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Bad Waldsee – Auch dieses Jahr organisierte der Förderverein Durlesbachbähnle wieder seinen inzwischen traditionellen Ostermarkt und er wurde von stattlicher Besucherzahl belohnt. Zeitweise dürften an die 1000 Neugierige in der Halle gewesen sein. Ganz sicher konnten die heiter-bunten und frühlingshaften Farben von den derzeit nicht so heiteren Schlagzeilen ablenken. Der Verein verwendet den Erlös der Veranstaltung zum Erhalt des legendären und viel besungenen Eisenbahndenkmals Durlesbach im Schussentobel. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Zur Mittagszeit bildete sich eine Warteschlange für Leberkäs oder Maultaschen mit Kartoffelsalat und Getränken bis zum Halleneingang. Später gab es auch Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Letzterer war ausschließlich von fleißigen Bäckerinnen gespendet!

57 Aussteller
57 Aussteller, vor allem Hobbykünstler, waren an 90 Tischen vertreten. Und wer auch im kommenden Jahr dabei sein möchte, muss sich bis spätestens November bewerben, berichtete der Vereinsvorsitzende Karsten Arndt im Gespräch mit dem Autor. Er war sichtlich zufrieden mit der Resonanz des diesjährigen Ostermarkts. Seine Gedanken gingen aber bereits zum nächsten großen Event des Vereins. Vom 12. bis 14. Juni steigt das Kultur-Open-Air am Bahnhof Durlesbach, das hoffentlich wieder gut angenommen wird, wenn hoffentlich auch das Wetter mitspielt. Die treuen und so wichtigen Sponsoren des Vereins wünschen sich das natürlich sehnlichst. Das Denkmalsgelände mit René Auers Darstellungen des Goißbocks, der Bäuerin, dem Bauern und dem Konduktör, dem das Pfeifle aus dem Mund fällt, wurde in den letzten Jahren erfreulich aufgewertet!
Auf dem Rundgang durch die Marktstände gab es viele Anregungen zum Selbermachen und vor allem viele kleine und große Kunstwerke. So mancher Besucher wurde sicher von der quälenden Frage erlöst, was schenke ich denn all meinen Lieben. Da gab es geschmackvollen Schmuck, vielfältige Dekorationsarbeiten, tolle Gestecke für die Haustüre oder für den Ostertisch und auch kleine Palmen für den Palmsonntag durften nicht fehlen. Nur den Esel, auf dem Jesus in Jerusalem einzog, muss man im derzeit noch geschlossenen Kornhaus dann später bestaunen.
Eier aller Art
Auch durfte man so mancher Künstlerin oder manchem Künstler bei der Arbeit zuschauen. Insbesondere Ostereier aus unterschiedlichsten Materialien, natürlich auch echte, vom Osterhasen, von der Hühner- oder Straußenfarm wurden feilgeboten. Hasen in allen Größen und kunstvoll gearbeitet standen bereit für den Festtag der Auferstehung am Wochenende nach dem ersten Frühlingsvollmond. Es gab Hasen aus Bodenseetreibholz, Outdoorhasen aus sonnengegerbtem Holz, Hasen als Schmuckstück bis hin zu Serviettenringen. Selbstverständlich war sogar ein lila Milkahase zu Gast.
Hasen und Bienen
Weil ja zu Ostern die Fastenzeit endet, durften auch süße Verführungen nicht fehlen. Am Stand der Schokohasen konnte das verwendete Material sogar großzügig gekostet werden. Draußen und drinnen waren auch die nach langen Frosttagen ersehnten Frühblüher zu beobachten! Das erfreut nicht nur uns Menschen, sondern auch unsere fleißigen Bienen. Familie Wachter bat daher zum Honigstand. Mutter und Sohn Klaus betreuten den Stand. Der musikalisch vielbeschäftigte Klaus hatte noch am Abend des gleichen Tages einen auswärtigen Auftritt mit der Brassband Oberschwaben Allgäu in seiner Terminplanung!

Der Zuckerhasenbäcker

Insbesondere ältere Besucher wurden an ihre Kindertage erinnert. Tatsächlich gab es noch den früher allgegenwärtigen Zuckerhasenbäcker. Der Bad Wurzacher Benjamin Gut mit Frau hatte unterschiedlichste Gussformen. So gab es vom kleinen Hasenlolly bis zum Hasen in unterschiedlichen Aktionen die bis Ende der Fünfzigerjahre beliebten roten Zuckerhasen, die dann von Karamellhasen und später leider von Schokohasen abgelöst wurden. Nicht nur der an Jahren recht reife Autor dieses Berichts war dort logischerweise magnetisch angezogen. Sogar unser noch junger Oberbürgermeister Matthias Henne mit ebenso junger Gattin Sarah-Jane und drei Kindern kamen an diesem besonderen Stand nicht nur kurz vorbei!

Familie Henne beim Zuckerbäcker.
Lob der Musik
Ein anderer Stand erinnerte wohl an die zahlreichen musikalischen Events in der Durlesbachhalle. Auf Eiern und Kieselsteinen wurde die Musik als gute Medizin zur Ablenkung von trüben Gedanken gepriesen. Ob damit an das Konzert des Musikvereins Reute-Gaisbeuren am Ostersonntag erinnert wurde, ist natürlich zu hoffen!

Filigrane Schreibkunst.

Sinnsprüche auf Kieselsteinen.
Die Strickerinnen
Neben allerlei österlichen Textilien wie Kinderkleidung, Grillschürzen, Handtüchern gab es auch Gestricktes gegen kalte Füße, allen voran der Strick-Kreis, der den Erlös aus dem Verkauf fder Strickwaren für soziale Projekte des Klosters spendet.

Sie stricken für einen guten Zweck: Liese Fluhr, Annerose Zembrot, Marion Hüllen und Brunhilde Linder (von links).

Über alle 57 Stände könnte man berichten, sie hätten es verdient. Aber ein Anblick sollte doch noch erwähnt werden: Dem Lokalautor sind ja die beweglichen Eglifiguren der Franziskanerinnen noch sehr vertraut. In diese Richtung ging auch ein Angebot mit Waldorf-Figuren (Bild), die an christliche Feste erinnern sollen.
Dank an die vielen Helferinnen und Helfer

Nicht nur aus eigener Überzeugung, sondern auch im Auftrag von Karsten Arndt (Bild) muss ein großes Dankeschön an die vielen Helferinnen und Helfer gerufen werden! Ohne sie wäre diese bunte Einstimmung auf die Ostertage sicher nicht möglich!

Einer der vielen Helfer: Franz Bendel.
Schon jett darf man sich auf das Open-Air des rührigen Bähnles-Vereins am Bahnhof Durlesbach im kommenden Juni freuen!
Text und Fotos: Peter Lutz
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