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Neues Gesicht im Gartenhaus

Verena Wiest hat Koordinationsstelle „Solidarische Gemeinde“ in Isny übernommen  

Foto: Stadt Isny/Michael Panzram
Gemeinwesensarbeiterin Verena Wiest vor ihrem neuen Arbeitsplatz im Gartenhaus. Das Gartenhaus ist eine historische Besonderheit in Isny. In ihrem Buch „Politische Kultur Isnys im Allgäu – auf den Spuren einer freien Reichsstadt“ schreibt Sylvia Greiffenhagen hierzu: „Seit der Reformationszeit durfte kein Katholik in Isny mehr Bürgerrechte besitzen oder annehmen; die Stadt blieb rein protestantisch. […) Bezeichnend für das Verhältnis der Konfessionen in Isny ist das Schicksal der katholischen Gartenhäusler, einer städtischen Unterschicht ohne Rechte und Ansehen, die vor der Stadtmauer wohnen mußte. Diese Gartenhäusler waren wirtschaftlich schlecht gestellte, meist abhängig beschäftigte, weitaus überwiegend katholische Personen ohne Bürgerrecht, die zeitlich befristet in Gartenhäusern einiger Bürger vor der Stadt und Vorstadt, aber innerhalb der Gemarkung von Isny, zur Miete wohnten. […] Sie lebten im wahren Sinne des Wortes am Rande der städtischen Gesellschaft.“
veröffentlicht am: 19.05.2026
Autor: Michael Panzram, Stadt Isny
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Isny (mp) – Die „Solidarische Gemeinde“ hat in Isny die Aktion „Herz und Gemüt“ abgelöst. Das Gesicht zu dem Projekt ist Verena Wiest, die Anfang April die neue Anlauf- und Koordinationsstelle für Senioren übernommen hat. Ihren Arbeitsplatz hat die 36-jährige Wiest an einem ganz besonderen Ort.

Seit dem Umzug der Isny Marketing GmbH ins Hallgebäude vor knapp sechs Jahren stand das berühmte Gartenhaus am Eingang zum Kurpark leer. Lange hatten zuvor die Büros für Kultur und Stadtmarketing hier auf zwei Stockwerken ihren Platz. Nun herrscht endlich wieder Leben in den Räumen, die von tiefer religiöser Spaltung vergangener Jahrhunderte erzählen. Im Erdgeschoss hat sich Verena Wiest eingerichtet und sich sofort wohl gefühlt. Nicht nur der historisch bedeutsame Arbeitsplatz hat es ihr angetan, sondern auch der Blick aus dem Fenster auf den blühenden Park – und die berufliche Aufgabe sowieso. „Es ist schön, für eine gute Sache zu arbeiten“, sagt Wiest.

Zunächst ist das Projekt „Solidarische Gemeinde“ in Isny auf drei Jahre angelegt. Verena Wiest soll als Anlauf- und Koordinationsstelle die Seniorenarbeit in der Stadt vernetzen. Eigentlich ist sie Stadtplanerin und hat zuletzt für die Vinzenz von Paul gGmbH in Wangen gearbeitet. Bürgerbeteiligung war dort ein wesentlicher Bereich ihrer Aufgabe. In diesem Bereich hat sie geholfen, Stellen wie diejenige, die sie jetzt in Isny innehat, aufzubauen. Wiest reizen der Perspektivwechsel und die Herausforderung, eine neue Struktur zu schaffen und mitgestalten zu können.

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Momentan ist Verena Wiest tief drin in der Kennenlernphase. So schnell wie möglich will sie eine Bestandsanalyse machen und sich ein Netzwerk aufbauen. Isny, lobt sie, sei bei der Seniorenarbeit schon gut aufgestellt. „Wir bauen im Projekt auf die vorhandenen Angebote wie zum Beispiel den Fahrdienst, Begegnungsangebote in der Unteren Mühle und das Themencafé auf und sind offen für neue Initiativen. Engagierte Personen dürfen sich dazu natürlich immer bei mir melden.“ Zusammen mit der Caritas als Projektbegleitung und -beratung soll ein Bürgerbeteiligungsprozess mit einer Auftaktveranstaltung, Workshops und Arbeitsgemeinschaften für einzelne Themen umgesetzt werden. Das Motto des Projekts „Gut leben im Alter“ wird die Gemeinwesensarbeiterin die nächsten Jahre in ihrer Arbeit begleiten.

Alexandra Kreisle, Sachgebietsleiterin Kinder, Jugend, Familie und Senioren im Isnyer Rathaus, erklärt: „Das Projekt Solidarische Gemeinde ist eine gemeinsame Initiative der Caritas Bodensee-Oberschwaben und des Katholischen Dekanats Allgäu-Oberschwaben. Unterstützt wird das Projekt durch den Landkreis Ravensburg und die Friedrich Schiedel Stiftung. Wir freuen uns sehr, Verena Wiest als städtische Mitarbeiterin für unser Team gewonnen zu haben. Mit ihr gibt es wieder eine kontinuierliche Ansprechpartnerin für die Senioren und Ehrenamtlichen vor Ort. Sie steht auch Hilfe- und Ratsuchenden gerne mit Informationen zur Seite.“

Kontakt

Kontakt: Verena Wiest ist im Gartenhaus im Unteren Grabenweg in Isny erreichbar unter Telefon 07562/905747 und per E-Mail an verena.wiest@isny.de. Ihre Sprechstunden sind Montag und Mittwoch, jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr, sowie nach telefonischer Vereinbarung.

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Michael Panzram, Stadt Isny
veröffentlicht am
19.05.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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