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Lebensräume für Jung und Alt

Aktionen für den internationalen Tag der Nachbarschaft

Foto: Ulrich Gresser
Auf dem Bild (v.l.): Robert Stützle (Bürgerstiftung), Sandra Göttl (Pflegestützpunkt), Stefanie Heinrich (Nachbarschaftshilfe), Susanne Baur (Herz & Gemüt, Gemeinwesensarbeit), Franziska Link-Bodenmüller (Bürgerstiftung) und Klaus Schütt (Stadtseniorenrat)
veröffentlicht am: 15.05.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Wurzach – Gemeinwesensarbeiterin Susanne Baur hatte zum Pressegespräch vor der konzertierten Aktion auf dem Wochenmarkt am 21. Mai aus Anlass des internationalen Tages der Nachbarschaft am 28. Mai eingeladen und alle Beteiligten in Bad Wurzach waren zu dem Gespräch in den Quartierstreff der Lebensräume für Jung & Alt gekommen: Bürgerstiftung, organisierte Nachbarschaftshilfe, Pflegestützpunkt, Stadtseniorenrat und Gemeinwesensarbeit betonten damit die Wichtigkeit von ehrenamtlichem Engagement.

Susanne Baur erklärte in ihrer Begrüßung, dass an diesem Montagmorgen die geballte soziale Kraft Bad Wurzachs versammelt sei.

Stefanie Heinrich, die Koordinatorin der organisierten Nachbarschaftshilfe will bei dieser Aktion auf dem Markt die Arbeit der Nachbarschaftshilfe vorstellen. Auch das Thema „Gute Nachbarschaft“ solle nach Corona weiter gepflegt werden. Auf die früheren Gemeindeschwestern war historisch der Krankenpflegeverein entstanden, aus dem dann die Nachbarschaftshilfe wurde. Aktuell betreut die Nachbarschaftshilfe 130 Haushalte. 65 Helfer leisten dafür rund 10.000 Einsatzstunden pro Jahr. Wie inzwischen in fast jedem Verein und jeder Organisation sind zusätzliche Helfer willkommen.

Die Bürgerstiftung, vertreten durch den ersten Vorsitzenden Robert Stützle und seiner Stellvertreterin Franziska Link-Bodenmüller stellte die Aktion der Notfalldose vor. Dank der Unterstützung der Bürgerstiftung können diese Dosen, die wichtige Informationen für Ersthelfer, Notfallsanitäter und Notärzte enthalten, von den Hilfsdiensten wie DRK und Johanniter kostenlos an Senioren und alleinstehende Menschen verteilt werden. Franziska Link-Bodenmüller erläuterte die Handhabung der Dosen, in die wichtige Informationen wie Einnahme von Medikamenten, den Namen des Hausarztes und Kontaktdaten einer in der Nähe lebenden Person, die im Notfall informiert werden sollte, sowie eine Patientenverfügung enthalten soll.

Klaus Schütt war in Doppelfunktion zu dem Treffen gekommen. Einmal als Mitgliedes des Vorstandes des Stadtseniorenrates, der gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr auf dem Stand über eine gemeinsame Aktion informieren wird. Zum anderen vertrat er als Bürgermeisterstellvertreter die Stadt. Sein Blick ging dabei in die Zukunft, in der aufgrund des Hausärztemangels das Engagement von Ehrenamtlichen immer mehr Gewicht bekomme. Ziel sei es, die Vereine (wie die Nachbarschaftshilfe) zu unterstützen, um die Professionellen zu entlasten.

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Susanne Baur sieht in Bad Wurzach eine gute Vernetzung der Organisationen. Der Raum in den Lebensräumen habe sich in vielen Fällen gut etabliert. Dennoch gebe es Fälle, wo keine schnelle Lösung, etwa ein Heimplatz, gefunden werden kann, wo es wichtig sei, miteinander zu reden. Auch Sandra Göttl vom Pflegestützpunkt meldete steigende Zahlen beim Landratsamt, wo Angehörige Pflegeplätze suchen. „Der Hilfebedarf wächst.“

Dafür sei auch erforderlich, Landes- und Bundespolitiker dazu zu bringen, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen, warf Klaus Schütt ein. Franziska Link-Bodenmüller sieht eine Ursache in der veränderten Lebenssituation: „Die Kinder leben oft weit weg. Da fangen Ehrenamtliche vieles auf.“ Susanne Baur ergänzte: „Viele können nur wegen Ehrenamtlichen noch zu Hause leben.“ Der Bedarf an Ehrenamtlichen sei sehr groß.

Sandra Göttl berichtete auch, dass Angehörige, um die Pflege zu organisieren, für 10 Tage das sogenannte Pflegeunterstützungsgeld beantragen können.

Vortrag am 19. Mai

Sandra Göttl wird am 19. Mai um 18.30 Uhr im Sitzungssaal von Maria Rosengarten zu dem Thema: „Leistungen der Pflegeversicherung“ einen vom Stadtseniorenrat organisierten Vortrag halten.

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