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Werkrealschule Bad Wurzach

Abschlussfeier der Klasse 10

Foto: Ulrich Gresser
veröffentlicht am: 21.07.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Bad Wurzach – Auch in diesem Jahr behielt die Werkrealschule das Format, das sich im Vorjahr bewährt hatte, bei: Anstelle einer großen gemeinsamen Abschussfeier mit den Hauptschulklassen und der Werkrealschulklasse wurden die beiden Abschlüsse getrennt gefeiert. Los ging es in der Mensa des Schulzentrums am frühen Abend des 16.07.2026 mit den 16 Absolventen der Werkrealschulklasse und ihrer Klassenlehrerin Nathalie Lueger.

Schulleiterin Julia Kiebler hatte für ihre Abschlussrede an diesem Abend eine Handtasche mitgebracht. Denn dieser Jahrgang war der erste, der bei Prüfungen nicht nur einen Tisch für Handys benötigte, sondern einen Extra-Tisch für Handtaschen. „Was für ein wunderbares Thema für eine Abschlussrede.“ Und so präsentierte sie, was so alles in einer Damenhandtasche zu finden ist. Da wäre zum Beispiel der Spiegel. „Was andere über euer Aussehen denken? Völlig unwichtig!“ Denn vieles, was einen am eigenen Aussehen störe, bemerkten die meisten anderen gar nicht. Aber der Spiegel stehe noch für etwas anderes: Selbstkritik und Selbstreflexion. Und er zeige auch ohne Weichzeichner die Realität, die man aushalten und sehen müsse. „Ihr seid schön, stark und wunderbar, und müsst euch nicht unter einer zentimeterdicken Putzschicht verstecken, “ sagte sie zum Thema Make-Up.

Am Beispiel ihres eigenen Glücksbringers, der Erfurter Puffbohne, „Die heißt wirklich so!“ verdeutlichte sie, dass dieser oft eine Erinnerung an einen Menschen oder ein schönes Erlebnis ist. „Sammelt in eurem Leben schöne Momente!“ Aber nicht nur als Fotos auf dem Handy, sondern im Herzen. „Nehmt Unterstützung an von Menschen, denen ihr vertraut.

Taschentücher stünden für Trost, aber auch, dass man mit einem Schnupfen nicht dem Tode so nah sei, dass man nicht zur Schule oder zur Arbeit könne. Die Flasche Wasser steht symbolisch für Gesundheitstipps, aber auch dafür, die Finger von Zigaretten, Vapes und Energy-Drinks zu lassen.

Und schließlich, das Handy : Man könne damit viel Nützliches tun, aber solle sich vor Influencern, Hass, Gewalt und Missbrauch im Netz hüten. „Und glaubt nicht jeden Müll, nur weil er im Internet veröffentlicht wurde.“ Sie hoffe, dass die Schüler in den letzten Jahren dafür das Handwerkszeug mitbekommen hätten: für das Hinterfragen von Behauptungen und um einen Faktencheck durchzuführen.

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Klassenlehrerin Nathalie Lueger berichtete in ihrer Ansprache vor der Zeugnisausgabe, dass es für die Lehrer besonders vor den Prüfungen harte Arbeit gewesen sei, die Schüler zu motivieren. Umso erfreulicher sei es gewesen, wenn sich dann welche wissbegierig gezeigt hätten und Lösungen gesucht hätten. „Verliert nie das Bestreben danach, Lösungen zu suchen, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Lösungsweg“. Entscheidend sei nicht, dass immer alles auf Anhieb gelinge, sondern dass man hartnäckig bleibe und einen neuen Anlauf wage. Sie hoffe, dass die Schüler nicht nur Zeugnisse und Erinnerungen mit nach Hause nehmen, sondern „die Erfahrung und das Wissen, dass Ausdauer, gegenseitige Unterstützung und Respekt Werte sind, die euch ein Leben lang begleiten werden.“ Sie wünsche allen, dass sie ihren Weg mit Neugier, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gehen. „Nutzt eure Chancen, bleibt offen für Neues und verliert auch in schwierigen Zeiten nie den Glauben an euch selbst.“

Bürgermeisterstellvertreter überreichte Preise

Klaus Schütt, der als stellvertretender Bürgermeister den von der Stadt Bad Wurzach gestifteten Preis für den jeweiligen Jahrgangsbesten überreichte, sagte in seinem Grußwort an die Schüler: Die Lehrer haben euch bestens auf die Prüfungen und euren weiteren Lebensweg vorbereitet.“ Dafür dankte er den Lehrern und Mitarbeitern der Werkrealschule für ihren Einsatz zum Wohle der Schüler. „Seien sie stolz auf ihre diesjährigen Absolventen. Unsere Stadt ist stolz auf ihre Werkrealschule.“ Den Preis als Jahrgangsbeste der Werkrealschulklasse erhielt Madlen Nägele.

Sonderpreis des Partnerschaftsvereins

Thordis Augustat übergab den Sonderpreis des Partnerschaftsvereines für überragende Leistungen im Fach Englisch. Es sei das Hauptanliegen des Vereines, dass sich Menschen aus verschiedenen Ländern kennen und verstehen lernen. „Deswegen möchten wir besonders gute Leistungen im Fach Englisch belohnen und haben vor einigen Jahren den Begabtenpreis gestiftet.“ Urkunde und Buchgutschein gingen an Jiri Haluska.

Klassensprecherin Alina Sailer sprach in ihrer kleinen Ansprache von der Schwierigkeit, Mitschüler aus den beiden verschiedenen 9. Klassen in einem Klassenverband zu vereinen. Aber dies sei doch gelungen: „Wir haben zusammen viele Klassenarbeiten überstanden, Ausflüge erlebt, zusammen gelacht.“ Sie sprach auch die Motivationsprobleme in Mathematik an, bei dem sie Klassenlehrerin Lueger mit den Worten anspornte: „Ohne Rechnung keine Lösung“ anspornte. Sie dankte den Lehrern, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern sie oft motiviert und unterstützt hatten. An diesem Tag feierten sie nicht nur ihren Abschluss, sondern auch die Freundschaften untereinander, die sie für immer verbinden werden. „Lasst uns auf das Ereichte stolz sein.“

Die diesjährigen Absolventen der Werkrealschule:

Laura Abele, Zena Alhasn, Ramazan Mert Aliz, Florije Bajrami, Yagmur Erkana, Leon Frömming, Nora Mia Grabherr, Jiri Haluska, Sarah Heine, Horbachova Anzehlika, Aya Jarkas, Karola Kovacs, Melis Memoglu, Madlen Nägele, Mina Ria Reif und Alina Sailer.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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