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Großes Interesse: Die Kapelle im Schloss Mochental war zur Eröffnung der Ausstellung proppenvoll.

Schloss Mochental – Seit 18. Oktober findet sich im Schloss Mochental eine sehenswerte Ausstellung, die einen Meister mit gleich vier seiner Schüler präsentiert. Es handelt sich um Bernhard Heisig mit Sohn Johannes Heisig sowie Hartwig Ebersbach, Hubertus Giebe und Werner Liebmann. „In der Ausstellung zeigen wir künstlerische Begegnungen von nationaler Tragweite, die hochkarätige Meisterwerke zusammenführt“, erklärt Schlossherr und Galerist Ewald Schrade.

„Kunst und Kultur gehören nicht nur in die Metropolen, sondern auch in den Buchenwald“, stellt der Schirmherr und Innenminister Manuel Hagel vermutlich mit Blick aus einem der vielen Fenstern des Schlosses, nämlich 365, launig fest. Doch nicht im Wald, sondern in der Kapelle des Schlosses findet die Vernissage statt, voll mit Gästen aus nah und fern. Das Interesse ist groß. Die fünf Künstler verweisen mit ihrer unterschiedlichen Kunst auf das geteilte sowie vereinte Deutschland, seine Brüche und Konflikte, persönlich und gesellschaftlich.
Der 1925 geborene und 2011 verstorbene Künstler Bernhard Heisig gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Leipziger Schule und der ostdeutschen Kunst. Der Reutlinger Sammler Siegfried Seiz hat zahlreiche Werke ostdeutscher Künstler erworben, und sein Sohn Manuel Seiz hat die Ausstellung in Mochental kuratiert.

Zwei die sich gut kennen: Ewald Schrade (links), Schlossherr und Galerist, begrüßte den Schirmherr der aktuellen Ausstellung, Innenminister Manuel Hagel, der als Ehinger einen kurzen Weg bis zum Schloss Mochental hatte. Fotos: Reck

„Bernhard Heisig malte, wie es seiner Überzeugung entsprach, der Krieg war sein Lebensthema, obwohl das hier sind keine Historienbilder“, sagt Hagel bei der Eröffnung. „Wenn eine Demokratie keine Brüche erträgt, dann ist sie keine. Kunst ist frei, steht im Grundgesetz, Kunstfreiheit ist kein Geschenk, sondern ein Auftrag“, betont der Politiker mit Wohnsitz in Ehingen. Hagel erinnert daran, dass nach der Wende Künstler aus dem Westen den Ostdeutschen die künstlerische Qualität absprachen. Die Ausstellung widerlegt diese Behauptung eindrucksvoll.

Die Ausstellung in Schloss Mochental „Bernhard Heisig & ehemalige Meisterschüler“ kann bis Sonntag, 6. Dezember, besucht werden.

Hubertus Griebe: Sonnenuntergang am Dangaster Wattenmeer, Leinwand, 2018

Autor: Roland Reck


erschienen in November 2026

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Meister und Schüler

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