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Berg / Bad Waldsee – Einmal im Jahr verleiht die RAFI-Geschäftsführung im Rahmen des kontinuierlichen Innovationsprozesses den internen Preis „Innovator des Jahres“. Ende 2025 erhielt Semih Ölmez, Teamleitung Technologie im RAFI-Werk Bad Waldsee, besagte Auszeichnung für die Entwicklung eines KI-basierten Modells zur Unterstützung des NPI-Prozesses. Das damit verknüpfte Preisgeld spendete er an die in Ravensburg ansässige Mossakowski-Stiftung.
Das von Semih Ölmez entwickelte KI-Modell unterstützt die strukturierte Übertragung und Optimierung von Prozessparametern innerhalb des New Product Introduction, kurz NPI-Prozesses. Dabei fungiert die Lösung als digitale Unterstützung für Prozesstechnologen und Industrial Engineers, indem Referenzdaten analysiert, Plausibilitätsprüfungen durchgeführt und robuste Startparameter für neue Projekte abgeleitet werden.
„Mit dem Modell wollten wir den NPI-Prozess effizienter und gleichzeitig robuster gestalten. Besonders wichtig war dabei, Erfahrungswissen systematisch nutzbar zu machen und stärker datenbasiert zu unterstützen“, erklärt Semih Ölmez. „Gleichzeitig möchte ich mit dem Projekt auch eine klare Botschaft verbinden: Der gezielte Einsatz von KI ist ein wichtiger Baustein, um Effizienzen im Produktionsstandort Deutschland nachhaltig zu steigern und dessen Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und die damit verbundene Anerkennung.“
Förderung von Jugendlichen im Bereich Digitale Bildung
Mit der Auszeichnung ist eine Spende in Höhe von 2000 Euro verbunden, die der oder die jeweiligen Innovationsträger einem selbstgewählten wohltätigen Zweck zukommen lassen dürfen. In diesem Jahr geht die Spende passenderweise an die Mossakowski-Stiftung, die sich für die Förderung von Jugendlichen im Bereich Digitalisierung und digitale Bildung einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Unterstützung junger Menschen bei der Umsetzung eigener digitaler Projekte – unabhängig davon, ob es sich um Audio-, Video-, Design-, Softwareentwicklungs- oder KI-Projekte handelt.
„Digitale Kompetenz wird für die Zukunft junger Menschen genauso wichtig werden, wie die Fähigkeit, Lesen, Schreiben und Rechnen zu können. Aus diesem Grund hat die Mossakowski Stiftung das Projekt ‚dgtal‘ ins Leben gerufen, einen Makerspace, in dem Jugendliche den verantwortungsvollen, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien kennenlernen können. Sie können in einem inspirierenden Umfeld eigene Projekte kreativ und wirkungsvoll umsetzen“, fasst Jürgen Mossakowski, der gemeinsam mit seiner Frau Vera die Stiftung leitet, die Ausrichtung der Einrichtung zusammen – und ergänzt: „Wir freuen uns sehr über die finanzielle Unterstützung und Wertschätzung durch die Firma RAFI und deren Innovatoren“.
Über die RAFI-Gruppe
Das im Jahr 1900 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert elektromechanische Bauelemente und Systeme für die Mensch-Maschine-Kommunikation. Dazu gehören Taster, Schalter, Touchscreens und Bediensysteme sowie elektronische Baugruppen. RAFI-Produkte werden eingesetzt in der Automation und Medizintechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, in Straßen- und Schienenfahrzeugen, in Haushaltsgeräten sowie in der Telekommunikation. Die RAFI-Gruppe agiert weltweit mit über 2000 Mitarbeitern an Standorten in Deutschland, Europa, China und den USA. Der Hauptsitz der RAFI-Gruppe befindet sich in Berg bei Ravensburg. In Bad Waldsee hat RAFI seit 2025 eine Produktionsstätte.































