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Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbandes Bad Waldsee

Vorsitzender Maximilian Klingele im Amt bestätigt

Foto: CDU
Die Vorstandschaft der Bad Waldseer CDU, eingerahmt vom CDU-Kreisvorsitzenden Christian Natterer (links) und von Staatssekretär Raimund Haser (rechts).
veröffentlicht am: 14.06.2026
Autor: Peter Lutz
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Bad Waldsee – Auf der diesjährigen Hauptversammlung der Bad Waldseer CDU war das gesamte Vorstandsteam neu zu wählen. Die gut besuchte Versammlung im Hotel „Adler“ in Gaisbeuren wurde vom frisch gebackenen Staatssekretär im baden-württembergischen Verkehrsministerium Raimund Haser und vom CDU-Kreisvorsitzenden Christian Natterer besucht beziehungsweise geleitet. Vorsitzender Max Klingele trug einen umfassenden Tätigkeitsbericht über die abgelaufene Wahlperiode vor. Kassierer Wolfgang Maier konnte positiv über die finanzielle Situation des Stadtverbands berichten. Der Entlastung des Vorstands stimmten daher alle anwesenden Mitglieder zu, bei Enthaltung der Betroffenen. Das Führungsteam um Maximilian Klingele kann auf das Vertrauen der Mitgliedschaft bauen und wurde mit einem neuen Mandat ausgestattet.

Max Klingele auf den Spuren Martin Schagemanns

Maximilian Klingele, Vorsitzender des CDU-Statdverbandes Bad Waldsee, bei seinem Rechenschaftsbericht.

Maximilan Klingeles ausführlicher Rechenschaftsbericht erfasste die Kommunal- und Europawahlen 2024 bis zur aktuellen Hauptversammlung. Im Gegensatz zu den anderen örtlichen Parteien konnte die CDU erneut eine volle Kandidatenliste aus qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern zur Wahl stellen. Die Wähler belohnten dies mit einer Erhöhung der Sitzzahl im Gemeinderat und zudem stellt die CDU zwei Bürgermeisterstellvertreter! Das beste Einzelergebnis erzielte Klingele selbst. Das letzte Mal gelang dies der CDU mit Martin Schagemann vor nunmehr zwanzig Jahren!

Stasi-Akte, Bauernkrieg, Ampel-Aus

Neue Veranstaltungsformate habe man entwickelt, so den Tag der Ehrungen und den Tag der Deutschen Einheit. So stellte Peter Lutz in 2024 seine eigene umfangreiche Stasi-Akte vor. In 2025 berichtete Stadtarchivar Michael Tassilo Wild über die Bauernkriege vor 500 Jahren, die auch Vorläufer und erste Ansätze einer Demokratisierung in Deutschland waren. Nach Abtritt der Ampelregierung musste spontan ein Bundestagswahlkampf organisiert werden, in dem Axel Müller ein hervorragendes Ergebnis in Bad Waldsee erreichte. Auch die schon traditionellen Sommertouren Raimund Hasers haben die Sympathiewerte der örtlichen CDU erhöht. Synergien wurden durch Kooperationen mit Nachbarverbänden in Wolfegg, Bergatreute und Aulendorf erarbeitet. Mit den vielen kommunalpolitischen Kandidaten von 2024 gab es ein interessantes Schützenturnier.

Biosphäre, Wärmewende und Käs-Spätzle

Die Ablehnung des geplanten Biosphärengebiets erfolgte aus Gründen der Unterfinanzierung und wegen des Aufbaus zusätzlicher bürokratischer Instanzen. Der Landtagswahlkampf war in Bad Waldsee höchst erfolgreich für die CDU mit Haser und Zweitkandidat Klingele. Besonderes Lob spendete Maximilian Klingele dem Ehepaar Rosa und Herbert Eisele, das für fast 60 Personen zum Aschermittwoch in der Suppenküche Kässpätzle zubereitete. Gäste waren unter anderem Andreas Jung (damals stellvertretender Unionsfraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag) und Raimund Haser, MdL. Bekanntlich ist Jung nun neuer Kultusminister des Landes!

Dienten ihren Ortschaften über viele Jahre als Ortsvorsteherinnen: Rosa Eisele (links) in Haisterkirch, Anne Rose Zembrot in Reute.

Gleich nach der Landtagswahl befasste man sich in einem neuen Format mit Zukunftsfragen in Bad Waldsee. So berichtete Manfred Erne, Chef der Stadtwerke Bad Waldsee, über energiepolitische Themen in der Kurstadt. Abschließend dankte Klingele allen Unionsabgeordneten in Land, Bund und Europa und dem Kreisvorsitzenden Christian Natterer für deren Unterstützung der lokalen Parteiarbeit.

Starkes Doppel: Christian Natterer und Raimund Haser.

Die Wahlen

Christian Natterer leitet die nun fälligen Neuwahlen. Der Kern des bisher erfolgreichen Teams wurde eindrucksvoll bestätigt. Vorsitzender bleibt Max Klingele, seine Stellvertreter sind Matthias Covic, Franziska Heine und Marc Schrödter. Kassier ist weiterhin Wolfgang Maier und Schriftführer ist Lorenz Klingele. Mitgliederbeauftragter ist Serkan Cihan. Zu Beisitzern wurden gewählt: Juliane Dobner, Rosa Eisele, Otto Frick, Wilhelm Heine, Alfred Maucher, Birgit Maucher, Thomas Moser und Franz Daniel Pfaff. Drei ausscheidenden und nicht mehr kandidierenden Mitgliedern dankte Klingele für ihr geleistetes Engagement mit einem Weinpräsent. Es sind Franziska Schwaiger, Florian Schmid und Franz Fesseler.

Aus der Rede von Raimund Haser

Zu Beginn seines mit Spannung erwarteten Berichts gratulierte Raimund Haser (Bild) allen neu gewählten Vorstandsmitgliedern. Nur die wichtigsten Aussagen Hasers seien nun erwähnt. Oberschwaben sei nun im Landtag durch drei stimmenstarken Abgeordneten der CDU vertreten, nämlich Manuel Hagel, Thomas Dörflinger und Haser selbst, was die die Vertretung regionaler Anliegen erleichtere. Die Regierungskoalition werde von zwei gleichstarken Fraktionen getragen, je 56 Abgeordneten. Erste Aufgabe sei die Stabilisierung der Kommunen. Und weil auch Baden-Württemberg in einer Übergangssituation stehe, müsse darauf hingearbeitet werden, gestärkt aus der Krise zu kommen. Weltuntergangsstimmungen helfen da sicher nicht, meinte Haser, die Weltlage sei nun mal eine völlig andere, insbesondere auch durch China oder die USA. Mutige Technologieschritte seien erforderlich und schaffen neue Jobs. Dazu seien Akzeptanz und Leistungsbereitschaft durch die  Menschen zu stärken. Hasers zugespitzte Erkenntnis dazu: Wenn alle durch politische Entscheidungen Betroffenen schimpfen, liege die Politik richtig. Projekte müssen schneller realisiert werden vor allem in den Planungsphasen. Deshalb falle künftig bei Verkehrsinfrastrukturprojekten der Klimacheck weg. Aktionsgesetze würden noch vor der Sommerpause eingebracht. So werde der Staat wieder funktionsfähig. Wenn nämlich der Staat nicht funktioniert, profitiere davon allein die AfD. Die Schulen werden gestärkt, insbesondere im Bereich der bisher vernachlässigten Sprachbildung. Reparaturen von in die Jahre gekommenen Verkehrswegen im Land haben höchste Dringlichkeit. Dazu ein Beispiel: Im gesamten Land müssten allein 640 Sandsteinbrücken saniert werden. Die anstehende Sanierung der B 30 südlich von Biberach sollte ursprünglichen Überlegungen zufolge 18 Monate dauern und so lange auch gesperrt bleiben. Sein Ministerium werde das so sicher nicht zulassen, versprach Haser. Für die viel zu langen Planungsabläufe habe niemand Verständnis. Es werde beobachtet, wo das besser laufe und dann entsprechend umgesetzt. Auch zum Gesundheitswesen äußerte sich der Staatssekretär. Unsere Gesellschaft habe sich stark verändert. Anspruchsvolle medizinische Versorgung dürfe nicht durch geografisch nah bei einander liegende konkurrierende Einrichtungen verteuert werden. Eine Fusion von OSK und MCB (Medizin-Campus Bodensee in Friedrichshafen) wäre daher sinnvoll gewesen. Aber das letzte Wort hierzu sei sicher noch nicht gesprochen, meinte Haser. Abschließend wünschte Haser dem CDU-Stadtverband weiterhin erfolgreiches Schaffen und versprach, wie bisher, in der Kurstadt oft und gerne präsent zu sein.
Text und Foto (4): Peter Lutz 

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14.06.2026
Lesedauer: ca. 5 Minuten
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