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    Markante Stimmen der Gegenwartsliteratur zu Gast im Allgäu

    Isnyer Literaturtage vom 12. bis 26. April

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    veröffentlicht am: 06.03.2026
    Autor: Matthias Pecht, Isny Marketing GmbH
    Lesedauer: ca. 4 Minuten

    Isny – Vom 12. bis 26. April verwandelt sich die Stadt Isny wieder in einen lebendigen Treffpunkt für Literaturbegeisterte. Nach fast durchgehend ausverkauften Lesungen im letzten Jahr machen die Isnyer Literaturtage auch 2026 wieder deutlich, wie fest Literatur in Isny verankert ist und wie lebendig sie als eigenständiges Kulturgenre die Stadtgesellschaft bereichert. Der ehrenamtliche Arbeitskreis Literatur des Kulturforums Isny e. V. präsentiert gemeinsam mit Kooperationspartnern ein vielseitiges Programm mit Lesungen, innovativen Formaten und auch Veranstaltungen speziell für Kinder und Jugendliche. Der Vorverkauf für die Isnyer Literaturtage 2026 startet am 16. März.

    Literaturfrühschoppen am 12. April

    Eröffnet werden die Literaturtage am Sonntag, 12. April, traditionell mit dem beliebten Literaturfrühschoppen im historischen Gasthof Adler in Großholzleute. Dort werden die Gewinnertexte des Isnyer Schreibwettbewerbs präsentiert, bei dem sich in diesem Jahr alles um das Zitat „Ich sage ja, doch schüttle den Kopf“ von der Autorin Lena Schätte dreht.

    Zu den Höhepunkten der Literaturtage zählen drei große Autorinnen- und Autorenlesungen:

    Lena Schaette. Foto: Boris Breuer

    Bereits am Eröffnungsabend liest Lena Gorelik im Kurhaus am Park aus ihrem aktuellen Buch „Alle meine Mütter“. Sie ist sich sicher, „Mütter prägen uns, auch wenn wir es nicht wollen, sie nisten sich in unseren Köpfen und Herzen ein …“. Gorelik erzählt davon, welche Mütter wir selbst zu sein versuchen, wie wir scheitern, zweifeln, stolpern und welche Ängste uns begleiten, was uns bindet und prägt. 1981 in St. Petersburg geboren und seit ihrer Kindheit in Deutschland lebend, gehört die Autorin zu den markanten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

    Dmitrij Kapitelman. Foto: Paula Winkler

    Am 16. April folgt Dmitrij Kapitelman mit seinem vielbeachteten Roman „Russische Spezialitäten“. Zwischen Familiengeschichte, politischer Realität und der Frage nach Identität erzählt Kapitelman von einer Familie zwischen Kyjiw und Leipzig – und von den Zerreißproben, die der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine bis in private Beziehungen hinein auslöst. Was kann er tun, um seine Mama vom Faschismus und den irren russischen Fernsehlügen zurückzuholen? Sein Roman stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

    Lena Schätte. Foto: Thomas Dashuber

    Am 17. April liest schließlich Lena Schätte aus „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“. In eindringlicher Sprache schildert sie das Aufwachsen in einer von Alkohol geprägten Arbeiterfamilie – ein bewegender Roman über Herkunft, Abhängigkeit und familiären Zusammenhalt, der für den Deutschen Buchpreis 2025 nominiert war.

    Darüber hinaus erwartet das Publikum ein facettenreiches Rahmenprogramm: Die Kinoreihe „filmreif“ zeigt die Literaturverfilmung „Stiller“ nach Max Frisch. Dr. Till Bastian liest im Roten Salon aus seinem neuen Buch „An der äußersten Grenze – Eine Chronik des Sinnlosen und der Vergeblichkeit“. Mit den „Bookdates“ lädt die Stadtbücherei am 23. April – dem Welttag des Buches – zu einem neuen, interaktiven Format ein, bei dem Isnyerinnen und Isnyer ihre persönlichen Lieblingsbücher vorstellen. In einer Lesung mit Musik verbindet Peter Licht am 24. April scharf beobachtete Texte mit Songs voller Witz, Ernst und Poesie. In der Nuller Jahren sang er vom „Sonnendeck“, heute präsentiert der vielfach ausgezeichnete Autor, Musiker und Theatermacher ein intensives Live-Erlebnis zwischen Literatur, Pop und kluger Gesellschaftsbeobachtung.

    Auch für Kinder und Jugendliche öffnen sich vielfältige literarische Räume – vom Lagerfeuer mit Geschichten aus der Welt von Astrid Lindgren über einen Songwriting-Workshop bis hin zum Kindertheater „Earhart“. Schulinterne Lesungen und Projekte ergänzen das öffentliche Programm. Und ein sichtbares Zeichen für die gelebte Isnyer Lesekultur ist die BuchZelle in der Wassertorstraße, die ab diesem Jahr ganzjährig zum Tauschen und Entdecken von Büchern einlädt.

    Alle Informationen zum Programm sowie Tickets gibt es bei der Isny Info im Hallgebäude, unter isny.reservix.de und unter www.isny.de/literaturtage. Die Isnyer Literaturtage werden gefördert von der Buchhandlung Mayer und der Kreissparkasse Ravensburg.

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    Matthias Pecht, Isny Marketing GmbH
    veröffentlicht am
    06.03.2026
    Lesedauer: ca. 4 Minuten
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