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Nach der Maisernte

Gott-Vater Kapelle wieder voll im Blickfeld

Foto: Rudi Martin
BEI: Abendrot über der Spitzen Kapelle.
veröffentlicht am: 09.09.2026
Autor: Rudi Martin
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Haisterkirch – Die Gott-Vater-Kapelle, auch „Spitze Kapelle“ genannt, ist jetzt wieder, nachdem die Maisfelder abgeerntet sind, ins Blickfeld gerückt. Auch von der L300 aus erkennt man das sakrale Kleinod wieder.

Der Name „Gott-Vater-Kapelle“ erklärt sich aus dem Altarbildnis, denn in dem Rundbau mit dem pyramidenförmigen Dachaufbau befindet sich hinter Gittern gesichert ein geschnitztes Altarbild, auf dem Gottvater mit der Weltkugel dargestellt ist. Am Dreifaltigkeitssonntag pilgern stets viele Familien zur Kapelle.

Die Kapelle, die schon 1511 in einer Beschreibung des „Haistergauer Forsts“ erwähnt wird, dürfte noch deutlich älter sein. Vor über 500 Jahren wurde diese Kapelle, damals nahe an einem öffentlichen Weg gelegen, als „Heisterkircher Cappel“ bezeichnet. Die Kapelle lag seinerzeit direkt an der Straße von Waldsee nach Osterhofen. Die Straße von Waldsee nach Haisterkirch (heute L 300) gab es damals noch nicht.

Eigentümerin der Kapelle ist die Kirchengemeinde Haisterkirch. Nach gründlicher Renovierung vor etlichen Jahren erstrahlt die Kapelle, die normalerweise weithin sichtbar ist, in strahlendem Weiß und ganz besonders prachtvoll erscheint die Kapelle   im Licht des Abendhimmels jetzt zu Beginn des Septembers 2026.

Feldwege führen zur Kapelle. Aufgesucht wird diese sakrale Stätte recht stark von Menschen aus nah und fern. Erkennbar ist dies an den brennenden Kerzenlichtern.

Zwei Kümmerer

Um das Kapelleninnere kümmert sich seit etlichen Jahren ehrenamtlich Irmgard Nüsslein (Bad Waldsee), die um die Sauberhaltung, den Schmuck und auch den Nachschub an Opferkerzen besorgt ist.  Ein kleine, gesicherte Geldkasse für eine freundliche Kerzenspende ist angebracht worden.

Die Rasenpflege hat Franz Brauchle (Haisterkirch) in Nachfolge von Herbert Eisele übernommen. Der Kirchengemeinderat ist dankbar und voll des Lobs über das ehrenamtliche Engagement der beiden Kümmerer um diese Kapelle.  Die Kapelle wurde in früherer Zeit auch schon als „Wahrzeichen des Haistergaus“ bezeichnet.
Rudi Martin

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Rudi Martin
veröffentlicht am
09.09.2026
Lesedauer: ca. 2 Minuten
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