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Gastkommentar

Der Wind hat sich gedreht

veröffentlicht am: 29.04.2026
Autor: Felix Löffelholz
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die württembergische Allgäubahn wird ertüchtigt. Wir haben Felix Löffelholz, Sprecher des Bodensee-Oberschwaben-Verkehrsverbundes (bodo), um seine Meinung dazu gefragt. Hier sein Kommentar:

Neue Technik für die Bahnstrecke Aulendorf – Kißlegg: Wenn in den kommenden Monaten die alten, noch per Muskelkraft bedienten Stellwerke in den Bahnhöfen von Bad Waldsee und Roßberg durch eine neue, digitale Technik ersetzt werden, ist das ein klares Zeichen: Bessere Zeiten stehen an. Und das genau 20 Jahre, nachdem der Bahnhof Wolfegg seiner Weichen und Signale beraubt wurde, die Hälfte der Zugverbindungen auf einen Schlag wegfiel und die Stilllegung der Querverbindung zwischen Allgäu und Oberschwaben, ähnlich wie in den 1980er-Jahren, plötzlich wieder in den Bereich des Möglichen rückte.

Jetzt aber fließen Millionen für mehr Leistungsfähigkeit. Die neuen Stellwerke versprechen flüssigere Betriebsabläufe. Zugleich rückt die Elektrifizierung immer näher, verbunden mit dem Konzept des bodo-Ringzugs.

Stillegung? Kein Thema mehr. Stattdessen die Aussicht auf bessere, verlässlichere Bahnverbindungen. Der Wind hat sich gedreht, und das ist gut. Ganz bequem wird der Weg in die besseren Zeiten allerdings nicht. Schienenersatzverkehr mit längeren Fahrzeiten und häufigerem Umsteigen ist nötig. Und von heute auf morgen geht all das ebenfalls nicht. Geduld in vielen Facetten ist also noch gefragt. Aber die Aussicht auf die Zukunft macht’s erträglich. Allen, die dafür gekämpft haben und weiterkämpfen, sei gedankt.
Felix Löffelholz

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Felix Löffelholz
veröffentlicht am
29.04.2026
Lesedauer: ca. 2 Minuten
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