Eine Fahrrad-Rikscha für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
Bad Wurzach – Die Bürgerstiftung Bad Wurzach stellte bei Bike+ Geyer ihr neues Projekt vor: eine Rikscha. Mit der Fahrradrikscha sollen für nicht mehr mobile Menschen in Bad Wurzach Ausfahrten und Ausflüge in und um Bad Wurzach ermöglicht werden.

Peter Depfenhart von der Bürgerstiftung stellt die Rikscha, mehr noch: das Projekt „Mobilität für mobilitätseingeschränkte Menschen“ vor. Links neben ihm Josef Geyer, von dem die Idee stammt.

Josef Geyer mit der Rikscha. Auf dem Schild sind die Spender genannt: Bike+ Geyer, der Lions-Club Leutkirch und die Bürgerstiftung Bad Wurzach.
Josef Geyer als Initiator der Aktion und Peter Depfenhart als Geschäftsführer der Bürgerstiftung Bad Wurzach stellten das 13.000 € teure Gerät einer holländischen Firma, das durch Bike+ Geyer, die Bürgerstiftung und den Lions-Club Leutkirch finanziert wurde, den Bewohnern des Heilig-Geist-Stifts und des Hauses Wi-Se-Le sowie den Teilnehmern der Tagespflege im Schloss und ihren Betreuern bei Bike+ Geyer vor. Die laufenden Kosten wie Versicherung, Wartung und Strom werden von der Bürgerstiftung getragen, die sich natürlich auch über Spenden für das Projekt freuen würde.
„Mobil sein, heißt dabei sein!“

Mit der Rikscha gefahren zu werden ist ein Erlebnis.
„Mobil sein, heißt dabei sein!“ – so umschrieb Peter Depfenhart den Beweggrund der Bürgerstiftung, sich für das Projekt zu engagieren. Damit sollen für nicht mehr mobile Menschen in Bad Wurzach Ausfahrten und Ausflüge in und um Bad Wurzach ermöglicht werden. Deswegen luden die Initiatoren ebensolche Menschen aus den drei Einrichtungen ein, sich das Gerät, das ihnen neue Freiheiten schenken soll, einmal anzuschauen. Rund 20 von ihnen nahmen das Angebot mit ihren Betreuern an und durften mit der Rikscha eine Runde drehen. Wie die inzwischen 93-jährige Martha Wild oder Elisabeth Morczinietz, die Frau des ehemaligen Bürgermeisters aus dem Seniorenheim zum Heiligen Geist. Ihr Betreuer Armin Gomm, der in Kisslegg Erfahrung mit so einem Gerät gemacht hat und vor einigen Jahren dieses bei der Tagespflege im Schloss schon einmal vorgestellt hatte, war prädestiniert dafür, den zukünftigen Rikscha-Piloten zusammen mit Josef Geyer eine Einweisung zu geben. Das Angebot einer Probefahrt vor Ort wurde jedenfalls schon reichlich genutzt.
Ein Akku hilft mit
„Wenn man Routen vor allem in flachen Gegenden plant, sind mit einer Akkuladung Strecken bis zu 20 oder 25 Kilometer möglich“, erklärte Josef Geyer bei der Präsentation.
Ehrenamtliche Fahrer sind willkommen

„Das Angebot bringt gesellschaftliche Teilhabe, Mobilität und Lebensfreude“, sagte Peter Depfenhart. Er stellte sich die Nutzung zukünftig so vor, dass jeder Einrichtung das Gefährt an bestimmten Wochentagen zur Verfügung steht. Zusätzlich könnten sich ehrenamtliche Fahrer bei der Bürgerstiftung melden, die Menschen mit eingeschränkter Mobilität Ausfahrten ermöglichen wollen. Buchungen seien über die Geschäftsstelle der Bürgerstiftung unter info@buergerstiftung-badwurzach.de möglich. „Damit bereichert die Bürgerstiftung die Lebensqualität der Menschen in Bad Wurzach.“

Die von Josef Geyer, dem Lions-Club Leutkirch und der Bürgerstiftung Bad Wurzach gestiftete Fahrrad-Rikscha. Potentielle Mitfahrer aus Heilig-Geist, Tagespflege und Wi-Se-Le kamen zur Vorstellung des Projektes. Auf dem Bild ist links neben der Rikscha Josef Geyer zu sehen; rechts Peter Depfenhart sowie hinter dem Gefährt Armin Gomm aus Immenried, der im Kißlegg ehrenamtlichen Rikscha-Dienst macht.

Mobilität für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: Die E-Rikscha hat einen Akku. Ein Fahrer, eine Fahrerin kann mühelos zwei Personen transportieren.
Text und Fotos: Uli Gresser
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