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Haisterkirch – Haisterkirch darf heuer auch ein besonders Jubiläum feiern, denn einer der bedeutendsten Äbte des Klosters Rot an der Rot, nämlich Abt Hermann Vogler (1680 – 1749) war hier als Pfarrherr von Haisterkirch segensreich wirkend von 1709 bis 1712 und wurde schon im 32. Lebensjahr zum Vorsteher des Klosters Rot gewählt. Seine Liebe zu Haisterkirch offenbarte er dann durch Bauprojekte, die er danach als Abt veranlasste.
Im Jahr 1726, also vor 300 Jahren, ließ er die ursprünglich romanische Kirche restaurieren und barockisieren und begann nachweislich mit der Bauplanung eines monumentalen Pfarrhauses für etliche Prämonstratenser-Mönche zur seelsorgerlichen Betreuung der Region um Haisterkirch.. Das Pfarrhaus, das auch als Sommerresidenz des Ordens diente, wurde 1736 fertiggestellt. Ein Sandsteinrelief an der Vorderseite des schlossähnlichen Klosterhofs erinnert mit den Initialen A H Z R (Abt Hermann zu Rot) und der Jahreszahl 1736 an den Erbauer Abt Hermann Vogler.
Die Bedeutung dieses Abts, der auch schon „Barockprälat“ genannt wurde, spiegelt sich in der ganzen Haistergau-Region um die damalige Mutterkirche Haisterkirch wider. Ein Deckenbild im Klosterhof, der heute in Besitz der Stadt Bad Waldsee ist, erinnert daran. Im Kranz ihrer Filialkirchen von Ehrensberg, Gwigg, Haidgau, Mennisweiler (St. Eligius), Molpertshaus und Mühlhausen steht die Taufkirche Johannes Baptist im Mittelpunkt. Dass sich die Schule von Rot an der Rot und die Grundschule Haisterkirch als Abt- Hermann-Vogler- Schulen in der Jetztzeit bezeichnen, lässt auch heutzutage noch erkennen, welche Bedeutung dem Ordenspriester Abt Hermann Vogler beigemessen wird.
Text und Fotos: Rudi Martin



























