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Die Stadtverwaltung ist in den neuen Räumen erreichbar

Der Rathaus-Umzug ins Schloss ist abgeschlossen

Foto: Uli Gresser
Der Bürgermeister in seinem neuen Amtszimmer im Westflügel des Schlosses. Solange das historische Rathaus saniert wird, ist hier nun das Büro des Stadtoberhauptes. Florian Schiller wird das Ausweichquartier wohl gut zwei Jahre in Anspruch nehmen – so lange werden wohl die Arbeiten im angestammten Amtssitz auf der Straßenseite gegenüber dauern.
veröffentlicht am: 01.10.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Wurzach – Die bauliche Sanierung des historischen Rathauses kann beginnen: In der vorvergangenen Woche (KW 39) zogen außer dem Bürgermeisteramt und der Pressestelle des Rathauses auch der bisher im Rathaus angesiedelte Fachbereich Bildung / Betreuung / Kultur in die ehemaligen Räume der Oberstufe des Salvatorkollegs im linken Seitenflügel des Schlosses um. Die städtischen Dienststellen im Amtshaus (Bauamt, Kämmerei …) sind von diesem Umzug völlig unberührt.

Wie oft wohl ist Bürgermeister-Sekretärin Nadja Münsch in den vergangenen Wochen zwischen altem Rathaus und neuem „Rathaus“ hin- und hergependelt? Für voraussichtlich zwei Jahre ist der Westflügel des Wurzacher Schlosses nun ihr neues dienstliches Zuhause.

Nachdem schon vor Wochen mit der Umsiedlung der Registratur und dem verbliebenen Rathaus-Archiv begonnen worden war, sind in der vorvergangenen Woche nun die im Rathaus verbliebenen 16 Mitarbeiter (inklusive Bürgermeister) samt Möblierung ins Schloss umgezogen. Schon vor Jahren war das Untergeschoss des Rathauses wegen feuchter Wände gesperrt worden und jenes Personal ins Amtshaus umgesiedelt worden.

Beim Umzug aus dem alten Rathaus war auch eine Hebebühne im Einsatz.

Packen im alten Rathaus.

„Es war gut, dass wir am Freitag (25.9.) auch noch geschlossen hatten“, berichtet Martin Tapper,  Leiter des Fachbereichs Büro Bürgermeister, unter anderem zuständig für die Pressestelle. „Denn am Freitag funktionierte das Netzwerk noch nicht. Sowohl Telefon als auch Computer-Netzwerk mussten von IT-Mitarbeiter zum Leben erweckt werden. Damit hatten die IT-Mitarbeiter dann das Wochenende über gut zu tun.“

Bei der Begutachtung der leeren Räumlichkeiten im Schloss habe er gedacht: „Die Räume sind viel zu groß.“ Nachdem man nun mit allen Schränken und Regalen eingezogen ist, relativierte sich der Platzbedarf.  Das „Vorzimmer“ des Bürgermeisters ist wahrscheinlich der größte Raum des neuen „Rathauses“. Der ehemals als Chemiesaal genutzte Raum, damals, als noch die gesamte Schule im Schloss untergebracht war, bekam aus diesem Grund eine Art Besuchertheke, sozusagen als Raumteiler.

Das Bürgermeister-Sekretariat.

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Jugendmusikschulleiterin Eva-Maria Oberleiter an ihrem neuen Arbeitsplatz.

Datenleitung in historischem Gemäuer.

Ab Montag (28.9.) dieser Woche lief der Betrieb wieder normal, die Mitarbeiter konnten loslegen. Auch Bürgermeister Florian Schiller hat sich schon gut in seinem neuen Büro eingerichtet. Im geräumigen Besprechungsraum nebenan wurde die kahle Wand durch die wertvolle Stadtfahne aufgelockert. „Es war eine Idee des Vorzimmers, die Fahne nicht in irgendeiner Abstellkammer verstauben zu lassen“, sagt Martin Tapper dazu, dass in den neuen Räumen „Flagge“ gezeigt wird. Diese ist auch etwas ganz Besonderes, denn Bad Wurzach ist in ganz Süddeutschland eine der wenigen Städte, die mit einer Trikolore als Stadtfahne aufwarten kann.

Als Wandschmuck im Besprechungsraum dient die Stadtfahne.

Zwar sind immer wieder noch Bauhofmitarbeiter in den Räumen unterwegs, aber alle „übergesiedelten“ Mitarbeiter der Stadtverwaltung können wieder ihrer Arbeit nachgehen. 

Die Sanierung des historischen Rathauses – erbaut um 1470 – wird auf mindestens zwei Jahre veranschlagt.

Das provisorische Rathaus ist im Westflügel des Wurzacher Schlosses angesiedelt (unterer roter Punkt). Der rote Punkt oben markiert den Standort des historischen Rathauses. Karte: Stadt

Text und Fotos: Uli Gresser

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