Bad Wurzach – Laut dem Prüfbericht der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) hat es im Städtischen Kurbetrieb in den Jahren 2021 bis 2023 einen Verlust von in der Summe 1,2 Millionen € gegeben. Die Bildschirmzeitung „Der Wurzacher“ hat bei Stadtkämmerer Stefan Kunz Details hierzu erfragt und eine Prognose für 2026 erbeten.
Das kumulierte Ergebnis für 2021 bis 2023 sieht, aufgeschlüsselt auf die betreffenden Jahre, nach Auskunft des Stadtkämmerers so aus: 2021: –669.000 €; 2022: +152.000 €; 2023: –687.000 €, was in Summe den genannten Verlust von 1,2 Millionen € ergibt. Nach Erkenntnissen des „Wurzachers“ aus einer anderen Quelle ist der Verlust von 2021 noch dem großen Umbau aus Bürgermeister Bürkles Zeiten zuzuordnen; damals waren 7,8 Millionen € in die Ertüchtigung des Städtischen Kurbetriebes gesteckt worden. Der Einbruch in 2023 könnte mit Corona zusammenhängen.
Nach Jahren der Erholung ist der Kurbetrieb zuletzt wieder tief in die roten Zahlen abgerutscht. Für 2025 ist der Verlust laut Kämmerer Kunz „auf rund 2,4 Millionen €“ zu beziffern. „Details folgen in der Septembersitzung“, führt Stefan Kunz in der schriftlichen Antwort aus. „Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld.“
Für das laufende Jahr gibt Kunz eine düstere Prognose: „Der Haushaltsvollzug für das Wirtschaftsjahr 2026 lässt für den Kurbetrieb ein ähnliches Defizit erwarten.“ Im Klartext: Für 2026 ist ein Verlust von mindestens 2 Millionen € zu erwarten.
Den in der Stadt verschiedentlich geäußerten Vorwurf, die Bürgerschaft sei nicht ausreichend über die Verluste informiert, will Stadtkämmerer Stefan Kunz so nicht stehen lassen: „Alle Jahresabschlüsse bis zum Jahr 2024 wurden in öffentlicher Gemeinderatssitzung beraten, festgestellt und entsprechend öffentlich bekannt gemacht. Der Jahresabschluss 2025 ist in der nächsten Gemeinderatssitzung am 21. September 2026 auf der Tagesordnung.“
Der neue Kurgeschäftsführer Daniel Huck tritt sein Amt am 1. Oktober an. Bis dahin soll die Teilprivatisierung des Kurbetriebes, der bisher als Eigenbetrieb der Stadt geführt wird, über die Bühne gegangen sein. Beschlossen ist, das operative Geschäft des Kurbetriebes in eine GmbH auszulagern, die weiterhin im städtischen Eigentum steht.
Gerhard Reischmann
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