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Neuer Bürgermeister der Stadt Bad Wurzach

Florian Schiller hat Amtseid abgelegt

Foto: Uli Gresser
Klaus Schütt, ehrenamtlicher Bürgermeister, verpflichtete Florian Schiller mit Handschlag für sein Amt als Bürgermeister der Stadt Bad Wurzach.
veröffentlicht am: 16.07.2026
Autor: Gerhard Reischmann
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Bad Wurzach (rei) – Es war eine feierliche Gemeinderatssitzung. Die Stadtkapelle spielte. Der Kursaal war voll besetzt. In diesem Rahmen legte der am 26. April zum Bürgermeister gewählte Florian Schiller seinen Amtseid ab. Er sprach die gesetzlich vorgeschriebenen Worte mit dem Zusatz „So wahr mir Gott helfe“. Zusätzlich sprach Schiller noch eine Eidesformel, die in Wurzach im 16. Jahrhundert im Gebrauch war. Diese alten Worte wiederholte Schiller in seiner Grundsatzrede, eine Bestärkung, die sehr beeindruckend war. Zur Eidesleistung hatten alle Anwesenden sich erhoben.

Grußworte kamen von der Landratsstellvertreterin Anna Maria Ostermeier, von Bürgermeister Smigoc aus Vogt namens der Amtskollegen im Landkreis und von den Pfarrern Stefan Maier (katholisch) und Silke Kuczera (evangelisch); namens des Gemeinderates wünschte Klaus Schütt dem neuen Bürgermeister alles Gute für sein verantwortungsvolles Amt. Die Bildschirmzeitung „Der Wurzacher“ wird noch ausführlich in Wort und Bild berichten. Nachstehend dokumentieren wir die Eidesformeln im Wortlaut:

Der Diensteid lautet im Wortlaut: „Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Die allgemeine Verpflichtungsformel lautet: „Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das der Einwohner nach Kräften zu fördern.“

Der historische Eid aus dem zweiten Viertel des 16. Jahrhundert hat diesen Wortlaut: „Ich schwöre einen Eid, dass ich in Zeit meines Amtes gemeiner Stadt Wurzen in allen ihren Geschäften und Handlungen, auch Einnehmens und Ausgebens halben, getreulich und ehrlich handle und dem Armen wie dem Reichen und dem Reichen wie dem Armen in ihren anliegenden Sachen getreulich rate und des besten nach meinem höchsten Verständnis verhelfe und nicht ansehe weder Mut, Freundschaft, Feindschaft, Furcht, Lieb noch Gunst, sondern den einen wie den andern gleichmäßig halte, als mir Gott helfe und alle Heiligen.“

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