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Ökumenischen Gottesdienstes auf dem Arnacher Dorfplatz

„Fürchtet euch nicht“ – das war das Leitwort

Foto: Beate Ebel
Pfarrerin Cora Böttiger und Pastoralreferent Matthias Winstel standen dem ökumenischen Gottesdienst vor, der am 21. Juni auf dem Arnacher Dorfplatz gefeiert wurde. Rechts Emmi Braun und Astrid Greshake, die als Lektorinnen mitwirkten (Fürbitten sprach Anton Baumann).
veröffentlicht am: 23.06.2026
Autor: Beate Ebel, Evangelische Kirchengemeinde
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Arnach – Schöner Brauch ist es bei der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Wurzach, im Sommer raus aufs Land zu gehen und zusammen mit den katholischen Brüdern und Schwestern Gottesdienst zu feiern – so geschehen am 21. Juni in Arnach. Beate Ebel berichtet:

Die Sonne brennt vom Himmel – und die Mitglieder des Gemeinderats der Arnacher Kirchengemeinde St. Ulrich und Sankt Margaretha haben den Dorfplatz mit einem schön geschmückten Altar und mit Bänken und Sonnenschirmen „gottesdiensttauglich“ vorbereitet.

Um 10.30 Uhr soll es beginnen und anfangs sieht es so aus, als würden die vorbereiteten Sitzgelegenheiten mehr als ausreichen. Weit gefehlt: Laufend treffen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher ein – von klein bis groß, von jung bis älter. In aller Eile wird ein weiterer „Pavillon“ von der nahegelegenen Feuerwehr herbeigeschafft (die Aktiven sind ja meist in mehreren Vereinen aktiv), schließlich stehen ausreichend schattige Sitzplätze für über 100 Gäste zur Verfügung.

Pastoralreferent Matthias Winstel als „Gastgeber“ der katholischen Kirche begrüßt mit launigen Worten die zahlreichen Gäste und eine Abordnung der Arnacher Blasmusik; unter der Leitung von Stefan Braun eröffnet diese nun den Gottesdienst.

Die Musikantinnen und Musikanten begleiten zur Freude und Unterstützung der Anwesenden auch die Lieder, die sie im ökumenischen Gottesdienst aus den vorher verteilten Gesangbüchern singen.

Nach dem Eröffnungslied Nr. 81 „Lobet den Herrn“ begrüßt nun auch Pfarrerin Cora Böttiger die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher und spricht eingangs zu dem Thema „Was wir so mitbringen“ – und das sind die verschiedensten Freuden, Sorgen, Ängste, Nöte und Schuldgefühle. Die Anwesenden folgen ihren Worten, die beim Zuhören zum Mitdenken und -fühlen einladen – sie münden in der Aufforderung Jesu: „Fürchtet euch nicht!“

Cora Böttiger liest anschließend Zeilen eines Psalms – der ebenfalls mit Furcht im weitesten Sinne zu tun hat – im Wechsel mit ihr singen die Anwesenden als Kanon das Lied Nr. 838 „Lobe den Herrn meine Seele“.

Der Gottesdienst „atmet“ ökumenischen Geist. Prädikantin Astrid Greshake (Bild) von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Wurzach trägt Zeilen des Propheten Micha vor (Mi 7, 18-20). Diese enden mit der Frage: „Wo ist ein solcher Gott, wie Du es bist?“

Es folgt Lied Nr. 468 „Gott gab uns Atem …“

Emmi Braun (Mesnerin von St. Ulrich und St. Margaretha) liest Worte des Evangelisten Matthäus (Mt 10, 26-33), der uns auffordert: „Fürchtet Euch nicht!“

Ein musikalisches Zwischenspiel bereitet die Anwesenden auf den Hauptteil dieses Gottesdienstes vor – auf die Predigt.

Sie beschäftigt sich intensiv mit seinem Leit-Thema, dem Satz: „Fürchtet euch nicht“. Pfarrerin Cora Böttiger und Pastoralreferent Matthias Winstel stellen sich gegenseitig die Fragen und geben die Antworten. Es geht um Fragen, die wir uns in unserem Leben tagtäglich stellen. Sie haben zu tun mit persönlichen beruflichen, gesundheitlichen, finanziellen Sorgen und Nöten – aber auch mit Fragen, die das aktuelle Weltgeschehen betreffen. Es geht ebenfalls darum, wie wir damit umgehen, wenn uns jemand etwas schenkt, etwas Gutes tut. Können wir das einfach annehmen, „danke“ sagen – oder müssen wir uns immer dafür „revanchieren“, damit wir niemanden etwas schuldig sind? Es geht außerdem um Schuld, um Vergebung … und letztlich darum, dass wir einfach nur der oder die sein können und dürfen, der oder die wir sind – vor Gott – mit allem, was ist …

Das Lied Nr. 458 „Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt…“ wird, wie alle anderen Lieder, von den Anwesenden mit großer Inbrunst gesungen.

Jetzt folgen die Fürbitten, die im Wechsel von Astrid Greshake und Anton Baumann (Mesner von St. Ulrich und St. Margaretha) vorgelesen werden.

Danach beten die Anwesenden gemeinsam das Vaterunser.

Auch die Bitte um Segen teilen sich beide Geistlichen: Matthias Winstel spricht den aaronitischen, Cora Böttiger den trinitarischen Segen. Sie beschließen damit einen für alle sehr besonderen und der Erinnerung werten Gottesdienst.

Dank

Zum guten Schluss dankt Pfarrerin Böttiger für die musikalische Begleitung und für die organisatorische Vorbereitung, was von den Anwesenden mit anerkennendem Applaus unterstrichen wird. Und sie lädt alle ein, noch ein bissel zu verweilen. Denn Astrid Greshake und Uschi Reichert haben kühle Getränke bereitgestellt.

Vorher gibt es noch einen kleinen aktuellen „Werbeblock“: Frau Böttiger lädt zum „Wiesenfest“ der Evangelischen Kirchengemeinde ein, es findet statt am Sonntag, 5. Juli. Herr Winstel lädt zum anschließenden Mittagessen bei St. Verena und zum Johannis-Feuer ein (war ebenfalls am 21. Juni, ab 18.00 Uhr bei der Grabener Höhe).

Viele sind dann der Einladung zu einem erfrischenden Getränk gern gefolgt und haben dabei die Gelegenheit genutzt, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Text: Beate Ebel / Fotos: Beate Ebel (3), Gerhard Reischmann (5)

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