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Bad Waldsee / Haisterkirch – Seit 1968 führt das Kolpingwerk Europa regelmäßig Friedenswanderungen durch. Kolpingsmitglieder aus verschiedensten europäischen Ländern nahmen und nehmen daran teil. In diesem Jahr fand die 57. Internationale Friedenswanderung in Bad Waldsee statt unter dem Motto: „Um Frieden, Freiheit, Hoffnung bitten wir“.


Die Sebastianskapelle oberhalb von Haisterkirch war das Ziel der Kolping-Pilger.

Das Vorstandsteam der Bad Waldseer Kolpingsfamilie mit Stephan Spaeth, Robert Amann und vielen Helferinnen und Helfern – auch vom Kolping-Theater Bad Waldsee – hatte für die knapp 400 gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine organisatorische Mammutaufgabe perfekt bewältigt. Das dreitägige Programm für all die Gäste, die größtenteils auch im Stadtbereich Bad Waldsee übernachteten, war umfangreich und interessant gestaltet worden.
Ein Beispiel vom Freitag (15. Mai) sei hier genannt: Nach dem Morgenlob um 8.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Peter startete man um 9.00 Uhr eine Wanderung, die um den Stadtsee Richtung Golfplatz ging; nach einer Stärkung in Hopfenweiler ging es weiter in den Haistergau. Das Mittagessen nahmen die Kolping-Friedenswanderer in der Gemeindehalle Haisterkirch ein.

Von da ging es den Stationenweg entlang hinauf zur Kapelle St. Sebastian. Hier versammelte sich die große, auch für die kühle Witterung bestens gerüstete Teilnehmerschar zum geistlichen Impuls mit Gebet und Gesang. Die frühere Haisterkircher Ortsvorsteherin Rosa Eisele (Bild) übernahm hier oben auf Bad Waldsees höchster Erhebung (758 m) das Mikrofon und berichtete über die Bedeutung dieser Kapelle, über das Bauwerk und die Innenausstattung und vor allem über den Sebastianstag und die „Bastiane-Pilger“.

Ziel der Weiterwanderung war dann die Grabener Höhe (754 m), ein beliebtes Ausflugsziel in der ganzen Region. An der Friedenswanderung im Haistergau teilgenommen hat auch der bekannte Schauspieler und Entertainer Johannes Warth, ein gebürtiger Bad Waldseer, der am Abend die Friedenswanderer mit seiner Vortragskunst in der Stadthalle begeisterte und beglückte. Als Jugendlicher entdeckte er seine schauspielerischen Fähigkeiten, so auch beim Kolping-Theater Bad Waldsee. Sein glanzvoller Auftritt an jenem Abend war zugleich ein Dankeschön, gehalten ganz im Sinn von Adolph Kolping und angepasst an das weitere, ermutigende Motto „Frieden entsteht im Herzen“. Der Mutmacher Johnny erntete stürmischen Applaus für seine Kunst. Aus dem Haistergau war auch der Instrumental- und Singkreis Haisterkirch dabei, um den festlichen Gottesdienst am Abschlusstag (16.Mai) feierlich zu umrahmen.
Text und Fotos: Rudi Martin
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