Solidarische Gemeinde Reute-Gaisbeuren weitet Angebote erneut deutlich aus


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Reute-Gaisbeuren – Zur Jahresversammlung der Solidarischen Gemeinde kamen trotz tropischer Temperaturen etwa 90 Mitglieder und Gäste ins Dorfgemeinschaftshaus Gaisbeuren. Vorsitzende Elke Müller freute sich bei ihrer Begrüßung besonders auch über die Anwesenheit von Dr. Alfons Maurer als Vorsitzender der Stuttgarter Veronika-Stiftung. Seit einigen Jahren beteiligt sich diese Stiftung ebenso wie die Stadt Bad Waldsee, beide Kirchen, die Caritas und das Kloster Reute an den Kosten der Solidarischen Gemeinde. Unter den Gästen weilten auch Gemeinderätin Lucia Vogel, Franz Bendel vom Stadtseniorenrat sowie Christian Mayer von der Caritas Bodensee-Oberschwaben.
„Was der Fachkräftemangel in der Pflege verursacht und was die finanziell geschwächten kommunalen Haushalte nicht mehr leisten können, muss durch das Ehrenamt aufgefangen werden“ – mit diesem Satz begann Elke Müller ihr Kurzreferat. Ziel sei es hier, Menschen so lange als möglich in ihrem häuslichen Umfeld zu belassen und zu unterstützen. „Ich tue jetzt etwas für einen Menschen und hoffe dabei, dass es einmal auch jemand für mich tut“, dieser Kernsatz gelte für alle Aktiven der Solidarischen Gemeinde.
Mit diesem Thema befasste sich auch ein Workshop „Sorgende Gemeinde“. Dazu begab sich im September letzten Jahres die elfköpfige Vorstandschaft zu einer dreitägigen Klausurtagung nach Deißlingen am Neckar.
Jahresrückblick
In ihrem kurzgefassten Jahresrückblick legte Elke Müller den Fokus auf die besonderen Themen des Arbeitskreises „Heimatpflege“ mit den Verantwortlichen Josef Bösch und Max Huchler. Nach den Aktivitäten im letzten Jahr aus Anlass „500 Jahre Bauernkrieg“ mit Vortrag und Enthüllung einer Gedenktafel gibt es jetzt zum Jubiläum „1100 Jahre Bad Waldsee und Reute“ eine 140-seitige Festschrift. Diese gibt es zum Preis von fünf Euro erstmals am Brunnenfest zu erwerben.
Daneben hat Franz Lämmle einen „Gebäudeatlas“ mit Sammlung von alten Fotos erarbeitet (online ab 4. Juli).
Lob für die Anlaufstelle
Großes Lob galt dem Koordinator Christian Wallnöfer sowie dem Team der Anlaufstelle. Diese konnte mit Silke Schips und Rosi Spengler nochmals aufgestockt werden.

Claudia Stehle und Christian Wallnöfer.
25 Gruppierungen
Bei den Berichten von Anke Stenkamp und Claudia Stehle staunten die Besucher über die vielen Aktivitäten der 25 Gruppierungen der Solidarischen Gemeinde. Hier konnten die Verantwortlichen über 700 Personen für ein Mittun gewinnen.
Ortsvorsteher Achim Strobel und zugleich stellvertretender Vorsitzender der Solidarischen Gemeinde stellte dazu noch eine weitere Idee in den Raum: „Gemeinsam Kochen in der Durlesbachschule“.
Auch findet am 16. Juli erstmals eine Tierbegegnung auf dem Scheuerleshof von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr statt.
An dieser Stelle warb Elke Müller um weitere bürgerschaftlich Tätige für die Betreuungsgruppe „Lebensfreude“ und den Fahrdienst.
660 Mitglieder
Im Finanzbericht konnte Günther Steinhauser von einem soliden Kassenstand des Vereins berichten. Der Mitgliederstand hat sich um 37 Personen auf 660 erhöht. Ralph Strobel und Franz Rehm mussten bei der Kassenprüfung über 1300 Buchungen sichten. Als Ergebnis einer tadelloser Kassenführung konnte Günther Steinhauser einstimmige Entlastung verzeichnen. Einer minimalen Satzungsänderung wurde ohne Diskussion zugestimmt.
Schwester Clara und Edwin Jehle folgen auf Schwester Rebecca und Irmgard Jacob
Besonderer Dank der Vorsitzenden galt Schwester Rebecca und Irmgard Jacob, sie waren viele Jahre im Vorstandsteam des Vereins gewesen; seit diesem Jahr haben Schwester Clara vom Kloster Reute sowie Edwin Jehle diese Stellen inne.
Franz Rist rückt für Lothar Grobe nach
Beim „Café Miteinander“ rückte Franz Rist für den langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Lothar Grobe nach.

Der Singkreis (Bild) unter der musikalischen Leitung von Brigitte Feidl umrahmte die Veranstaltung mit bekanntem Liedgut.
Nach knapp eineinhalb Stunden gab es bei kühlen Getränken auch vor dem DGH noch rege Gespräche.

Dr. Alfons Maurer (Veronika-Stiftung).

Anke Stenkamp (links) und Claudia Stehle.

Günther Steinhauser.

Franz Rehm.

Ortsvorsteher Achim Strobel.

Bei der Jahreshauptversammlung der Solidarischen Gemeinde wurde auch der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht. Unser Bild zeigt Günther Steinhauser und Sr. Clara im Moment der des Totengedenkens.
Text und Fotos : Rudi Heilig
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