Zum Kommentar „Brücken bauen“ (DBSZ am 27. April)
An Stil hat es in der Riedstadt während des Wahlkampfes doch erheblich gefehlt. So äußerte sich Herr Schiller schon gleich zu Beginn dahingehend, dass es in Bad Wurzach erst knirsche, seit Frau Scherer im Amt sei („Schwäbische Zeitung“, 16.3.). Man stelle sich vor, ein Kandidat, der noch keine Stunde die Geschicke von Bad Wurzach gelenkt, geschweige denn verbessert hat, lässt sich zu solchen Aussagen hinreißen, das ist einfach kein guter Stil.
Ja, der berühmte Kurbetrieb, seit Jahrzehnten die Achillesferse im Haushalt. Was wurden nicht alles für Geschäftsführer eingesetzt, ein Hochstapler mit gefälschtem Doktortitel war unter anderem auch dabei. Ein gut bezahlter Mitarbeiter auf diesem Posten genießt das Vertrauen des Bürgermeisters, vermutlich hat Frau Scherer da zu sehr vertraut, bis im vergangenen Herbst die bittere Pille dann auf dem Tisch lag.
Ob Hallenbad oder Turm, es handelte sich um Projekte, die im Vorfeld angestoßen wurden, und gerade Letzteres wurde förmlich zu einer Glaubensfrage hochstilisiert und instrumentalisiert.
Ihre ganzen erfolgreichen Umsetzungen sind in den Kampagnen gegen sie völlig untergegangen. Und zum Argument, die Teilgemeinden leiden unter der Schuldenlast der Kernstadt, kann man nur anmerken: Auch die Teilgemeinden profitieren letztlich von einer positiven Stadtentwicklung; die Landwirte, die in den Teilgemeinden sind, wurden vom Biosphärenprojekt verschont, die Jugendarbeit wurde wiederbelebt und es gäbe noch viele weitere gute Entwicklungen während der vergangenen acht Jahre.
Christine Hofer-Runst, Bad Wurzach
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