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Isny – Das Schloss Isny ist ein Ort, an dem heutzutage die schönen Künste auf wunderbare Weise ihren Platz gefunden haben. Zu verdanken ist dies vor allem einem Mann, der wie kein anderer das Schloss in seiner jetzigen Form geprägt hat: Friedrich Hechelmann.
Er war nicht nur ein Maler von Weltruhm und Schöngeist im besten Wortsinn, sondern auch der gute Geist dieses Hauses. Ihm ist es zu verdanken, dass sich dessen Mauern heute wieder mit Leben, Kunst & Kultur füllen. Ein besonders gelungenes Beispiel für diese Symbiose war das Konzert „Augenblicke“, mit dem das Tri-o-Colore am 21. Februar im nahezu ausverkauften Refektorium die Gäste begeisterte.
Maria Hartmann (Querflöte), Camilla Hartmann (Violoncello) und Mizuka Kano-Hartmann (Klavier) entführten das Publikum in die Sinneswelten Friedrich Hechelmanns und nutzten dazu nicht nur die Klangvielfalt ihrer Instrumente, sondern auch die Kraft der Poesie und einen bunten Bogen von Bildinstallationen. Bereits die Auswahl der Musikstücke zeigte das ganze Spektrum des Könnens dieser drei brillanten Musikerinnen, denn es liest sich wie ein Who’s Who der größten Komponisten: von Bach über Beethoven, Brahms und Debussy bis hin zu Haydn und Carl-Maria von Weber. Ein besonderes Kleinod war eine beschwingte Perle der Kammermusik der Komponistin Jeanne-Louise Farrenc.
Neben Solostücken für die einzelnen Instrumente begeisterten insbesondere die Trios, die mit großer Spielfreude und zarter Ausgewogenheit vorgetragen wurden. Mit außergewöhnlicher Harmonie und Virtusiotät gelang es dem Tri-o-Colore, jedes Instrument für sich brillieren zu lassen, ohne dass die anderen dabei übertrumpft wurden. Die Stimmung der Musik wurde durch Gedichte unterstrichen, die – von Camilla Hartmann mit poetischem Gespür vorgetragen – mal romantisch, mal heiter den jeweiligen Grundton aufnahmen. Eine Hommage an den Ausnahmekünstler Friedrich Hechelmann war das Kaleidoskop seiner passend zur Musik ausgewählten Bilder. Die Begeisterung des Publikums verlangte nach einer Zugabe, deren Ankündigung bereits mit anhaltendem Applaus begrüßt wurde. Mit dem „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck fand das außergewöhnliche Konzert einen ebenso zauberhaften wie besinnlichen Ausklang. Wie Johanna Hofer-Kink vom Förderverein Roter Salon zu guter Letzt betonte, war dies ein wunderbarer Abend ganz im Sinne des leider zu früh verstorbenen Malers, Mäzens und Freunds der schönen Künste Friedrich Hechelmann. Man hätte sich hierfür keine besseren Botschafterinnen wünschen können als das zu Recht mit standing ovations gefeierte Tri-o-Colore.
































