Bad Wurzach – Am vergangenen Wochenende (9./10.5.) hieß es bei den Keglerinnen und Keglern der TSG Bad Wurzach nur eins: Erfolg, Emotionen und jede Menge Nervenkitzel! Wie erfolgreich willst Du sein? Die Antwort der Wurzacher war eindeutig: „Jaaaaaaaaaa!“
Eine regelrechte blaue Welle rollte an diesem Wochenende über die Bahnen und am Ende auch geschlossen aufs Podest. Mit Leidenschaft, Teamgeist und beeindruckenden Leistungen kämpften sich die Spielerinnen und Spieler durch spannende Duelle, zahlreiche Sudden Victories und nervenaufreibende Entscheidungen. Belohnt wurde dieser Einsatz mit starken Platzierungen, Medaillen und mehreren Tickets zu den Württembergischen Meisterschaften.
Samstag, 09.05.2026 – Bezirksmeisterschaften Sprint Männer
Im Sprint der Männer traten die Spieler im direkten Duell gegeneinander an. Für Bad Wurzach gingen Helmut Rölz, Arnold Zapf und Markus Madormo an den Start.
Während sich Arnold Zapf und Markus Madormo mit starken Leistungen bis ins Viertelfinale durchkämpften, war für Helmut Rölz leider bereits im Achtelfinale Schluss. Dennoch zeigte er eine engagierte Leistung und hielt gegen starke Konkurrenz hervorragend mit. Nach einer langen Saison verabschiedete er sich damit in die wohlverdiente Pause.
Im Viertelfinale hieß es dann für Zapf und Madormo nochmals „ran an den Speck“. Doch leider wollten die Kegel nicht immer so fallen wie erhofft. Arnold Zapf musste sich mit 0:2 Satzpunkten geschlagen geben. Markus Madormo machte es dagegen einmal mehr spannend. Nach Satzgleichstand musste das Sudden Victory entscheiden. Bis zum letzten Schub war alles offen, doch am Ende fehlte das letzte Quäntchen Glück und auch Madormo schied denkbar knapp aus.
Trotzdem bewiesen beide einmal mehr, welches Potenzial in ihnen steckt und dass mit den Wurzachern jederzeit zu rechnen ist.
Bezirksmeisterschaften Sprint Damen
Als einzige Frau der TSG Bad Wurzach trat Sabrina „Bine“ Volodka an – und was sie an diesem Tag zeigte, war einfach herausragend.
Erst in der vergangenen Saison zu den Blauen gewechselt, kegelte sie sich souverän bis ins Halbfinale. Dort wartete mit einer starken Gegnerin aus Mietingen eine echte Herausforderung. Es entwickelte sich ein packender Schlagabtausch bis zum letzten Schub. Nach Punktegleichstand musste erneut das Sudden Victory entscheiden – und hier zeigte Volodka Nerven aus Stahl. Mit einem einzigen Holz Vorsprung sicherte sie sich den Finaleinzug.
Dort kam es dann zu einer ganz besonderen Begegnung: Sabrina Volodka traf auf die ehemalige Wurzacher Spielerin Zoe Sgryska, die inzwischen für Aulendorf startet. Eine Partie voller Spannung, Emotionen und sportlicher Klasse. Den ersten Durchgang verlor Volodka noch, doch im zweiten Satz kämpfte sie sich eindrucksvoll zurück. Wieder Gleichstand. Wieder Sudden Victory. Wieder pure Dramatik. Dieses Mal fehlten am Ende lediglich zwei Holz zum ganz großen Triumph.
Doch trotz der knappen Finalniederlage darf Sabrina Volodka unglaublich stolz auf sich sein. Mit einem starken zweiten Platz sicherte sie sich verdient die Qualifikation für die Württembergischen Meisterschaften Sprint Frauen 2026.
Herzlichen Glückwunsch Sabrina „Bine“ Volodka! Die TSG Bad Wurzach ist stolz darauf, dich im blauen Trikot zu haben.
Sonntag, 10.05.2026 – Tandem Mixed
Beim Tandem Mixed treten jeweils eine Frau und ein Mann gemeinsam als Paarung an. Für Bad Wurzach gingen Tobias Volodka mit Jessica Madormo, Josef Schnitzer mit Monika Rölz, Markus Madormo mit Sabrina Volodka sowie die Titelverteidiger Gerhard Weber und Julia Nachbaur an den Start. Außerdem spielte Verena Rölz gemeinsam mit Phillip Häusler vom TSV Langenau.
Bereits in der ersten Runde wurde klar: Dieses Turnier sollte ein echtes Wurzacher Fest werden.
Tobias Volodka und Jessica Madormo kämpften sich dank eines gewonnenen Sudden Victories ins Achtelfinale. Auch dort lieferten sie ein starkes Match ab – und dann wurde es plötzlich zum echten Familienduell.
Auf der anderen Bahn warteten Markus Madormo und Sabrina Volodka. Mutter gegen Sohn, Ehemann gegen Ehefrau – mehr Familienkegeln geht kaum! Markus Madormo, der eine überragende Saison spielte, ließ seiner Frau Jessica allerdings wenig Chancen. Zum Glück ist Kegeln kein Scheidungsgrund und alle Beteiligten nahmen das Ganze mit viel Humor und sportlicher Fairness. Auch Sabrina Volodka zeigte gegen ihren Sohn Tobias keinerlei Mitleid. Ein Schelm, wer darin eine kleine Retourkutsche für anstrengende Teenagerjahre sieht.
Trotzdem hielten Tobias Volodka und Jessica Madormo stark dagegen und verloren erst im Sudden Victory.
Währenddessen kämpften sich Gerhard Weber und Julia Nachbaur ebenfalls weiter. Die Titelverteidiger mussten schon im Achtelfinale ins Sudden Victory, behielten dort aber die Nerven und gewannen souverän mit 12:6.

Titel erfolgreich verteidigt – Gerhard Weber und Julia Nachbaur haben wieder einmal Grund zu feiern, herzlichen Glückwunsch
Josef Schnitzer und Monika Rölz dagegen zeigten, dass man es auch weniger dramatisch gestalten kann. Mit zwei gewonnenen Sätzen zogen sie direkt und ohne Umwege ins Viertelfinale ein.

Monika Rölz und Josef Schnitzer – stolze Besitzer einer Silbermedaille, herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung
Dort wurde endgültig klar: Die TSG Bad Wurzach dominierte dieses Turnier.
Weber und Nachbaur marschierten mit einem klaren 2:0 Sieg ins Halbfinale. Schnitzer und Rölz taten es ihnen gleich. Markus Madormo und Sabrina Volodka dagegen wollten es erneut spannend machen und mussten wieder ins Sudden Victory. Doch mit einem knappen 14:12 Sieg zogen auch sie ins Halbfinale ein.
Plötzlich bestand das Halbfinale fast nur noch aus Wurzachern – lediglich eine Paarung aus Hattenburg konnte noch dagegenhalten.
Im vereinsinternen Halbfinale trafen Markus Madormo und Sabrina Volodka auf Josef Schnitzer und Monika Rölz. Es war ein packendes Match voller Spannung und Emotionen. Im Sudden Victory entschieden am Ende tatsächlich nur ein einziges Holz über den Finaleinzug. Josef Schnitzer und Monika Rölz behielten die Oberhand und sicherten sich das Finalticket.
Gerhard Weber und Julia Nachbaur ließen sich derweil auch von der starken Paarung aus Hattenburg nicht stoppen. Mit einem starken Sudden Victory Sieg von 17:10 zogen auch die Titelverteidiger erneut ins Finale ein.
Im Spiel um Platz drei machten Markus Madormo und Sabrina Volodka dann kurzen Prozess und sicherten sich mit einem souveränen 2:0 Sieg verdient den Platz auf dem Treppchen.

Markus Madormo und Sabrina Volodka feiern ihren Platz 3 mit Stolz auch an euch, herzlichen Glückwunsch
Und dann kam das große Finale:
Wurzach gegen Wurzach.
Titelverteidiger gegen Herausforderer.
Gerhard Weber und Julia Nachbaur gegen Josef Schnitzer und Monika Rölz.
Das Finale hielt alles, was man sich erhoffen konnte. Nach einem 1:1 Zwischenstand musste natürlich wieder das Sudden Victory entscheiden. Beide Paarungen kämpften bis zum letzten Schub, doch am Ende blieb der Titel dort, wo er schon im Vorjahr war.
Gerhard Weber und Julia Nachbaur verteidigten mit einem 16:10 Erfolg im Sudden Victory eindrucksvoll ihren Titel und wurden erneut Bezirksmeister im Tandem Mixed.
Josef Schnitzer und Monika Rölz dürfen sich über einen sensationellen zweiten Platz freuen.
Und so sah das Podest am Ende aus:
1. Platz Gerhard Weber / Julia Nachbaur – TSG Bad Wurzach
2. Platz Josef Schnitzer / Monika Rölz – TSG Bad Wurzach
3. Platz Markus Madormo / Sabrina Volodka – TSG Bad Wurzach
Eine komplett blau gefärbte Siegerehrung – was für ein unglaubliches Bild und was für eine Werbung für den Kegelsport in Bad Wurzach!
Durch diese herausragenden Leistungen qualifizierten sich Sabrina Volodka im Sprint sowie Gerhard Weber, Julia Nachbaur, Josef Schnitzer, Monika Rölz, Markus Madormo und Sabrina Volodka im Tandem Mixed für die Württembergischen Meisterschaften 2026.
Was für ein Wochenende für die Keglerinnen und Kegler der TSG Bad Wurzach!
Diese Leistungen zeigen eindrucksvoll, wie viel Talent, Leidenschaft, Teamgeist und Kampfgeist in diesem Verein steckt. Der gesamte Verein steht stolz hinter euch – und das vollkommen verdient. Eine kleine persönliche Anekdote von Presswartin Jessica Tok darf bei diesem historischen Wochenende natürlich ebenfalls nicht fehlen:
„Als ich das Bild von der Siegerehrung gesehen habe, hat es mich glatt vom Hocker gerissen. Ich bin aufgesprungen und habe gejubelt, gejubelt als hätten wir gerade den Weltmeistertitel gewonnen. Ich war zu diesem Zeitpunkt im Schwarzwald und ich gehe schwer davon aus, dass selbst die Menschen dort nun die TSG Bad Wurzach kennen. Gänsehaut pur! Und ich weiß jetzt schon, dass egal wie sehr ich es versuche, mein Bericht wird dieser Leistung keinesfalls gerecht. Wahnsinn! Einfach nur der helle Wahnsinn!“
Und genau dieses Gefühl beschreibt dieses Wochenende vermutlich am besten: pure Emotionen, grenzenloser Stolz und ein Verein, der gemeinsam ein kleines Stück Vereinsgeschichte geschrieben hat!








