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    Kulturwochenende startet mit Kabarett und schwäbischen Ohrwürmern

    Gelungener Auftakt in Durlesbach

    Foto: Erwin Linder
    Kultur am Eisenbahn-Denkmal: Seit einigen Jahren richtet der Bähnlesverein ein Open-air aus.
    veröffentlicht am: 13.06.2026
    Autor: Erwin Linder
    Lesedauer: ca. 4 Minuten

    Bad Waldsee – Mit viel Witz, schwäbischem Sprachgefühl und bester musikalischer Unterhaltung ist am Freitagabend das Kulturwochenende am Schwäbischen Eisenbahn-Denkmal in Durlesbach gestartet. Der Förderverein Durlesbachbähnle veranstaltet gemeinsam mit dem Bad Waldseer Kulturverein Spektrum K an diesem Wochenende ein abwechslungsreiches Programm unter freiem Himmel – und schon der Auftakt machte Lust auf mehr.

    Die Four Frogs

    Los ging es mit den „Four Frogs“. Sie sorgten für einen gut gelaunten Start in den ersten Festivalabend. Die beliebte Band aus dem Raum Bad Waldsee besteht aus Gebe Mayerhofer, Manne Geggier, Wolfe Wirtensohn und Giovanni Hepp. Ihr Markenzeichen: Sie spielen bekannte englische Hits und Ohrwürmer, versehen diese jedoch mit schwäbischen Texten – mal augenzwinkernd, mal herrlich schräg, aber immer mit viel Charme und großem Wiedererkennungswert.

    Werner Koczwara

    Hauptact des Abends war der Kabarettist Werner Koczwara mit seinem Programm „Sternhagelschwäbisch“. Mit hoher Pointendichte, viel Sprachwitz und einem feinen Gespür für die schwäbischen Eigenheiten nahm er sein Publikum mit auf eine ebenso absurde wie urkomische Reise.

    Da ging es mit dem Aufzug hinunter in die Hölle, wo ein restlos überforderter Teufel auf seine Besucher wartete. Der Tod kämpfte mit massiven Alkoholproblemen, und ganz nebenbei wurde geklärt, wie sich Männer und Frauen mit schwäbischen Kosenamen zuverlässig in den Wahnsinn treiben lassen. Vorgetragen wurde das Ganze in Koczwaras „gut verständlichem Oxford-Schwäbisch“. Immer wieder brandete herzhaftes Gelächter auf, und die Besucher spendeten begeisterten Applaus.

    Als Zwischenact gab Koczwara noch eine Gesangseinlage nach der Melodie des Jazz-Songs „Fever“. Ein Loblied auf den Biber, der doch bitte den Baum in seinem Garten fällen soll, weil er sonst Probleme mit dem Ordnungsamt bekommt.

    Nach einer guten Stunde Angriff auf die Hirn- und Lachmuskeln gab Koczwara die Bühne wieder frei für den zweiten Einsatz der „Four Frogs“. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten. Es wurde mitgesungen, geschmunzelt und mitgewippt.

    Mehr Besucher hätte dieser Abend allerdings verdient gehabt. Nach einem regnerischen Vormittag war lange nicht klar, ob die Veranstaltung überhaupt wie geplant stattfinden konnte. Als sich das Wetter schließlich hielt, wurde es am Abend recht kühl. Vielleicht waren es deshalb gerade einmal rund 100 Besucher, die den Weg nach Durlesbach fanden. Auf den aufgestellten Bänken blieb noch reichlich Platz.

    Achim Strobel an Grill und Mikro

    Achim Strobel – Ortsvorsteher und Vize-Vorstand beim Bähnelsverein – war wie immer überall zu Gange. Mal an der Grillstation, mal am Getränkestand. Und nicht zuletzt am Mikro, wo er die Gäste des Abends und die Künstler begrüßte. Stilvoll mit ein paar Weingläsern und einer Flasche in der Hand. Denn an diesem Abend  wurde auch Four-Frogs-Wein ausgeschenkt und verkauft. Ein Rheingau-Riesling von Frosch mit ganz besonderer Beziehung zur Band.

    Marion Metzler und Simon Heinrich am „Empfang“

    Eingang und Abendkasse machte Marion Metzler vom Spektrum K zusammen mit Simon Heinrich. Heinrich ist als „Inklusionsbetreuer“ bei vielen Festivals zur Stelle, wenn es gilt, Personen mit Handicap zu unterstützen.

    „Bärenbande“ und Sonntagsfrühschoppen

    Das Kulturwochenende in Durlesbach ist damit aber noch nicht zu Ende. Am heutigen Samstag (13.6.) geht das Programm mit der Band „Bärenbande“ weiter.

    Den Abschluss bildet am Sonntag der traditionelle Frühschoppen.

    Wer den stimmungsvollen Auftakt verpasst hat, bekommt also noch Gelegenheit, die besondere Atmosphäre rund um das Schwäbische Eisenbahn-Denkmal in Durlesbach zu erleben.

    Reichlich freie Plätze – wegen der kühlen Witterung war der Besuch ein bisschen enttäuschend. Heute und am Sonntag ist gutes Wetter angesagt. Also: Auf nach Durlesbach!

    Wo Rauch ist, ist auch ein Grill. Achim Strobel in Aktion.

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    Die Four Frogs Manne Geggier, Wolfe Wirthensohn, Giovanni Hepp und Gebe Mayerhofer.

    Achim Strobel preist edlen Wein an

    … und geizt nicht beim Einschenken.

    „Des isch mir doch scheißegal, ob der Stern jetzt do …

    … oder do schtoht.“ Werner Koczwara deutet ins Weltall und möchte damit sagen, dass ein Menschen-Millimeter dort einem Lichtjahr oder mehr entspricht.

    Allzu zudringliche Handy-Fotografen werden schon mal weggescheucht.                   

    Der braucht keine Requisiten, um sein Publikum in Bann zu schlagen: Werner Koczwara

    Text und Fotos: Erwin Linder

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    Erwin Linder
    veröffentlicht am
    13.06.2026
    Lesedauer: ca. 4 Minuten
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