Bad Wurzach – Es war ein beeindruckendes Konzert, das das Vokalensemble des Salvatorkollegs gemeinsam mit den Instrumentalistinnen, die mit den vorgetragenen Musikstücken ihre Abiturprüfungen im Fach Musik abgelegt haben, dem Publikum an diesem Donnerstagabend (11.6.) in der Leprosenhauskapelle boten.
Den Auftakt machte – nach der Begrüßung durch den „Leprosenhaus-Maier“, wie Bernhard Maier sich selbst bezeichnete – Elise Kazmaier virtuos mit ihrer Violine, die beim Adagio-Allegro aus Georg Friedrich Händels Sonate E-Dur von Valerjia Kizka am Klavier begleitet wurde.
Elise Kazmaier erwies sich als Multitalent, hatte sie später gemeinsam mit ihrer Pianistin danach mit „Kolysanka“ von Grazyna Bacewicz einen weiteren Auftritt als Instrumental-Solistin. Und sie sang gemeinsam mit Hannah Gräber bei nächsten Auftritt des Vokalensembles den Solopart bei dem wunderbar melodiösen „Caresse sur lócean“ des mit Jahrgang 1954 zeitgenössischen Komponisten Bruno Coulais. Hannah Gräber wiederum meisterte als Solistin am Klavier souverän die Aufgabe Arvo Pärts „Variations for the healing of Arinuska“, die sich ähnlich wie Ravels Bolero mit jeder Variation in ihrer Dynamik steigerte.
Mit einem kurzen Gedicht führte die Fachbereichsleiterin Musik, Christine Braig, in die Thematik des Konzertes ein. Klangfarben könnten laut und leise, aber auch hell und dunkel sein, war dessen Botschaft.
Dies bewies das Vokalensemble mit seinem ersten Lied „Hotaru Koi“ einem japanischen Traditional, das es auch noch einmal als Zugabe nach dem offiziellen Programmende für das begeisterte Publikum sang.
Sehr mutig trat Amira Dinler mit ihrer Violine vors Publikum: Einmal ganz ohne Klavierbegleitung – bei Bachs Allmande – zeigte sie ihr großes Können und zum zweiten mit Edgar Elgars „Chanson de nuit“ mit Klavierbegleitung durch Christine Braig.
Auch Kerstin Eble war einmal mit ihrer Querflöte als Solo-Instrumentalistin beim Allegro aus dem Konzert für Flöte, Streicher und Basso Continuo G-Dur des Komponisten, Flötisten und Flötenbauer Johann Joachim Quantz im Einsatz. Zum anderen war auch sie jeweils als Sängerin des Vokalensembles bei dessen Auftritten gefordert.
Mit Anna Butscher bewies eine weitere Querflöten-Solistin den hohen Qualitätsstand der musikalischen Ausbildung an Salvatorkolleg und der städtischen Jugendmusikschule. Gemeinsam mit ihrer Flötenlehrerin Bernadette Vogt am Klavier hatte sie die nicht eben einfache Aufgabe, das „Concertino for Flute and Pian“ von Cécile Chaminade dem Publikum nahezubringen. Was sie jedoch mit großer Souveränität meisterte und vom Publikum, darunter viele Eltern und Lehrer, aber auch mit Martha Wild, eine der ältesten Einwohnerinnen von Bad Wurzach, mit begeistertem Applaus belohnt wurde.
Wer kennt ihn nicht: „Gabriellas Song“ aus dem dramatischen Musikfilm „Wie im Himmel“, der seit dem Jahr 2005 die Herzen der Menschen berührt. Dieses Lied hatten Christine Braig und Barbara Zinser als fulminanten Schlusspunkt für das Vokalensemble auserkorenen. Aber nicht in deutscher oder englischer Sprache, nein es musste schon in der Original-Sprache auf Schwedisch sein. Christine Braig, die nach dem Konzert jeder Musikerin eine Rose überreichte, spielte die Klavierbegleitung.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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