiner ihm eigenen selbstironischen Art verglich Peter Schad bei seinem ersten Auftritt als Moderator sich mit einem BH: „Beide braucht man nicht unbedingt, aber sie heben das Ganze ungemein.“ Ansonsten freute er sich über die wunderbare Musik und „dass es mal wieder auf der Bühne gemütlich zugeht“. Er verteilte auch fleißig Komplimente an seine ehemaligen musikalischen Mitstreiter wie Michael Kuhn: „Den hon i au scho in dr Schul kett, ma sott moina s´wär umkehrt.“ Und sang schon mal zur Auflockerung gemeinsam mit dem Publikum „Wir sind alle kleine Sünderlein.“
Nach der Wurzacher Institution, dem Jodler-Duo Grösser/Minsch kam der Weltmeister zu Solo-Ehren, der sich später gemeinsam mit „dem Gandler Sepp“ und auch mit Gregor Holzmann kleine Duelle an der Steirischen lieferte. Gemeinsam mit einer weiteren „Wurzacher Musikinstitution“ mit Wolfgang Grösser am Tenorhorn präsentierte Huber die Weißwurst-Polka.
Dann war es Zeit für den Auftritt von Conny Schuler und ihrer Kusine, die sich bis dato im Zuschauerraum aufgehalten hatten. Gemeinsam sangen sie einige Klassiker der Oberschwäbischen Dorfmusikanten wie „Der alte Schäfer“ oder das Zigeunerlied.
Auch Hermann Huber und seine Eva waren ein eingespieltes Team, das mit Böhmischen Liedern oder den „Slowenischen Traum“ die Zuhörer beeindruckte. Letzteren habe er geschrieben, als er wohl zuviel slowenischen Wein intus gehabt habe, bekannte Huber in seiner Ansage.
Aber auch ein schöner Abend geht einmal zu Ende, dieser sollte mit der „Fuchgrabenpolka“ enden. Doch das Publikum wollte noch mehr. Und so sollte der Abend wie früher im Dorfstadel mit „Dem Land Tirol die Treue“ enden, sagte Gregor Holzmann davor. Doch dann wurde es doch noch eine weitere Zugabe: „Die Herz-Schmerz Polka – danach aber ist Feierabend.“
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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