

Kontakt
Redaktion
Anzeigen
Weingarten (rei) – Johannes Paul Weiß, der Wortführer bei der Petition gegen einen Abbau des Heiligblut-Altars in der Basilika (im Wege einer Neugestaltung des Vierungsbereichs), hat inzwischen fast 5900 Unterschriften zusammen, wie es auf der Webseite https://www.openpetition.de/petition/online/erhaltet-den-historischen-heilig-blut-altar-in-der-basilika-weingarten heißt (genau: 5843; Stand: 15. Oktober. 9.00 Uhr; die Sammlung ist beendet). Er will diese am Sonntag, 18. Oktober, dem Kirchengemeinderat mit Dekan Schmid an der Spitze übergeben. Am Mittwoch, 21. Oktober, stellt die Kirchengemeinde um 19.00 Uhr in der Basilika die Planungen öffentlich vor. Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren nimmt die Interessen der Diözese wahr und begleitet die Planung. Inzwischen fungiert der Bundestagsabgeordnete Axel Müller als Vermittler zwischen den Gegnern und Befürwortern der Neugestaltung des Altarraumes.
Auf der Petitions-Webseite äußert sich Initiator Johannes Paul Weiß zum baulichen Zustand des 1931 errichten Altares wie folgt: „Die in den vergangenen Wochen wiederholt öffentlich verbreitete Darstellung, der historische Heilig-Blut-Altar bzw. sein Sockel sei ,marode‘, ist fachlich nicht haltbar. Das bestätigt nun ausdrücklich Thomas Pehle, Leiter des Amtes für Vermögen und Bau Baden-Württemberg in Ravensburg, das die Basilika für das Land verwaltet. Auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung (Ausgabe Ravensburg vom 14. Oktober) erklärt er unmissverständlich: ,Aus unserer Sicht ist das fachlich nicht zutreffend. Bauschäden wurden durch uns bisher nicht festgestellt.‘ Auch die rund 100 Jahre alten Stufen weisen zwar Gebrauchsspuren auf, stellen aber derzeit keine Gefahr dar. Damit ist klargestellt: Der historische Altar kann nach fachlicher Einschätzung des zuständigen Amtes nicht als marode bezeichnet werden.“ Mit einem angeblich schlechten baulichen Zustand lasse sich ein dringender Handlungsbedarf „nicht begründen“. Auch die Sicherheit der Heilig-Blut-Reliquie sei gewährleistet; denn eine Alarmanlage sei vorhanden und könnte im Zuge der Sanierung technisch aktualisiert werden.
Johannes Paul Weiß: „Unser Anliegen war und ist deshalb berechtigt: Es geht nicht um die Rettung eines angeblich baufälligen Altars, sondern um die Frage, ob ein kunst- und liturgiegeschichtlich bedeutendes Zeugnis der Weingartener Basilika erhalten bleiben soll.“
Nachstehend unter „Lesen Sie hierzu auch …“ unsere bisherigen Artikel zum Weingartener Altarstreit
Den Zugang zur Petitionswebseite haben wir unter dem roten Link-Balken in der rechten Spalte hinterlegt.





























