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Isny – Dass der Musik große Kraft innewohnt – davon konnte sich das Publikum am vergangenen Samstag bei dem Konzert von Take2 plus Bass überzeugen. Denn während sich draußen heftige Regenschauer mit Sturmböen abwechselten, herrschte im nahezu ausverkauften Refektorium des Schlosses Isny die Fröhlichkeit kubanischer Samba und die Leichtigkeit neu interpretierter Jazz-Klassiker.
Mit hoher Virtuosität und faszinierender Spielfreude gelang es Take2 plus Bass auf wunderbare Art, die Gäste mitzunehmen auf eine musikalische Reise fernab des Alltags. Dabei bedienten sich die Vollblutmusiker eines imposanten Arsenals an Instrumenten: zu dritt wechselten sie mühelos zwischen nicht weniger als 10 Instrumenten.
Während Christian Röck am Piano und Keyboard begeisterte, sorgte Christoph Heinz nicht nur am Kontrabass, sondern auch am E-Bass für den richtigen (und in der Musik so wichtigen) Rhythmus. Ben Beucker brillierte an 3 verschiedenen Saxophonen, 2 Klarinetten und einem Shaker, zudem übernahm er auch noch alle Gesangparts. Alle diese Instrumente wurden nicht nur technisch perfekt beherrscht, sondern auch mit größtmöglicher Liebe zur Musik gespielt. Unangestrengt und mit viel Spielfreude improvisierten die Vollblutmusiker, warfen sich gegenseitig Takte zu und ließen dabei komplexe harmonische Wechsel federleicht wirken. Die sie verbindende Liebe zur Musik war zwischen den drei Musikern auch in der Leidenschaft spürbar, mit der sie bei der Sache waren.
Dabei war das Spektrum der Stücke ebenso beschwingt wie beeindruckend: von stimmungsvollen eigenen Kompositionen ging es über Neuvertonungen von schwedischer Volks- und amerikanischer Filmmusik mit einem Abstecher in die Welt der Klassik zu Michael Jackson, Max Raabe und Duke Ellington. In launigen Worten wurde jeder Titel anmoderiert, was die Brücke zwischen den musikalischen Welten und Epochen auf kurzweilige Art schlug. Das Publikum wurde durch das bunte Kaleidoskop an Klangfarben und Stimmungen in eine alles andere als herbstliche Laune versetzt. Die Begeisterung fand ihren Ausdruck nicht nur im Lächeln auf den Gesichtern sowie zahlreichen wippenden Füßen und spontanem Szenenapplaus nach brillanten Soloeinlagen, sondern vor allem auch anhaltend donnernden Beifall, mit dem die Gäste Zugaben forderten. Man kann also mit Fug und Recht sagen: Take2 plus Bass – die Rechnung ist bei dem mitreißenden Konzert in Isny voll aufgegangen und es bleibt zu hoffen, dass von diesen drei Musikern noch oft zu hören sein wird.
































