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TSG-Kegeln

Jugendarbeit, die sich auszahlt

veröffentlicht am: 24.09.2026
Autor: Jessica Tok, TSG Kegeln
Lesedauer: ca. 9 Minuten

Bad Wurzach – Beim Kegel-Nachwuchs der TSG Bad Wurzach gibt es neue Gesichter, neue Trainer und eine ganz besondere Geschichte. Jessica Tok berichtet:

Nachwuchsarbeit braucht Zeit, Herzblut und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Bei der TSG Bad Wurzach, Abteilung Kegeln, zeigt sich nun einmal mehr, dass sich genau diese Arbeit auszahlt. Neue Gesichter, neue Strukturen und vor allem jede Menge Begeisterung lassen die Verantwortlichen voller Vorfreude auf die neue Saison blicken.

Wenn eine Kugel über die Bahn rollt, die Kegel fallen und am Ende vielleicht sogar ein „Alle Neune“ auf der Anzeige steht, dann sieht man zunächst nur den sportlichen Moment. Doch dahinter steckt viel mehr: Training, Geduld, Gemeinschaft, Motivation – und vor allem eine funktionierende Jugendarbeit.

Genau daran hat die TSG Bad Wurzach in den vergangenen Jahren kontinuierlich gearbeitet. Und inzwischen ist deutlich zu erkennen, welche Früchte diese Arbeit trägt. Die Jugendabteilung geht mit einigen Veränderungen, vielen neuen Ideen und vor allem einer beeindruckenden Zahl an Nachwuchsspielern in die neue Saison.

Neue Gesichter in der Jugendleitung

Zum Ende der vergangenen Saison hieß es zunächst Abschied nehmen. Florian Hauton, der die Jugendleitung bisher innehatte, gab sein Amt ab. Doch für die TSG bedeutet dieser Wechsel keineswegs einen Stillstand. Im Gegenteil: Mit Pascal Dosch übernimmt ein langjähriges Vereinsmitglied die Verantwortung für die Jugendabteilung. Und Pascal kennt den Verein nicht nur als Spieler, sondern hat selbst seine ersten Schritte im Kegelsport im Nachwuchsbereich der TSG gemacht. Nun kehrt er gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurück – diesmal allerdings in einer anderen Rolle. Mit viel Freude nimmt er die neue Herausforderung an und möchte seine Erfahrungen und sein Wissen an die nächste Generation weitergeben. Jugendarbeit bedeutet schließlich auch, etwas von dem zurückzugeben, was man selbst einmal bekommen hat.

Auch bei den Trainern gibt es Veränderungen

Nicht nur in der Jugendleitung hat sich einiges getan. Auch das Trainerteam wurde für die neue Saison neu aufgestellt. Die A-Jugend wird künftig von Jörg Sommer und Klaus Eisele betreut. Beide bringen jahrelange Erfahrung mit und wollen diese nun nutzen, um gemeinsam mit den Jugendlichen an Technik, Spielverständnis und Leistung zu arbeiten. Das Ziel ist klar: vorhandene Talente erkennen, fördern und weiterentwickeln – und dabei natürlich den Spaß am Kegeln nicht aus den Augen verlieren.

Auch bei der B-Jugend gibt es ein neues Trainerteam. Jessica Tok verabschiedet sich nach ihrer Zeit in der C-Jugend aus dem Trainerteam der Kleinsten und wagt sich gemeinsam mit Fabian Lang in neues Terrain. Eine neue Altersklasse, neue Herausforderungen und elf junge Keglerinnen und Kegler, die darauf warten, gefordert und gefördert zu werden. Ihr ehemaliger Trainerkollege Markus Madormo bleibt dagegen der C-Jugend und damit den jüngsten Keglerinnen und Keglern erhalten. Unterstützt wird er dabei künftig von Jessica Madormo. Damit ist auch bei den Kleinsten weiterhin für Betreuung, Training und hoffentlich jede Menge Spaß gesorgt.

Thea Sommer (B-Jugend) kam durch das Ferienprogramm zum Kegeln. Rechts neben ihr Jessica Tok, die neue B-Jugend-Trainerin, dahinter Pascal Dosch, der neue Jugendleiter.

Die Jugend wächst

Und genau hier zeigt sich besonders deutlich, dass sich die Arbeit der vergangenen Jahre auszahlt. Aktuell zählt die C-Jugend fünf Kinder. Die B-Jugend ist auf stolze elf Nachwuchskeglerinnen und -kegler angewachsen. Und auch die A-Jugend geht mit sechs Spielern in die neue Saison. Insgesamt stehen damit 22 Kinder und Jugendliche in den drei Altersklassen auf der Kegelbahn.

Für die Verantwortlichen ist das nicht einfach nur eine Zahl. Hinter jedem einzelnen Kind steckt eine eigene Geschichte, eigene Motivation und vielleicht sogar ein kleines Stück Kegel-Zukunft.

Zwei Tage, die einiges verändert haben

Dass neue Talente nicht nur aus den eigenen Reihen kommen, zeigte sich bereits im Juli. Am 7. und 8. Juli fand eine tolle Kooperation zwischen der TSG Bad Wurzach und dem SBBZ Bad Wurzach statt. Im Rahmen der Sport- und Bewegungstage hatte die Schule angefragt, gemeinsam mit den Kindern auf die Kegelbahnen zu gehen und ihnen den Kegelsport näherzubringen. Eine Einladung, die die TSG natürlich gerne annahm. Trainerin Jessica Tok nahm sich dafür an beiden Tagen Urlaub und verbrachte jeweils rund zweieinhalb Stunden gemeinsam mit den Lehrkräften und den interessierten Kindern auf den Bahnen. Es wurde ausprobiert, geworfen, gelacht – und natürlich fielen dabei auch jede Menge Kegel. Und ziemlich schnell wurde deutlich: Da ist das ein oder andere Talent dabei!

Luna findet ihren Sport

Eine Geschichte blieb dabei ganz besonders im Gedächtnis. Luna, 16 Jahre alt, war eines der Mädchen, die den Kegelsport im Rahmen der Kooperation ausprobierten. Für Luna (Bild) ist die Suche nach einer passenden Sportart nicht ganz einfach. Aufgrund ihrer Skoliose musste sie bereits Erfahrungen damit machen, dass Sportarten für sie gesundheitlich nicht immer problemlos möglich sind.

Sie hatte beispielsweise das Reiten ausprobiert. Doch auch das funktionierte für sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation nicht so, wie sie es sich gewünscht hätte. Dann kam das Kegeln. Und plötzlich war da etwas, das passte. „Ich habe es bereits mit Reiten versucht, was aber aufgrund meiner Gesundheit nicht wirklich gut ging. Als ich mich durch die Schule dann für das Kegeln entschieden habe, hätte ich nicht gedacht, dass ich hier etwas finde, an dem ich endlich aktiv teilnehmen kann“, erzählt Luna.

Was zunächst nur zwei Tage im Rahmen eines Schulprojekts waren, sollte für Luna aber nicht einfach mit dem Ende der Sporttage vorbei sein. Ganz im Gegenteil. Bereits am darauffolgenden Freitag stand sie im Jugendtraining der TSG. Sie wollte es noch einmal ausprobieren. Ein Probetraining wurde vereinbart – und offenbar war schnell klar, dass aus dem Ausprobieren mehr werden könnte. Am 21. August machte Luna schließlich den nächsten Schritt.

Ihre Mutter unterschrieb den Mitgliedsantrag. Damit war es offiziell: Luna gehört jetzt zur TSG-Familie. Und die 16-Jährige könnte darüber kaum glücklicher sein. „Das Kegeln macht so viel Spaß, ich fühle mich in dieser Umgebung einfach super aufgehoben“, schwärmt Luna.

Genau für solche Momente macht man Jugendarbeit.

Nicht nur, um irgendwann gute Ergebnisse und hohe Holzzahlen auf der Anzeigetafel zu sehen.

Sondern um Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit zu geben, etwas zu finden, das ihnen Freude bereitet. Einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen. Menschen, mit denen sie gemeinsam Sport treiben können. Und vielleicht sogar einen Verein, den sie irgendwann ihr zweites Zuhause nennen.

Herzlich willkommen bei der TSG Bad Wurzach, Luna! Schön, dass du bei uns bist!

Auch das Ferienprogramm macht Lust auf mehr

Volles Haus beim Ferienprogramm.

Doch nicht nur die Kooperation mit dem SBBZ zeigte, dass die Nachwuchsarbeit der TSG Früchte trägt. Auch das diesjährige Ferienprogramm am 29. August war wieder ein voller Erfolg. Viele Kinder nutzten die Gelegenheit, einmal selbst zur Kugel zu greifen und herauszufinden, wie viel Spaß Kegeln eigentlich macht.

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Und offenbar hat der Funke bei einigen direkt übergesprungen. Gleich zwei Kinder meldeten sich im Anschluss für ein Probetraining bei der C-Jugend an.

Auch die B-Jugend durfte sich über Interesse freuen: Drei weitere Kinder zeigten direkt Interesse an einem Probetraining. Fünf neue Interessierte nach einem Ferienprogramm – das ist ein Ergebnis, über das sich die Jugendabteilung ganz besonders freuen darf.

Kegeln ist für jeden etwas

Und genau das ist die Botschaft, die die TSG Bad Wurzach mit ihrer Jugendarbeit vermitteln möchte: Kegeln ist für jeden etwas, der wirklich will und Bock darauf hat. Es spielt keine Rolle, ob man bereits sportliche Erfahrung mitbringt oder zum ersten Mal eine Kugel in der Hand hält. Es geht darum, etwas auszuprobieren. Sich selbst herauszufordern. Gemeinsam mit anderen Spaß zu haben. Neue Freunde zu finden. Und vielleicht irgendwann festzustellen: „Das ist mein Sport.“

Die Geschichte von Luna zeigt eindrucksvoll, was passieren kann, wenn man Kindern und Jugendlichen einfach die Möglichkeit gibt, etwas Neues auszuprobieren. Aus einem Schulprojekt wird ein Probetraining. Aus einem Probetraining wird Begeisterung. Und aus Begeisterung wird vielleicht eine langjährige Vereinsmitgliedschaft.

Ein großes Dankeschön an alle, die Jugendarbeit möglich machen. Hinter solchen Geschichten stehen viele Menschen.

Jugendleiter, Trainer, Eltern, Lehrer und natürlich die Kinder selbst. Menschen, die Zeit investieren, Training vorbereiten, zuhören, motivieren, trösten, anfeuern und immer wieder neue Ideen entwickeln. Ihnen allen gilt ein großes Dankeschön. Denn erfolgreiche Jugendarbeit entsteht nicht von heute auf morgen. Sie ist ein Prozess, bei dem viele kleine Schritte irgendwann ein großes Ganzes ergeben.

Bei der TSG Bad Wurzach Kegeln ist dieses Ganze inzwischen deutlich zu erkennen. 22 Kinder und Jugendliche in drei Altersklassen. Neue Trainer. Ein neuer Jugendleiter. Neue Vereinsmitglieder. Neue Talente. Und vor allem jede Menge Begeisterung.

Das macht Hoffnung auf eine tolle Saison. Jetzt kann die neue Saison kommen!

Jugendleiter, Trainer und Nachwuchskegler freuen sich riesig auf die kommende Saison und die neuen Herausforderungen.

Die einen wollen ihre ersten Erfahrungen sammeln.Andere wollen sich technisch weiterentwickeln. Manche möchten persönliche Bestleistungen knacken. Und vielleicht träumt der ein oder andere bereits davon, eines Tages für eine der großen Mannschaften der TSG auf der Bahn zu stehen. Doch egal, wohin die Reise geht: Der wichtigste Schritt ist bereits getan. Die Kinder haben Spaß am Kegeln. Sie kommen gerne ins Training.

Sie wachsen als Mannschaften zusammen. Und sie erleben, dass ein Verein mehr sein kann als nur ein Ort, an dem man Sport treibt. Es ist Gemeinschaft. Zusammenhalt. Freundschaft. Motivation. Und manchmal ist es genau dieser eine Moment, in dem ein Kind zum ersten Mal die Kugel in der Hand hält, die Kegel fallen hört und merkt: „Hier bin ich richtig“

Die TSG Bad Wurzach freut sich riesig über alle neuen Nachwuchskeglerinnen und -kegler und wünscht allen Kindern und Jugendlichen eine erfolgreiche, spannende und vor allem wunderschöne neue Saison! Auf viele gefallene Kegel, persönliche Bestleistungen, gemeinsame Erfolge – und vor allem ganz viel Spaß auf den Bahnen! Denn Jugendarbeit zahlt sich aus. Manchmal sogar auf ganz besondere Weise.
Jessica Tok

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