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Immenried – Mit einem Feldgottesdienst haben Gläubige der Seelsorgeeinheit Kißlegg das Fest „Mariä Himmelfahrt“ am 15. August bei einer erst kürzlich neu errichteten landwirtschaftlichen Scheune in Immenried gefeiert. Etwa 60 Gläubige waren zusammengekommen, um mit Ortspfarrer Gunnar Sohl und seinem Gast, Pater Robert Leku Owiko aus Uganda, den Marienfeiertag mit einer heiligen Messe zu begehen.
Pater Robert, der noch bis 4. September als Urlaubsvertreter in Kißlegg tätig ist, gab seiner Freude Ausdruck, erstmals in Kißlegg sein zu können und mit den Gemeindemitglieder die Gottesdienste feiern zu dürfen.
Während des Gottesdienstes, den Pfarrer Sohl musikalisch begleitete, weihte P. Robert auch die mitgebrachten Blumen- und Kräutersträuße. Diese Kräuterweihe am Mariä-Himmelfahrts-Tag hat eine lange Tradition. Der Brauch reicht bis ins frühe Mittelalter (10. Jahrhundert) zurück und erinnert an eine Legende, die besagt, dass drei Tage nach dem Tod der Gottesmutter die Jünger Jesu ihr Grab leer vorfanden, da Maria bereits in den Himmel aufgefahren war. Dafür duftete alles nach Lilien und Rosen und vor dem Grab wuchsen die Lieblingsheilkräuter der Gottesmutter. Traditionell werden deshalb zu „Maria Himmelfahrt“ wohlriechende Kräuter und Blumen gesammelt, zu Sträußen gebunden und im Gottesdienst geweiht. Diese Kräuter sollen Familie und Heim vor möglichem Unheil schützen.
In Anschluss an den Gottesdienst segnete Pfarrer Gunnar Sohl noch den nach einem Brand neu errichteten landwirtschaftlichen Schuppen der Familie Dietenberger und erinnerte an die Bedeutung der Landwirtschaft für die Menschen. Abschließend dankte er den Anwesenden für ihr Kommen und Mitbeten, umarmte seinen afrikanischen Mitbruder und betonte die weltweite Gemeinschaft der Gläubigen. Noch vor wenigen Tagen habe er Pater Robert gar nicht gekannt und jetzt seien sie schon beste Freunde. Dazu beigetragen hätten auch die ausgezeichneten Kochkünste des Afrikaners, der gut Deutsch spricht, in Innsbruck Theologe studierte und in der Küche des Kißlegger Pfarrhauses eine gute Figur abgibt.
Wer P. Robert Leku Owiko und sein spannendes Leben als Priester in Uganda näher kennenlernen möchte, ist am Dienstag, 25. August 2026, um 19 Uhr ganz herzlich ins „Kinderhaus Regenbogen“ in Kißlegg (Eugen-Bolz-Str. 7) zu einen Vortrag eingeladen, in dem Pater Robert über die Herausforderungen und Aufgaben der Seelsorge in seiner Heimatgemeinde berichtet.







































