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Kegeln

TSG Bad Wurzach startet mit starken Leistungen in die neue Saison

veröffentlicht am: 23.09.2026
Autor: Jessica Tok, TSG-Kegeln
Lesedauer: ca. 11 Minuten

Bad Wurzach – Ein ereignisreiches erstes Spielwochenende liegt hinter den Keglerinnen und Keglern der TSG Bad Wurzach. Neben starken Mannschaftsleistungen, spannenden Duellen und einem beeindruckenden 8:0-Sieg gab es allerdings auch Rückschläge und eine Verletzung zu verkraften. Eines wurde dabei bereits am ersten Wochenende deutlich: Mit der TSG Bad Wurzach ist in dieser Saison zu rechnen.

Am Samstag, 19. September, war es endlich wieder so weit: Nach einer intensiven Vorbereitungsphase rollten bei der TSG Bad Wurzach wieder die Kugeln. Die Vorfreude war bei allen Mannschaften groß, denn die neue Saison bringt einige Veränderungen mit sich. Erstmals schickt die TSG eine zweite Damenmannschaft ins Rennen, dazu kommen einige neue Gesichter und gleichzeitig die Rückkehr von Spielerinnen und Spielern, die bereits früher erfolgreich für den Verein auf den Bahnen standen. Die Vorbereitung hatte bei vielen Akteuren bereits für starke Ergebnisse gesorgt und entsprechend groß war die Motivation, diese Leistungen nun auch im Punktspielbetrieb zu bestätigen. Dass ein Saisonauftakt jedoch nicht immer nach Plan verläuft, zeigte sich bereits am ersten Spieltag.

Damen II: Neues Team, alte Bekannte und ein bitterer Wermutstropfen
Für die neu formierte Damen II ging es zu Hause gegen den KSC Hattenburg g. Gleich zum Auftakt wartete damit eine anspruchsvolle Aufgabe auf das neu zusammengestellte Team.

Besonders im Mittelpunkt standen dabei zwei Spielerinnen, die eigentlich gar nicht mehr so neu sind: Lea Eisele und Susanne Farkas. Beide waren bereits in der Jugend für die TSG erfolgreich und kehrten nun auf die Kegelbahn zurück.

Eisele hatte aus gesundheitlichen Gründen eine längere Pause eingelegt. Bei einem Spiel der ersten Damenmannschaft in der vergangenen Saison packte sie jedoch plötzlich wieder das Kegelfieber. Die Kugel wurde erneut in die Hand genommen und das Training wieder aufgenommen.

Auch Susanne Farkas hatte ihre Kegelschuhe zwischenzeitlich an den Nagel gehängt. Familie und andere Verpflichtungen hatten zunächst Vorrang. Doch durch ihren Sohn fand auch sie wieder zurück auf die Kegelbahn. Bei der Stadtmeisterschaft standen beide schließlich gemeinsam auf den Bahnen. Ein damals scherzhaft gemeinter Spruch sollte sich wenig später tatsächlich bewahrheiten: „Wenn du da aufs Treppchen kommst, kannst du direkt wieder unterschreiben und ein Trikot anziehen.“

Farkas nahm die Herausforderung an und ist nun wieder offiziell Teil der TSG. Ihr Comeback im Punktspiel hätte dabei kaum besser beginnen können. Gemeinsam mit Brigitte Oder eröffnete sie das Spiel. Oder kämpfte zunächst etwas mit ihrem Spiel, fand jedoch wieder in die Spur und zeigte auf ihrer zweiten Bahn mit 144 Holz eine starke Leistung. Am Ende musste sie ihren Mannschaftspunkt trotz guter 490 Holz jedoch an ihre Gegnerin abgeben.

Farkas hingegen erwischte einen hervorragenden Einstand. Nach einem kurzen Durchhänger auf der dritten Bahn kämpfte sie sich zurück und belohnte sich mit starken 516 Holz und dem ersten Mannschaftspunkt der Saison für die Damen II.

Im Mittelpaar wurde es anschließend dramatisch. Saskia Miller bekam es mit einer starken Gegnerin zu tun und musste trotz großem Kampf ihren Punkt mit 451 Holz abgeben.

Noch bitterer kam es auf der Nebenbahn. Mannschaftsführerin Jessica Madormo bekam bereits früh Probleme mit ihrem Knie. Nach 81 Würfen war schließlich Schluss. Die Mannschaftsführerin musste die Bahn verlassen und wurde direkt ins Krankenhaus gebracht. Für die letzten 39 Würfe sprang Hanna Rieck ein. Der Mannschaftspunkt war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr zu retten. Insgesamt kamen Madormo und Rieck auf 411 Holz.

Zum Abschluss gingen Gertrud Madlener und Lea Eisele auf die Bahn. Madlener fand an diesem Tag nicht richtig zu ihrem Spiel und musste sich einer starken Gegnerin mit 486 Holz geschlagen geben. Eisele hingegen zeigte bei ihrem Comeback, dass sie das Kegeln definitiv nicht verlernt hat. Zwar gab sie zwei Sätze ab, konnte sich aber mit drei Holz Vorsprung und insgesamt 503 Holz den zweiten Mannschaftspunkt für die TSG sichern. Am Ende stand eine 2:6-Niederlage bei 2857:3136 Holz auf der Anzeigetafel. Das Ergebnis fiel deutlich aus, doch die Damen II nahm aus diesem ersten Spiel dennoch einiges mit: Zwei Rückkehrerinnen zeigten starke Leistungen, das neu formierte Team kämpfte bis zum Schluss – und gleichzeitig muss die Mannschaft zunächst den Ausfall ihrer Mannschaftsführerin verkraften. Für Jessica Madormo steht nun erst einmal die Genesung im Vordergrund. Die gesamte TSG wünscht ihr gute Besserung und eine schnelle Rückkehr auf die Kegelbahn.

Herren I erkämpft sich in Lonsee ein 4:4
Für die Herren I führte der Weg zum Saisonauftakt nach Lonsee. Beim EKC Lonsee II entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Duell. Sandro Dosch und Gerhard Weber eröffneten die Begegnung. Dosch musste seinen Punkt mit 548 Holz abgeben, während Gerhard Weber mit starken 565 Holz den ersten Mannschaftspunkt für die TSG sicherte. Im Mittelpaar ging es ähnlich ausgeglichen weiter. Pascal Dosch erzielte 561 Holz und hatte damit zwar zwei Holz weniger als sein Gegner, gewann jedoch drei Sätze und sicherte dadurch souverän den Mannschaftspunkt.

Philipp Hartmann zeigte mit 546 Holz ebenfalls eine gute Leistung. Sein Gegner war an diesem Tag allerdings noch etwas stärker, so dass der Punkt an Lonsee ging. Vor dem Schlusspaar war somit noch alles offen.

Dann wurde es noch einmal richtig spannend. Maximilian Model lieferte sich mit seinem Gegner ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende entschied gerade einmal ein einziges Holz über den Mannschaftspunkt. Das bessere Ende hatte Model, der mit 567 Holz den dritten Punkt für die TSG holte. Tobias Müller machte es dagegen deutlich weniger spannend. Mit beeindruckender Konstanz spielte er Bahn für Bahn und setzte sich nicht nur gegen seinen Gegner durch, sondern sorgte mit herausragenden 633 Holz gleichzeitig für die Tagesbestleistung.

Damit hatten die Wurzacher eigentlich vier Mannschaftspunkte auf ihrer Seite und somit den Sieg zum Greifen nah. Doch im Kegelsport zählt nicht nur der direkte Vergleich. Auch die beiden Zusatzpunkte für das Gesamtergebnis spielten eine entscheidende Rolle. Und hier hatte Lonsee am Ende die Nase vorn: Mit insgesamt 3443 Holz kamen die Gastgeber auf 23 Holz mehr als die Wurzacher. Damit endete die Begegnung mit einem 4:4-Unentschieden. Für die TSG war es dennoch ein starker Auftakt. Besonders die 633 Holz von Tobias Müller machten deutlich, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Nach dem ersten Spieltag steht die Herren I auf dem dritten Tabellenplatz.

Herren II verliert knapp in Friedrichshafen
Auch für die Herren II ging es zum Auftakt auswärts zur Sache. In der Bodensee-Sporthalle in Friedrichshafen wartete die TSG Ailingen auf die Wurzacher. Arnold Zapf und Manuel Stölzle eröffneten die Begegnung. Zapf, der während der Vorbereitung mit einem hervorragenden Ergebnis auf sich aufmerksam gemacht hatte, musste diesmal um jedes Holz kämpfen. Mit 557 Holz erspielte er einen halben Mannschaftspunkt. Manuel Stölzle erwischte dagegen einen richtig guten Tag. Bahn für Bahn steigerte er sich und kam am Ende auf starke 571 Holz. Damit holte er verdient den ersten vollen Mannschaftspunkt für die Herren II.

Im Mittelpaar hatte Wolfgang Weishäupl Schwierigkeiten mit den Bahnen in Friedrichshafen und musste seinen Punkt mit 482 Holz abgeben. Frank Gano hielt die Wurzacher anschließend weiter im Spiel. Mit 539 Holz sicherte er einen weiteren Punkt. Damit war vor dem Schlusspaar weiterhin alles offen.

Markus Madormo fand anschließend nicht richtig in sein Spiel und musste sich mit 492 Holz seinem Gegner geschlagen geben. Güven Cicek kämpfte dagegen bis zum letzten Wurf und belohnte sich mit 557 Holz und dem letzten Mannschaftspunkt der Begegnung.

Am Ende fehlte den Wurzachern nur ein kleines Stück zum Erfolg. Mit 3198:3222 Holz und 3,5:4,5 Punkten ging die Begegnung knapp an die TSG Ailingen. Die Herren II startet damit auf Tabellenplatz sechs in die neue Saison.

Herren IV erlebt einen gebrauchten Heimspieltag
Weniger erfolgreich verlief der Auftakt für die vierte gemischte Mannschaft. Gegen den KSV Baienfurt g musste die TSG eine deutliche 1:7-Niederlage hinnehmen.

Dabei begann der Spieltag bereits mit einem Rückschlag. Reinhold Butscher zeigte eine gute Leistung, musste jedoch nach 101 Würfen verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Tobias Volodka übernahm und gemeinsam kamen beide auf 522 Holz. Damit sicherten sie den einzigen Mannschaftspunkt der Wurzacher an diesem Tag.

Herbert Weitzmann konnte seinem Gegner immerhin zwei Sätze abnehmen, musste den Punkt mit 517 Holz jedoch abgeben.

Auch Timo Stölzle, der aus der A-Jugend in die Mannschaft gekommen war und in der Vorbereitung sein Bestergebnis gespielt hatte, konnte diesmal nicht an seine Trainingsleistungen anknüpfen. Mit 443 Holz blieb er ohne Punkt.

Auch Sabrina Costa und Julia Nachbaur, die aus der ersten Damenmannschaft ausgeholfen hatten, konnten ihre Duelle nicht für sich entscheiden.

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Zum Schluss musste sich auch Jörg Volodka einem starken Gegner geschlagen geben.

Mit 3018:3099 Holz und 1:7 Punkten war der Saisonauftakt damit deutlich misslungen.

Doch auch solche Tage gehören zum Kegelsport. Manchmal läuft einfach wenig zusammen. Wichtig ist, den Spieltag abzuhaken, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und in der kommenden Woche wieder anzugreifen.

Herren III setzt ein dickes Ausrufezeichen
Nach einem durchwachsenen Samstag folgte am Sonntag schließlich ein echtes Highlight.

Für die Herren III ging es nach Aulendorf zur SG Aulendorf. Und dort ließen die Wurzacher von Beginn an keinen Zweifel daran, wer an diesem Morgen die Punkte mit nach Hause nehmen wollte.

Bereits Verena Rölz setzte ein erstes Ausrufezeichen. Nach ihrer Babypause feierte sie ihr Comeback auf den Kegelbahnen und zeigte direkt, dass sie nichts verlernt hat. Sie überließ ihrer Gegnerin keinen einzigen Satz und holte mit starken 556 Holz den ersten Mannschaftspunkt.

Nebenan spielte Josef Schnitzer ebenfalls stark auf und kam auf 567 Holz.

Im Mittelpaar folgte ein besonderes Duo: Mutter und Sohn, Sabrina und Tobias Volodka, gingen gemeinsam auf die Bahnen.

Mit 515 beziehungsweise 511 Holz blieben beide zwar etwas unter ihren persönlichen Möglichkeiten, doch für ihre Gegner reichte es dennoch locker. Beide sicherten ihre Mannschaftspunkte und brachten die TSG immer weiter auf die Siegerstraße.

Im Schlusspaar setzten Markus Madormo und Josef Häusle dem Spiel schließlich die Krone auf.

Madormo hatte nach seinem eher unglücklichen Auftritt vom Vortag offenbar einiges wiedergutzumachen. Bahn für Bahn steigerte er sich und kam am Ende auf starke 563 Holz.

Josef Häusle, bekannt für seine Zuverlässigkeit, ließ sich ebenfalls nicht lumpen. Mit 545 Holz holte auch er seinen Punkt.

Damit war es perfekt: 8:0 für die TSG Bad Wurzach III!

Auch das Gesamtergebnis sprach eine deutliche Sprache. Mit 3257:2934 Holz dominierten die Wurzacher das Duell und sicherten sich völlig verdient die Tabellenführung.
Eine beeindruckende geschlossene Mannschaftsleistung und gleichzeitig ein eindrucksvolles Zeichen an die Konkurrenz: Mit uns ist zu rechnen!

So unterschiedlich die ersten Spiele auch verliefen, eines haben die ersten beiden Spieltage gezeigt: Die neue Saison hat für die TSG Bad Wurzach bereits einiges zu bieten. Es gab starke Einzelleistungen, spannende Duelle, knappe Entscheidungen, Comebacks, Rückkehrerinnen, neue Spieler und leider auch Verletzungen.

Es gab Freud und Leid – manchmal sogar ganz dicht nebeneinander. Doch genau das macht den Kegelsport aus.

Die Herren I zeigte mit einem 4:4 in Lonsee und der Tagesbestleistung von Tobias Müller, dass mit ihr zu rechnen ist. Die Herren II musste sich nur denkbar knapp geschlagen geben. Die Herren III setzte mit einem 8:0-Auswärtssieg direkt ein dickes Ausrufezeichen und steht an der Tabellenspitze. Die Damen II befindet sich nach ihrer Premiere noch in der Findungsphase, hat aber bereits gezeigt, dass mit den Rückkehrerinnen Lea Eisele und Susanne Farkas zusätzliche Qualität auf die Bahnen gekommen ist. Und auch die Herren IV wird nach dem missglückten Start alles daransetzen, schon am nächsten Spieltag ein anderes Gesicht zu zeigen.

Lange Zeit zum Verschnaufen bleibt ohnehin nicht.

Ausblick

Am kommenden Samstag (26.9.) stehen die nächsten Begegnungen auf dem Programm. Die Herren I und III treten jeweils zu Hause gegen Mannschaften aus Aulendorf an. Die Herren IV reist nach Vilsingen, die Damen II ist zu Gast in Berg und die Herren II empfängt zu Hause den Gegner aus Egelfingen.

Am Sonntag (27.9.) wird es dann auch für die erste Damenmannschaft ernst. Nach der intensiven Vorbereitung greifen nun auch die Frauen in das Punktspielgeschehen ein. Für sie geht es nach Schrezheim.

Die Saison nimmt also gerade erst Fahrt auf. Und eines dürfte nach diesem ersten Wochenende bereits feststehen: Es wird spannend. Es wird emotional. Es wird gekämpft. Und vielleicht wird am Ende noch die eine oder andere Kugel für eine Überraschung sorgen.

Der Keglertreff

Wer den Kegelsport der TSG Bad Wurzach hautnah erleben möchte, ist im Keglertreff Bad Wurzach jederzeit herzlich willkommen. Bei Speis und Trank lässt sich dort die besondere Atmosphäre eines Livespiels genießen.

Alle weiteren Ergebnisse, Berichte und Neuigkeiten gibt es natürlich auch auf der Homepage sowie den Social-Media-Kanälen der TSG Bad Wurzach, Abteilung Kegeln.

Die neue Saison ist eröffnet – und die TSG ist bereit. Gut Holz!
Jessica Tok

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