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Bad Waldsee-Reute – Eine beeindruckende Zahl an Professjahren und ebenso beeindruckende Lebensgeschichten kamen zusammen, als die Franziskanerinnen im Kloster Reute am vergangenen Samstag (16.5.) die Professjubiläen dieses Jahres feierten. In der gut gefüllten Pfarrkirche St. Peter und Paul in Reute feierten Mitschwestern, Angehörige und viele Freunde den schönen Anlass mit den Jubilarinnen.
Die Jubilarinnen haben während ihrer langen Ordenszugehörigkeit an unterschiedlichen Orten und Stellen gewirkt, beispielsweise als Erzieherin, Flughafenseelsorgerin, Gemeindereferentin, als Künstlerin und Paramentenmeisterin oder als Expertin für Kräuterheilkunde, immer nahe bei den Menschen, für die sie da waren und noch immer sind. Allen gemein ist der Anlass des Jubiläums, die Profess. Mit ihr feiern die Schwestern den Tag, an dem sie erstmals ihre Ordensgelübde abgelegt haben, die Zusage ihrer Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. Zuerst auf Zeit und später, nach einer Phase der Bewährung, schließlich auf Lebenszeit. Damit verbunden war der Verzicht auf persönlichen Besitz und Eigentum, auf Ehe und Familie und die Verpflichtung zu Gehorsam. Zuletzt wurde dieser Anlass im Kloster Reute mit der ewigen Profess von Sr. M. Tobia Hartmann im November 2025 gefeiert.
Die Gruppe der Jubilarinnen war in diesem Jahr kleiner als gewohnt. Aus gesundheitlichen Gründen konnten einige der älteren Jubilarinnen nicht am Festgottesdienst mit den Mitschwestern teilnehmen. Nichtsdestotrotz standen im Festgottesdienst, der u.a. von Pfarrer Ulrich Steck und Festprediger Br. Heinz-Jürgen Reker aus München zelebriert wurde, Freude und Dankbarkeit über das lebenslange Ja der Schwestern zu Gott und der Gemeinschaft im Mittelpunkt. Musikalisch wurde der Gottesdienst festlich gestaltet vom Schwesternchor und Sr. M. Franziska Bachmann an der Orgel.
Ordensleben gleicht einer Bergtour
Br. Heinz-Jürgen, selbst Franziskaner und Ordensmann, stellte in seiner Festpredigt Analogien zwischen dem Ordensleben und einer Bergtour her. Einen langen Atem brauche es dafür, Durchhaltevermögen und immer wieder auch den Blick zum Himmel, dem Ziel der Lebensreise. Er sparte auch die Durststrecken während einer solchen Bergtour nicht aus, Erfahrungen, die wohl jede Ordensfrau und jeder Ordensmann einmal durchleben müsse. Dies verknüpfte Generaloberin Sr. Maria Hanna mit dem Dank an die Jubilarinnen für ihre Treue zur Gemeinschaft und für ihren vielfältigen und unermüdlichen Dienst an den Menschen.
Festtag im Kreis der Schwestern und Angehörigen
Nach der Predigt traten die anwesenden Jubilarinnen nach vorne. Pfarrer Steck spendete jeder einzeln den Segen durch Handauflegung. Die Jubilarinnen erneuerten vor Generaloberin Sr. Maria Hanna und den anwesenden Mitschwestern ihr Professversprechen als feierlichen Höhepunkt des Jubiläumsgottesdienstes. Im Anschluss an den Gottesdienst war Zeit zur Begegnung und für Gratulationen. Den Festtag verbrachten die Schwestern dann im Kreis der Mitschwestern und Angehörigen.
Die Jubilarinnen sind:
75 Jahre: Sr. M. Ludgera Haberstroh
70 Jahre: Sr. M. Rogata Schniertshauer
60 Jahre: Sr. M. Humberta Schmalz; Sr. M. Consolata Blaser; Sr. M. Birgit Bek; Sr. M. Antonie Maikler
40 Jahre: Sr. Gisela M. Ibele








































