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Projekt „Schüler trifft Chef“ am Salvatorkolleg

„Erfolg beginnt mit dem ersten Schritt“

Foto: Schule
Organisatorin Magdalena Scholze stellt den Unternehmer Simon Schmid vor.
veröffentlicht am: 01.06.2026
Autor: Mitteilung der Scholze Development Solutions,
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Bad Wurzach – Was bedeutet Erfolg wirklich? Muss man studieren, um Unternehmer zu werden? Und wie findet man heraus, wofür man im Leben gemacht ist? Mit genau solchen Fragen beschäftigten sich rund 15 Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Deutsch der KS I am Salvatorkolleg bei einer besonderen Begegnung mit dem Unternehmer Simon Schmid von Nexus Finanz Friedrichshafen.

Schülerinnen und Schüler des Salvatorkollegs befassten sich mit den Praxisererfahrungen eines jungen Unternehmers.

Corinna Föhr und Nils Mönig führten durch das Gespräch

Die Veranstaltung fand am Donnerstag, 21. Mai, um 11.30 Uhr statt und brachte Schule und Berufswelt auf direkte Weise zusammen. Das Format war bewusst einfach gehalten: „2 Schüler, 20 Minuten, 1 Chef“. Die beiden Schülerinterviewer Corinna Föhr und Nils Mönig führten durch das Gespräch, bevor anschließend die gesamte Lerngruppe Fragen stellen konnte. Begleitet wurde die Klasse von ihrer Lehrerin Susann Hunn.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Scholze Development Solutions, die das Projekt „Schüler trifft Chef“ bereits vor zwei Jahren ins Leben gerufen hat. Ziel des Programms ist es, Schülerinnen und Schülern echte Geschäftsführer und Unternehmer persönlich vorzustellen. Sie sollen dadurch Inspiration gewinnen, berufliche Perspektiven kennenlernen und erleben, dass Erfolg kein unerreichbares Konzept ist, sondern auch für sie selbst möglich sein kann.

Gerade im digitalen Zeitalter, in dem viele Jugendliche ihre Zukunft oft nur theoretisch planen, setzt das Projekt bewusst auf echte Begegnungen und persönliche Gespräche.

„Leidenschaft ist wichtiger als der perfekte Lebenslauf“

Bereits zu Beginn erklärte Simon Schmid offen und verständlich, was seine Arbeit als Finanzberater ausmacht. Seine Aufgabe bestehe darin, Menschen ganzheitlich zu beraten, da jede Person unterschiedliche Bedürfnisse, Ziele und finanzielle Möglichkeiten habe. Gleichzeitig verwalte und vermehre er Vermögen – eine Aufgabe, die er selbst als besonders spannend beschreibt.

Besonders aufmerksam hörte die Klasse zu, als Schmid seinen eigenen Werdegang schilderte: Grundschule, Hauptschule, Berufskolleg – danach sammelte er Berufserfahrung und wagte früh den Schritt in die Selbstständigkeit. Gerade dieser direkte Einstieg ins Unternehmertum beeindruckte viele der Jugendlichen.

Seine zentrale Botschaft zog sich wie ein roter Faden durch das Gespräch: Leidenschaft sei wichtiger als der „perfekte“ Karriereweg. „Ich werde erfolgreich, wenn ich Leidenschaft an meiner Arbeit habe“, erklärte Schmid. Schülerinnen und Schüler sollten ihren echten Interessen folgen und bereit sein, dafür alles zu geben. Erfolg könne in jeder Branche entstehen, wenn die Freude an der Arbeit echt sei.

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„Lesen, Rechnen und Verstehen – das ist essenziell“

Auch das Thema Schule spielte eine wichtige Rolle. Auf die Frage, welche Schulfächer heute noch sinnvoll seien, betonte Schmid die grundlegende Bedeutung von Schule und Lehrkräften. Lesen, Rechnen und Verstehen seien essenzielle Fähigkeiten, die ihn bis heute begleiten.

Gleichzeitig äußerte er aber auch Kritik am heutigen Schulsystem. Viele Schülerinnen und Schüler müssten sich an feste Strukturen anpassen und könnten ihren eigentlichen Interessen oft nicht ausreichend nachgehen. Individualität gehe dabei teilweise verloren.

Ehrliche Einblicke in die Selbstständigkeit

Offen sprach der Unternehmer auch über die Herausforderungen seines Berufs. Auf die Frage nach seiner Arbeitszeit antwortete er ehrlich, dass er zwischen 50 und 65 Stunden pro Woche arbeite. Gerade in der Aufbauphase seines Unternehmens habe sich das Privatleben zeitweise unterordnen müssen. Dennoch betonte er mehrfach: Für ihn mache Arbeit Spaß.

Besonders nachdenklich wurde es bei seiner Antwort auf die Frage: „Wie erkenne ich, wofür ich gemacht bin?“ Seine Antwort lautete: „Wenn sich zwischen Arbeit und Spaß keine Grenze mehr ziehen lässt.“

Obwohl Simon Schmid erst dreißig Jahre alt ist, wirkte er durch sein jugendliches Auftreten, seine Offenheit und seine direkte Art besonders nahbar für die Schülerinnen und Schüler.

Lebendiger Austausch

In der anschließenden Fragerunde entwickelte sich schnell ein lebendiger Austausch. Die Jugendlichen interessierten sich unter anderem dafür, wie man Kontakte und sogenannte „Connections“ aufbaut, welche Vor- und Nachteile der Beruf mit sich bringt und wie man mit Risiken im Bereich Vermögensaufbau umgeht.

Auch die Frage nach der Selbstständigkeit bewegte die Klasse. Schmid machte den Schülerinnen und Schülern Mut, eigene Ideen umzusetzen und keine Angst vor dem ersten Schritt zu haben. Ein Gewerbe anzumelden sei „kein Hexenwerk“, erklärte er, und viele bürokratische Hürden seien einfacher als oft gedacht.

Weitere Fragen drehten sich um seine früheren Lebensziele, die Erwartungen seiner Eltern sowie allgemeine Tipps für die Zukunft. Besonders im Gedächtnis blieb dabei sein Rat zum Thema Finanzen: „Wir machen Geld aus mehr Geld – im Verhältnis zum Risiko.“

Gleichzeitig betonte er die Bedeutung von Diversifikation und guter Beratung. Man solle sich nicht scheuen, mit Fachleuten wie Rechtsanwälten, Notaren oder Brokern zusammenzuarbeiten.

Praxisnahe Begegnung

Das Salvatorkolleg setzt mit Veranstaltungen wie dieser bewusst auf praxisnahe Begegnungen außerhalb des klassischen Unterrichts. Gerade in einer Zeit, in der viele Jugendliche unsicher auf ihre berufliche Zukunft blicken, können persönliche Gespräche mit Unternehmern neue Perspektiven eröffnen.

Zum Abschluss der Veranstaltung erhielt der Gast als kleine Aufmerksamkeit ein Präsent der Organisation. Viele Schülerinnen und Schüler blieben auch nach dem offiziellen Ende noch im Gespräch – ein Zeichen dafür, dass die Veranstaltung mehr war als nur ein gewöhnlicher Schultermin.

Die Botschaft des Tages bleibt auf Dauer aktuell: Erfolg beginnt oft nicht mit perfekten Voraussetzungen, sondern mit Interesse, Mut und der Bereitschaft, den ersten Schritt zu gehen.

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