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    Die Traumata der Kriegskinder und die Kraft der Kriegsenkel

    Vortrag am Freitag, 10. Juli, im Kloster Habsthal

    veröffentlicht am: 06.07.2026
    Autor: Monika Weiß, Förderverein des Benediktinerinnenklosters Habsthal
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Region – Am Freitag, 10. Juli, ab 19.00 Uhr, findet ein Vortrag im Kloster Habsthal, Klosterstraße 11, 88356 Ostrach, mit der Berliner Autorin Ingrid Meyer-Legrand statt. Über die „Schrecken des 2. Weltkrieges im biographischen Gepäck“ referiert die Berliner Autorin Ingrid Meyer-Legrand.

    Sie waren Kinder im Zweiten Weltkrieg. Oft sind die „Kriegskinder“ selbst schwer traumatisiert worden. Sie haben die Bomben erlebt oder die Flucht, eine Mutter, die alleine zurechtkommen musste und möglicherweise selbst Schlimmes erlebt hat. Wenn der Vater nicht mehr zurückkehrte oder nach der Heimkehr ein anderer war, mussten sie sich diesem Schicksal fügen. Kriegskinder tragen deshalb ein ganz besonderes Erbe. Nachdem ihre Generation in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren vermehrt in den Blick geraten ist, sind es inzwischen auch die Kriegsenkel, die nicht selten noch im Bann der Kriegstraumata stehen. Mehr und mehr bekommen auch sie die Aufmerksamkeit.

    Dabei betrachtet sie sowohl das besondere Erbe der Kriegskinder als auch das der Kriegsenkel. Die Therapeutin zeigt auf, wie diese Erfahrungen oft noch in beide Generationen hineinwirken und nicht selten bis ins Hier und Jetzt belastend sind. Sie macht aber auch Mut, dass vor allem die Kriegsenkel durch ihre spezielle Familiengeschichte ein Rüstzeug mitbekommen haben, mit den heutigen Herausforderungen besser umzugehen.

    So beschreibt die Autorin Ingrid Meyer-Legrand in ihrem neuen Buch „Aufgewachsen im langen
    Schatten des Krieges, wie Kriegsenkel heute ihr biografisches Erbe erkennen und nutzen“ die positive Kraft und die Ressourcen der Kriegsenkel, die diese möglicherweise gerade aufgrund der Belastungen entwickelt haben. „Entdecken Sie die Ressourcen Ihrer Herkunftsfamilie. Da sind nicht nur Belastungen, sondern auch Dinge, auf die Sie stolz sein können“, fordert sie ihre Zuhörer*innen auf. Nicht selten stelle sich eine Hochachtung vor der eigenen Lebensleistung ein, die als Chance genutzt werden könne. Ingrid Meyer-Legrand zeigt, warum diese Jahrgänge ein mentales Rüstzeug haben, das sie dazu befähigt, mit Veränderungen und mit dem gesellschaftlichen Wandel besser umzugehen als andere.

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    Ingrid Meyer-Legrand praktiziert in freier Praxis in Berlin, Brüssel und online, als Systemische Therapeutin (ST), Systemische Supervisorin (SG), Coach und Hypnotherapeutin und war 20 Jahre Lehrbeauftragte an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit (EHB) in Berlin. Die Dipl.-Sozialarbeiterin studierte Sozialwissenschaften und Geschichte und hat die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde; HP Psychotherapie, Europäisches Zertifikat Psychotherapie (ECP). Meyer-Legrand ist Autorin
    zahlreicher Fachveröffentlichungen zum Thema Kriegsenkel wie „Die Kraft der Kriegsenkel“ (2016), „Kriegsenkel: Endlich ankommen! Neue Zukunftsperspektiven durch die Versöhnung mit deiner Geschichte“ (erscheint im Herbst 2026) im Europa Verlag.

    Eintritt: 10 €
    Der Förderverein des Benediktinerklosters Habstahl unterstützt mit dieser Veranstaltung die Zukunft des Klosters

    Flyer anbei

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    Monika Weiß, Förderverein des Benediktinerinnenklosters Habsthal
    veröffentlicht am
    06.07.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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