Am 26. Juli Klassik am Moor
Bad Wurzach – Am Sonntag, 26. Juli, ab 18.00 Uhr lädt der OEW-Kultursommer zum zweiten Mal nach Bad Wurzach zur Sommerserenade an den Musikpavillon beim „Torfstecher“ ein. Mit dem „Klassik am Moor“-Programm erwartet das Publikum ein hochkarätiges Open-Air-Konzert mit der Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben (KBO).
Die Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben (KBO) wird mit ihrem Dirigenten Benjamin Lack Werke von Mendelssohn-Bartholdy, Carl-Maria von Weber und Ludwig van Beethoven zur Aufführung bringen. Mit dabei: der junge Klarinetten-Virtuose Paul Moosbrugger aus Dornbirn als Solist.
Benjamin Lack und der Manager und Mit-Musiker des Orchesters, Lenard Ellwanger, trafen sich wenige Tage vor den Konzert zur Feinjustierung vor Ort noch einmal mit Margit Rock, die seitens der Bad Wurzach-Info die Organisationsleitung innehat.
„Die Klarinette ist eine der tonangebenden Säulen“
Lack betonte dabei, dass das Orchester, nach den Erfahrungen des Vorjahres, als bei den Randplätzen „zu wenig Klang“ angekommen war, „technisch verstärkt“ antreten werde. Zum diesjährigen Solisten, dem Klarinettisten Paul Moosbrugger, der nach seinem Bewährungsjahr seit kurzem Vollmitglied der sächsischen Staatskapelle, einem der besten Orchester Deutschlands ist, sagte Dirigent Benjamin Lack, dass die Klarinette in jedem Blasorchester eine der tonangebenden Säulen ist. Er hoffe, dass die Karriere Moosbruggers Ansporn für junge Musiker in der Region sei.
Das Programm
Auch das Programm, durch das die Musikerin Uta Babinecz-Ellwanger führt, spiegele wider, was die Region bietet: Bei „Klassik am Moor“ wird das Orchester Naturklänge und musikalisch nachgezeichnete Landschaften in den Mittelpunkt stellen. Die Ouverture „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, mit der die KBO das Konzert eröffnet, ist ein frühes Meisterwerk voller Atmosphäre. Als Hommage an Carl-Maria von Weber ist im Jahre des 200. Todestages des Komponisten dessen Konzert Nr. 1 f-Moll für Klarinette und Orchester gedacht, bei dem Moosbrugger als Solist brillieren wird. Es zeigt den Komponisten auf dem Höhepunkt seines Schaffens und ist ein Paradebeispiel für Webers romantische Klangsprache. Zum Abschluss des Konzertes führt Beethovens Sinfonie Nr. 6 F-Dur „Pastorale“ hinaus ins offene Land. Das klingende Naturpanorama erscheint von der weiten Landschaft rund um Bad Wurzach inspiriert zu sein und ihr ein musikalisches Denkmal zu setzen.
An ein breites Publikum gerichtet
Lenard Ellwanger sieht in dem Open-Air Konzert ein niederschwelliges, da preislich vergleichsweise günstiges Angebot – ähnlich den Waldbühnen-Konzerten der Berliner Philharmoniker – unter anderem für Leute, die ansonsten nicht viel mit klassischer Musik zu tun haben. Damit hätten diese die Gelegenheit, Stimmungen und Emotionen während des rund zweistündigen Konzertes (inklusive Pause) hautnah mit zu erleben.
Vier aus Bad Wurzach
Das Orchester besteht aus rund 75 der besten Profimusiker/innen, die hauptberuflich als Musiklehrer mit künstlerischer Expertise an den verschiedenen Musikschulen in der Region arbeiten. Eine Region, die auf diese Musiker und das Orchester stolz sein kann. Allein vier der bei diesem Konzert auftretenden Musiker unterrichten an der Jugendmusikschule Bad Wurzach: Theresia Weber (Geige), Bernadette Vogt (Flöte), Cecilia Brunetti (Horn) und der Vorjahres-Solist Hermann Ulmschneider (Trompete).
Karten bei der Bad Wurzach-Info
Der Eintritt kostet im Vorverkauf 25 Euro, an der Abendkasse 28 Euro, ermäßigt für Schüler und Studenten sowie mit Gästekarte: 12 Euro. Kontakt: Bad Wurzach-Info, Rosengarten 1, 88410 Bad Wurzach, Tel. 07564 302-150, E-Mail: service@bad-wurzach.de. Veranstaltungsort: am Musikpavillon bei der Kurhaus-Kulturschmiede, Kirchbühlstraße 3, 88410 Bad Wurzach. Bei schlechter Witterung wird das Konzert in den Kursaal verlegt. Der Einlass erfolgt ab 16.30 Uhr.
Uli Gresser
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