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Wangen – Geht es nach dem Interesse am Abend „Heizungstausch in Wangen“ im Baumwolllager, scheint der Wärmewende nichts mehr im Wege zu stehen. Die Veranstaltungshalle war voll mit rund 600 Interessierten, während auf der Bühne spannende Fakten zum Wangener Wärmenetz und zum Thema Wärmepumpe ausgerollt wurden.

Blick ins Baumwolllager beim Abend „Wangen macht den Heizungstausch: rund 550 Menschen informierten sich. Foto: Stadt Wangen / sum
Selten hat eine Vortragsveranstaltung so viele Menschen auf die Beine gebracht wie der Abend „Heizungstausch in Wangen“. Amüsiert verfolgte das Publikum das kurze szenische Stück, mit die Theatergruppe Kiesel den Abend eröffnete.
Anschließend bedankte sich Oberbürgermeister Michael Lang für das große Interesse, das auch durch die Entwicklungen auf der Welt mit angeheizt worden sei, wie er meinte. Sie war das Ergebnis eines EU-Projekts. Dabei ging es darum zu zeigen, dass gute Werbung Menschen auch für das Thema aktivieren kann. Geholfen haben dabei viele Akteure. Neben jenen, die innerhalb des Projekts in der Verantwortung waren, angeführt von Klimaschutz- und Sanierungsmanager, Patrick Zembrod, unter anderem die Presse, die mit Berichten und Interviews geholfen hatte, die Menschen zu mobilisieren.

Oberbürgermeister Michael Lang stellt den Klimaschutz- und Sanierungsmanager der Stadt, Patrick Zembrod, vor, rechts im Bild Moderator Harald Kühl. Foto: Stadt Wangen / sum
Das große Auditorium folgte mit großem Interesse zunächst den Ausführungen von Stadtwerkeleiter Urs Geuppert, der aufzeigte, wie sich das Wärmenetz in der Stadt entwickelt hat und wie es in naher Zukunft weitergehen wird. Daraus konnte man auch ersehen, wo sich in Wangen Hauseigentümer nach alternativen Heizungsarten umsehen müssen, wenn sie fossilen Brennstoffen ade sagen wollen.
Rund eine Stunde lang sprach dann „der Energiesparkommissar“ Carsten Herbert. Der Diplomingenieur hatte sich früh in seiner Laufbahn für Nachhaltigkeit und Energiesparen interessiert, entsprechende Projekte betreut und wirbt heute vor allem für den Wechsel zur Wärmepumpe. Diese eigne sich vor allem für Häuser ab dem Jahr 1978. Gebäude, die davor entstanden sind, könnten jedoch mit vergleichsweise kleinen und wenig kostenintensiven Eingriffen so optimiert werden, dass der Energieverbrauch beim Heizen sinkt, führte er aus. Als ein Beispiel nannte er die Dämmung des Spitzbodens in einem Siedlungshaus. Allein dadurch sollte weniger Wärme über das Dach abhandenkommen. Ein weiteres Mittel könnte die Installation einer Klimaanlage sein, die dann im Sommer auch noch den Vorteil der Kühlung hätte.
Die örtlichen Handwerker informierten
Im Anschluss an den von Harald Kühl von der Agentur Regionauten äußerst kurzweilig moderierten Abend konnten sich die Besucherinnen und Besucher bei örtlichen Handwerkern über Möglichkeiten der praktischen Umsetzung informieren. Das Interesse war groß, wie es hieß.
Siehe auch unser Interview mit Carsten Herbert unter „Lesen Sie hierzu auch“

































